Peripherie Testberichte

Acer Predator Cestus 510 – Gaming-Maus im Test

Praxis

Im Test leistet der verbaute PMW 3389 eine tadellose Arbeit: Der Sensor überträgt Bewegungen präzise und ohne Jitter. Auch die Ergonomie der Cestus 510 ist lobenswert: Durch die austauschbaren Elemente an der Maus kann diese wahlweise für den Claw- beziehungsweise Fingertip- oder den Palm-Grip optimiert werden, was in der Praxis gut funktioniert. Die Maus kann auch durch verhältnismäßig große Hände noch bequem im Palm-Grip gehalten werden. Das ist mit vielen Konkurrenzprodukten nicht so gut möglich.

Im Betrieb sind alle Tasten der Maus problemfrei zu erreichen. Beispielsweise ist ein Wechsel des Profils über die DPI-Taste ohne Hinsehen oder umständliches Umgreifen möglich. Auch die Umsetzung des 4-Wege-Mausrads ist gelungen: Beide Zusatztasten sind problemfrei zugänglich und stellen somit eine sinnvolle Ergänzung dar.

Bei den umschaltbaren Omron-Switches unter den beiden Haupttasten handelt es sich tatsächlich nicht nur um Marketing: Beide Switches haben in der Tat einen deutlich unterschiedlichen Druckpunkt. Die auf 20 Millionen Klicks spezifizierten Taster bieten ein etwas knackigeres Druckgefühl, das mit einem höheren Druckwiderstand und einem lauteren Auslösegeräusch einhergeht. Die 50-Millionen-Taster sind hingegen sehr weich zu betätigen. Damit bietet Acer eine weitere sinnvolle Möglichkeit, um die Maus den eigenen Vorlieben anzupassen.

Auf Seiten der Ergonomie sowie der technischen Umsetzung spielt Acers Cestus 510 damit weit oben mit, auch wenn es für manche Anwendungsgebiete noch minimal bessere Lösungen geben würde. Schön wäre insbesondere eine zweite DPI-Taste gewesen, um auch das vorherige Profil anwählen zu können. Immerhin: Diese Funktion kann gegebenenfalls gut über das Mausrad realisiert werden.

Im Vergleich zur Cestus 500 fällt zudem die Möglichkeit weg, die Daumenauflage auszutauschen. Aus unserer Sicht ist das kein wirkliches Problem, da eine auslaufende Auflage wie bei der Cestus 510 ohnehin in jeder Haltungsart die bequemere Lösung ist. Nutzer, die das anders sehen, haben aber nun weniger Möglichkeiten als mit dem Vorgänger.

Software und Einstellungsmöglichkeiten

Wie heutzutage üblich, gibt es auch für die Cestus 510 eine passende Software. Die Konfiguration erfolgt über Acers produktübergreifendes Quartermaster-Tool, das schnell und ohne Registrierungszwang installiert werden kann. Die Software ist in schwarz, grau und türkis gehalten und hat ein modernes UI.

Der Programmstart dauert kurz, anschließend reagiert die Software flüssig. Änderungen an der Beleuchtung werden in Echtzeit auf den internen Speicher der Maus übertragen, alle anderen Funktionen werden erst nach Freigabe des Nutzers überschrieben. Das ist die ideale Lösung: Sie verhindert eine Fehlkonfiguration und ermöglicht es zugleich, dass man sich schnell die verschiedenen Lichteffekte ansehen kann.

Der erste Punkt „Tastenbelegung“ beinhaltet die gleichnamige Funktion: Hier können die verschiedenen Tasten der Maus mit Funktionen belegt werden. Dabei sind neben üblichen Maus- und Tastatur-Aktionen auch Programmstarts, ein Sniper-Modus sowie Makros möglich. Damit bietet Acer ein recht umfangreiches Paket, das die wichtigsten Funktionen abdeckt. Schön wäre es allerdings noch gewesen, die DPI-Rate des Sniper-Modus einstellen zu können. Zudem ist die Aufnahmefunktion von Makros recht langsam und hängt hinterher, sobald man schnell längere Zeichenfolgen eingibt.

Unter „Effekte und Farben“ sind die Beleuchtungs-Einstellungen zu finden. Die Maus bietet drei verschiedene Beleuchtungszonen, die unabhängig voneinander mit Farben und Effekten belegt werden können. Letztere können zudem in ihrer Geschwindigkeit konfiguriert werden. Die Helligkeit, Homogenität und Farbdarstellung der LEDs ist auf der Höhe der Zeit, hier liefert die Cestus 510 ein gutes Ergebnis.

Die Konfiguration des Sensors ist über die folgenden vier Punkte der Maus verteilt. Bis zu fünf DPI-Profile stehen zur Auswahl, die in 50-DPI-Schritten im Bereich zwischen 400 und 16.000 angepasst werden können. Die folgenden Punkte beinhalten ein optionales Angle-Snapping, die Abtastrate des Sensors, eine Oberflächen-Kalibrierung sowie die Lift-Off-Distance. Damit werden alle Ansprüche an die Sensor-Konfiguration abgedeckt, sofern man von einer getrennten DPI-Einstellung pro Achse absieht.

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