Peripherie Testberichte

All-in-One-Router mit Telefonanlage: Archer VR200v im Test

Erweiterte Einstellungen des TP-Link Archer VR200v

In den erweiterten Einstellungen wird man zuerst von einer Statusübersicht bombadiert, die deutlich mehr Infos als in den Grundeinstellungen enthält. Ich werde nicht alles einzeln erläutern, da ich euch von allem Screenshots eingebunden habe. Guckt euch diese gerne an. Im linken Menü kann man dann auf Betriebsart wechseln, um den Router zwischen DSL-Modem-Router, 3G-/4G-Router oder WLAN-Router umzustellen.

Netz

Im Netz-Bereich könnt ihr umfangreiche Einstellungen treffen. Um euch mal ein paar Stichworte zu nennen: WAN-Schnittstelle, LAN-Einstellungen (IP, DNS, Gateway,…), Interface Grouping, DSL-Einstellungen (Annex-Typ,..), Dynamisches DNS, Erweitertes Routing, IPsec-VPN und IPv6-Tunnel.

Für die meisten wird vieles davon uninteressant sein. Für die Gamer unter euch ist jedoch das dynamisches DNS interessant. Mit dynamischen DNS könnt ihr euch eine feste Adresse verpassen, besser geht es doch gar nicht, oder? In Verbindung mit der Portweiterleitung könnt ihr so einfach einen Gameserver für eure Freunde hosten.

WLAN

Der TP-Link Archer VR200v unterstützt wie gesagt sowohl 2,4 GHz, als auch 5 GHz WLAN mit ac. Allerdings bringt es das 5 GHz WLAN nur auf 433 Mbit/s und das 2,4 GHz WLAN auf 300 Mbit/s. Das ist also ein wenig langsamer als beispielsweise eine FRITZ!Box. Wer nicht unbedingt dauernd LAN-Partys macht und da Daten über das kabellose Netzwerk schiebt, wird den Unterschied jedoch kaum merken, da das Internet heutzutage noch langsamer ist.

Da macht sich eher das nicht vorhandene MIMO (Multiple Input Multiple Output) des 5 GHz Netzes bemerkbar, sollte für die meisten jedoch auch nicht auffallen.

Neben den typischen Einstellungen des WLANs und WPS gibt es auch noch einen MAC-Adressfilter um ungebetene Gäste raus zu filtern, einen Zeitplan um das WLAN beispielsweise Nachts zu deaktivieren und eine Statistik über den Verbrauch. Wer noch mehr Einstellungen braucht, findet diese unter den erweiterten WLAN-Einstellungen.

Gastnetz

Wie bereits kurz angesprochen, kannst du auf dem Archer VR200v ein Gastnetzwerk einrichten, das im 2,4 GHZ oder 5 GHz Band funkt. Auch die Zugangsdaten können seperat vergeben werden. Das Netzwerk kann auch sehr restriktiv verwaltet werden, sodass Gäste nicht auf dein normales Netz zugreifen können, nicht miteinander kommunizieren können und auch nicht auf die USB-Geräte zugreifen kann. Des Weiteren lässt sich über die Datenratenkontrolle auch die Geschwindigkeit beeinflussen.

Gastnetz
Gastnetz

Telefonie

Unter Telefonie könnt ihr eure Telefonnummern registrieren. Auch mehrere Telefonnummern sind kein Problem, ihr solltet aber nur die anlegen, die euer Provider euch auch zugewiesen hat. Ansonsten werden diese natürlich nicht erfolgreich registriert.

Telefongeräte können hier auch angelegt werden, neben den analogen Telefonen oder Faxgeräten, könnt ihr mit dem Archer VR200v auch bis zu 6 DECT-Telefone verbinden. Die Telefonnummern könnt ihr jedem Gerät spezifisch zuweisen.

Außerdem habt ihr die Möglichkeit ein Anrufprotokoll zu aktivieren, ein Telefonbuch zu nutzen, Anrufregeln festzulegen, Anrufsperren anzulegen (keine Störung Nachts beispielsweise), eine Rufweiterleitung oder sogar ein Calltrough. Rufweiterleitung und Calltrough ist etwas ähnliches, aber trotzdem total anders. Bei der Rufweiterleitung werden eingehende Anrufe z. B. auf euer Handy weitergeleitet, falls ihr nicht abhebt. Beim Calltrough hingegen ruft ihr bei euch zu Hause an und lasst euch durchstellen. Das kann interessant sein, wenn ihr auf dem Festnetz eine Auslandsflat habt, aber grade nicht zu Hause seid und trotzdem im Ausland anrufen wollt. So könnt ihr eure Flat nutzen, obwohl ihr unterwegs seid.

Nicht fehlen darf natürlich ein Anrufbeantworter. Der Archer VR200v hat jedoch keinen internen Speicher, sondern benötigt ein angeschlossenen USB-Speichermedium für den Anrufbeantworter. Praktisch ist an dem AB auch, dass man mit einer PIN auch von unterwegs seine Nachrichten abhören kann.

NAT

Auch unter dem Unterpunkt NAT findet ihr viele Einstellungsmöglichkeiten. Leider weitestgehend ohne Erklärung.

Am wichtigsten wird hier jedoch der Punkt „virtuelle Server“ sein, denn das ist die sogenannte Portweiterleitung um auf einem bestimmten Port von außen erreichbar zu sein.

USB

Der TP-Link Archer VR200v besitzt zwei USB 2.0 Ports für Drucker, Speichermedien oder UMTS-/LTE-Sticks. Diese können im Netzwerk freigegeben werden. Neben der Drucker- und Dateifreigabe steht dem Archer VR200v auch ein Media- und FTP-Server zur Verfügung. Interessant ist das auch in Verbindung mit dynamischen DNS. So kann man sich einen weltweit verfügbaren FTP-Server auf seinem Router einrichten.

UMTS- oder LTE-Sticks können für die Internetverbindung genutzt werden. Dabei muss jedoch nicht zwangsweise auf DSL verzichtet werden, denn man kann sie auch als Backup-Internetzugang einrichten, falls das DSL mal ausfällt.

Kindersicherung, Datenratenkontrolle & Sicherheit

Die Kindersicherung wird für Eltern interessant sein um mit White- oder Blacklisten zu arbeiten. So lassen sich einfach Schlüsselwörter anlegen um Seiten mit diesen Begriffen zu erlauben oder zu sperren. Man braucht also nicht explizite Seiten aussuchen, sondern kann sich die Arbeit einfach machen.

Bei der Datenratenkontrolle lässt sich die Geschwindigkeit für einzelne Netze oder Geräte einstellen. Gerade wenn man sich das Netzwerk teilt, kann das durchaus mal praktisch sein.

Des Weiteren lassen sich natürlich auch feste IP-Adressen über eine MAC-Adressbindung vergeben oder bestimmte Geräte aussperren.

Systemtools

Zu den Systemtools gibt es eigentlich nichts interessantes zu sagen. Schade ist an dieser Stelle, dass es keine automatischen Updates gibt und man sich selber darum kümmern muss.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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