PC-Hardware

Alternative zu Repeatern: MESH WLAN Netze

Eine Übersicht der verschiedenen MESH Router

Trotz der ähnlichen Funktionsweise aller sich selbst konfigurierenden Systeme, bietet der Markt eine Bandbreite an verschiedenen MESH-Routern, die selbstverständlich mit den unterschiedlichsten Vorzügen sowie mit gewissen Nachteilen daherkommen.

Während das Orbi-System von Netgear sowie die Router von Google Wifi mit einer besonders nutzerfreundlichen Handhabung ihrer Komplettsysteme werben, bietet das Velop-System von Linksys eine zusätzliche Integration von Alexa an, die jedoch nicht ganz unumstritten ist. Derweil erprobt AVM für die Fritzboxen die Erweiterung seiner bisherigen Infrastruktur durch Repeater und Powerline-Adapter, die sich zwar nur an bestimmte Fritzboxen anschließen lassen, aber immerhin eine kostengünstige Variante in echter MESH-Qualität bieten. Einen Überblick über die derzeit gängigsten MESH-Geräte samt ihrer Vor- und Nachteile erhaltet ihr bei uns.

Das Orbi System von Netgear

Das Orbi-System von Netgear verspricht vor allem eine einfache Handhabung des Tri-Band-Systems, das aus einem Orbi-Router und den beiden AP-Verstärkern, den Orbi-Satellites, besteht. Per einfachem Knopfdruck sollen die schlichten Geräte installiert und miteinander verbunden werden können, die auf einer Gesamtfläche von 350 Quadratmetern eine Übertragungsrate von bis 1,733 MBit/s erreichen. Allerdings funktioniert die Einrichtung via Knopfdruck nur dann, wenn keine festen IP-Adressen genutzt werden und sämtliche Geräte über WLAN verbunden sind. Soll es jedoch an ein System mit festen IP-Adressen gebunden werden, bei dem die Geräte über ein Kabel angeschlossen sind, ist eine Installation über den PC notwendig.

Google Wifi

Einfacher ist die Installation bei den Routern von Google Wifi, die beim Einsatz von mindestens einem zusätzlichen Node ein Netzwerk bilden sollen, das eine Fläche von 400 Quadratmetern abdeckt. Die einzelnen Geräte sollen in nur wenigen Minuten per einfacher Handy-App angeschlossen und verwaltet werden können, dessen Network-Assistent euch Schritt für Schritt durch die Einrichtung führt. Der einzige Nachteil scheint bisher der Preis zu sein, da der einzelne Router zwar schon ab 130 € erhältlich ist, aber seine volle Leistung erreicht er erst mit zusätzlichen Nodes, die im Doppelpack um die 250 € kosten.

Velop von Linksys

Auch Linksys‘ Velop-Router (zum Test) bietet ein aus drei Einheiten bestehendes MESH-System, das auf eine besonders ausgewachsene Funktechnik setzt. Neben der Konfiguration, die mittels Bluetooth LE über eine App stattfindet, ist auch die Integration von Alexa möglich. Über Sprachbefehle erlaubt sie die Verwaltung des eigenen Netzwerks, was auch schon zu den Hauptkritikpunkten bei den Velop-Routern gehört. Die Weitergabe von Passwörtern über Sprachbefehle stellt für viele Nutzer eine Sicherheitslücke dar, die ihr jedoch vermeiden könnt, indem ihr die Funktion gänzlich abschaltet.

AVM & die FRITZ!Box

Der Berliner Routerhersteller AVM erprobt derzeit die Ausbaufähigkeit bestimmter Fritzboxen, die mit zusätzlichen Repeatern und Adaptern ein zuverlässiges MESH-Netz herstellen sollen. Die sich in der Beta-Phase befindende Labor-Version lässt sich bisher aber nur bei den Fritzboxen 7490, 7580 und 7590 anwenden, die mithilfe der Power-Adapter und Repeater zu Access Points umfunktioniert werden. Besonders hervorzuheben ist das gute Preis-Leistungsverhältnis, da eine Einheit zu einem Preis von 70 € zu haben ist, was im Schnitt nur ein Fünftel des Preises ist, den andere Anbieter verlangen.

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Olaf Hennig

Olaf Hennig gründete 1996, nach seinem Elektrotechnik-Studium an der Uni Dresden und seinem Abschluss als staatlich geprüfter Techniker für Datenverarbeitungstechnik am DAA-Technikum Jena, das Unternehmen Funk & Telefonsysteme Hennig e.K.

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