PC-Hardware

Alternative zu Repeatern: MESH WLAN Netze

Fazit

Die MESH-Technologie ist mehr als nur eine Alternative zu Repeatern für euer WLAN-Netz. Tatsächlich erzeugen MESH-Netze ein einziges großes Netzwerk mit nur einer SSID. Der Übergang zwischen den Knotenpunkten kann also fließend erfolgen – im Gegensatz zum Ablauf bei Repeater-Lösungen. Zudem lassen sich „tote Zonen“, also Gebiete im Gebäude ohne Empfang, auf ein absolutes Minimum reduzieren.

Schließlich ermöglichen die MESH-Netze, auch wenn es sich bei den „bis zu“ Angaben der Hersteller genau genommen natürlich auch hier um Augenwischerei handelt, höhere Up- und Download-Geschwindigkeiten. Wenn also der Preis stimmt und die Einrichtung intuitiv erfolgen kann, wird sich diese Netzwerk-Technologie wohl nicht mehr aufhalten lassen.

Obwohl MESH WLAN eine sichere und flächendeckende Internetverbindung garantiert, die sich nachweislich immer mehr Nutzer wünschen, schien die bisher zu komplizierte Einrichtung der Router viele Verbraucher nicht zu überzeugen. In Zukunft kann man jedoch auf Geräte hoffen, dessen Installation über Knopfdruck oder via Handy-App denkbar einfach ist.

Auch die hohen Preise der Geräte haben bisher dafür gesorgt, dass viele Interessenten von einem Kauf abgesehen haben, doch inzwischen gibt es viele verschiedene Modelle zu angemessenen Preisen. So können immer mehr Verbraucher von den vielversprechenden MESH-Systemen profitieren, die vor allem bei größeren Wohn- und Bürolandschaften auf eine reibungslos funktionierende WLAN-Internetverbindung angewiesen sind.

Auch gesellschaftlich und politisch bieten sich durch die MESH-Technologie neue Möglichkieten.  So kann das Commotion-Wireless-Netz auch an Orten angewendet werden, an denen die Nutzer von staatlicher Zensur und Repressalien betroffen sind. Die drahtlose Infrastruktur ermöglicht somit die Erschaffung eines ungestörten Raums, an dem ungestört Informationen ausgetauscht werden können. Beispielsweise das geplante „Halal-Netz“ konnte so umgangen werden, wie es 2013 bei den Präsidentschaftswahlen im Iran der Fall war. Die dezentrale MESH-Variante könnte also auch politisch an Bedeutung gewinnen, da es zukünftig neue Strukturen erschafft, die zu einem grenzenlosen Austausch von Informationen und zur weltweiten Kommunikation beitragen.

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Olaf Hennig

Olaf Hennig gründete 1996, nach seinem Elektrotechnik-Studium an der Uni Dresden und seinem Abschluss als staatlich geprüfter Techniker für Datenverarbeitungstechnik am DAA-Technikum Jena, das Unternehmen Funk & Telefonsysteme Hennig e.K.

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