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Amazon verdreifacht seinen Gewinn

Für Amazon läuft es dieses Jahr richtig gut. Dabei ist der Onlineversandhändler einer der Gewinner der Corona-Pandemie.

37 Prozent Umsatzsteigerung

Corona ist für Amazon ein echter Glücksfall, in Zeiten von Quarantäne und Maskenpflicht, kaufen die Menschen noch mehr online. So konnte der Onlineversandhändler im dritten Quartal diesen Jahres ein Umsatzplus von ganzen 37 Prozent verzeichnen. Damit ist der Umsatz von Amazon auf 96,1 Milliarden US-Dollar angestiegen. Dabei hat sich der Betriebsgewinn des Händlers verdoppelt auf 6,2 Milliarden US-Dollar und der Reingewinn konnte sogar verdreifacht werden, auf 6,3 Milliarden US-Dollar. Damit hat der Konzern nun auch außerhalb Nordamerikas einen Betriebsgewinn erzielt. Wo es doch im ersten Halbjahr nur Verluste zu verzeichnen gab. Im vergangenen Jahr hatte der Händler noch ein Minus von 386 Millionen US-Dollar. Mit einem erstmaligen Plus von 345 Million US-Dollar im zweiten Quartal hat Amazon nun einen Betriebsgewinn von 407 Millionen Dollar erzielen können. Der Gewinn ist in Nordamerika für den Händler um ganze 76 Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Der Betriebsgewinn bleibt weiter niedriger als der Reingewinn. Das kommt vor allem durch die Einnahmen aus Minderheitsbeteiligungen und den Kapitalanlagen. Zudem wirken sich die Verluste der Vorjahre weiterhin steuermindernd aus. Sind die Verlustvorträge des Konzerns dann aufgebracht, wird für Amazon dann auch die Steuerlast steigen. Die steuerlichen Anreize motivieren Amazon natürlich auch weiterhin hohe Investitionen zu tätigen. Hier macht sich auch der Aktienkurs bemerkbar. Wenn die Kurse steigen, muss der Händler die Kosten für die Ausgabe von Aktien anpassen und hat damit wiederum höhere buchhalterische Kosten. Die Kosten senken dann auch wieder die Steuerlast des Konzerns. Die Rückstellungen für Steuern können dann aufgelöst werden und eine negative Steuerlast entsteht, auch wenn der Konzern trotzdem Steuern zahlt.

Cloudsparte boomt bei Amazon

In den ganzen Zahlen sind noch nicht einmal die Amazon Web Services (AMS), also die Cloudsparte von Amazon mit drin. Diese zählt der Konzern nicht zu den internationalen und auch nicht zu den nordamerikanischen Umsätzen. Auch in der Cloudsparte brummt das Geschäft, der Umsatz ist hier um 29 Prozent auf 11,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Auch der Betriebsgewinn konnte auf 3,5 Milliarden Dollar, also um 56 Prozent, erhöht werden. Damit weist der AWS-Bereich eine größere Marge als der Einzelhandel auf. Selbst mit dem gesamten Medienangebot ist der Einzelhandel für Amazon ein margenschwachen Geschäft.

Amazon-Aktie

Auch beim Aktienkurs hat sich etwas getan. Die Erwartungen der Analysten wurden hier übertroffen. Am Donnerstag wurde die Zahlen des Quartals bekanntgegeben, dabei konnte ein Anstieg von fast 70 Prozent verzeichnet werden. Ein Aktienanteil kostet jetzt 3.211 US-Dollar. Der Gewinn je Aktie fällt jetzt um zwei Drittel höher aus. Nach Schätzungen soll der Umsatz im laufenden Quartal zwischen 28 und 38 Prozent weiter ansteigen und der Betriebsgewinn zwischen einer Milliarde und ungefähr 4,5 Milliarden US-Dollar liegen. Damit weniger als im aktuell gemeldeten Quartal. Es bleibt also spannend, wo es hingeht.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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