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Android O: Das neue Betriebssystem ist da

Mit der offiziellen Vorstellung des neuen Android-Betriebssystems haben die Spekulationen um dieses ein Ende. Besonders der wahrscheinlichste Name der neuen Version war Gegenstand einiger Diskussionen. Google entschied sich letztendlich wenig überraschend für den Namen „Oreo“ – die Betriebssysteme werden traditionell nach Süßigkeiten benannt.

Ob der mediale Trubel um Android Oreo gerechtfertigt ist, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Anders als beim Hauptkonkurrenten Apple wird nicht jeder Nutzer in den Genuss des neuen Updates kommen. Das Android-Betriebssystem ist zwar auf zahlreichen Smartphones weltweit installiert; doch nur ein Bruchteil ist mit der neuesten Version ausgestattet. Jeder Hersteller entscheidet individuell, ob seine Smartphones das neue Betriebssystem erhalten sollen. Darüber hinaus steht es den Herstellern offen, das jeweilige Betriebssystem zu verändern. Viele Hersteller geben ihm ein neues Design und statten es mit weiteren Funktionen aus. Eine solche Veränderung wirkt sich nicht in jedem Falle positiv aus.

Das „reine“ Android O, ohne Änderungen, erhalten in jedem Falle die neuen Google-Geräte. Darüber hinaus kündigten der chinesische Hersteller OnePlus, Nokia und LG an, einige Geräte schnellstmöglich mit Android 8 auszustatten.

Was kann das neue Android?

Prinzipiell ist es sinnvoll, das neue Update zu installieren, sobald es zur Verfügung steht. In der Vergangenheit fielen Android-Updates zum Teil unangenehm auf, da sie die Funktionsfähigkeit des Handys einschränkten. Dieses lief nach der Installation des Updates merklich langsamer oder zeigte andere Ausfälle. Mit derartigen „Kinderkrankheiten“ ist nicht mehr zu rechnen. Android wurde in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt und läuft mittlerweile absolut stabil. Die fünf wichtigsten Neuerungen, die „Android O“ mit sich bringt, werden im Folgenden kurz vorgestellt.

  • Benachrichtigungen und Mitteilungen

Benachrichtigungen, Mitteilungen und Pop-Ups erscheinen auf Android-Geräten zahlreich und sorgen nicht selten für entnervte Reaktionen seitens der Nutzer. Auch in den letzten Updates nahmen die Benachrichtigungen eine zentrale Stellung ein – es gelang Google bisher jedoch nicht, das Chaos zu lindern. Android 8.0 soll nun Hilfe bringen. Bisher ließen sich Benachrichtigungen mit einem Wisch löschen. Wurde die Benachrichtigung zeitweise als störend empfunden, später jedoch noch gebraucht, blieb dem Nutzer nichts anderes übrig, als sie in der Nachrichtenleiste zu belassen. Mit der neuen Snooze-Funktion schafft Google eine Lösung: Die Benachrichtigungen können für einen bestimmten Zeitraum entfernt werden. Ist dieser abgelaufen, erscheinen sie erneut.

Zudem verschwinden App-Benachrichtigungen aus der Nachrichtenleiste. Sie werden künftig direkt in den Apps angezeigt. Die App-Symbole auf dem Home-Bildschirm werden hierzu mit kleinen Symbolen ausgestattet, sobald es eine Benachrichtigung zur jeweiligen App gibt. Durch einen Klick auf das Symbol erhält der Nutzer eine Vorschau der Benachrichtigung. Diese lässt sich aus dieser Vorschau heraus löschen, sofern der Hersteller der App diese Funktion unterstützt.

Die dritte Neuerung aus dem Bereich der Benachrichtigungen stellen die „Benachrichtigungs-Kanäle“ dar. Mit diesen lässt sich recht genau steuern, welche App wann eine Benachrichtigung sendet. Gruppen, die innerhalb einer Chat-App existieren, lassen sich im Rahmen dieser Kanäle beispielsweise zu einem Profil zusammenfügen. Entsteht in einer dieser Gruppen eine Benachrichtigung, erhält der Nutzer eine besondere Mitteilung.

  • Bild-in-Bild und externe Geräte

Bereits Android 7.0 führte das Multitasking ein. Da ein zweigeteilter Bildschirm, auf dem zwei Anwendungen laufen, jedoch nicht immer die optimale Lösung darstellt, wurde dieses Multitasking in Android 8.0 verbessert. Videos oder andere Anwendungen können in verkleinerter Form weiterlaufen, während der Nutzer in einer anderen App aktiv ist. Hierbei lässt die verkleinerte Anwendung sich beliebig auf dem Display verschieben, damit sie nicht im Weg steht.

Die bessere Anbindung externer Geräte stellt einen weiteren Schritt im Multitasking dar. So werden Tastaturen und weitere Bildschirme besser eingebunden, sofern die jeweilige App dies unterstützt. Diese Funktionen sind für Handynutzer recht irrelevant. Nutzer von Android-Tablets werden sie jedoch als sehr nützlich empfinden.

  • Passwortmanager und Autovervollständigung

Das Eingeben von Nutzernamen und Passwörtern kann auf dem Smartphone zur Tortur werden – besonders wenn es sich um lange Passwörter handelt, die zahlreiche Sonderzeichen enthalten. Passwortmanager können hier Abhilfe schaffen. Sie speichern Nutzernamen und Passwörter für verschiedene Anwendungen und fügen diese, nach einer Nachfrage, automatisch ein. Bisher war das Nutzen solcher Anwendungen unter Android recht schwierig. Jetzt lassen sie sich jedoch einfach mit dem System verbinden. Um die Sicherheit des Nutzers zu gewährleisten, werden die Passwortmanager durch das System mit einem Fingerabdrucksensor verbunden. Somit kann sich nur der Besitzer des Smartphones einloggen – andere Personen, die das Handy nutzen, scheitern am Fingerabdrucksensor.

  • Akku- und Ressourcennutzung

In der Regel laufen zahlreiche Anwendungen im Hintergrund und verbrauchen somit Ressourcen, was die Akkulaufzeit verkürzt. Mittlerweile kommunizieren Apps untereinander und rufen permanent Daten ab – auch wenn der Nutzer die App gerade nicht bedient. Android 7.0 brachte daher die Neuerung mit sich, Apps, die unnötigerweise Daten abfragen und damit Ressourcen verbrauchen, automatisch in einen Ruhemodus zu versetzen. Android 8.0 hat diese Funktion verbessert und soll in dieser Hinsicht noch zuverlässiger funktionieren. Der Nutzer kann jedoch weiterhin manuell einstellen, welche Apps von dieser automatischen „Abschaltung“ ausgenommen werden sollen.

  • Einstellungsmenü

Das Einstellungsmenü wurde grundsätzlich verändert. Es umfasst nun deutlich weniger Menüpunkte. Diese sind zudem logischer geordnet und untereinander verknüpft. Will der Nutzer beispielsweise die Bildschirmhelligkeit ändern, wird er danach direkt zu assoziierten Einstellungen – beispielsweise zu den Akkueinstellungen – geleitet. Die Bedienung soll somit einfacher und intuitiver werden.

Außerdem sind einige kleinere Änderungen – etwa eine effizientere Zwischenablage, ein „Color-Management“ und erweiterte Funktionen des Virenscanners – enthalten.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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