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Apple M1: Mac-Nutzer bemängeln schnellen Verschleiß der SSD

Zum kürzlichen Release der neuen Macs mit dem hauseigenen M1-Prozessor überboten sich die Nutzer und Experten gegenseitig mit positiven Rezensionen. Schließlich sorgte der neue Prozessor nicht nur für mehr Leistung, sondern verlängerte auch die Akkulaufzeit der Geräte immens. Allerdings scheint die neue Generation auch ihre Nachteile mit sich zu bringen. So häufen sich mittlerweile negative Aussagen zur fest verlöteten SSD der Geräte. Insbesondere die Lebensdauer der Flashspeicher soll nämlich stark begrenzt sein. Grund hierfür ist wohl der starke Verschleiß sein, der durch das neue System entsteht. Mitunter soll es User geben, deren SSD eine Lebensdauer von 18 Monaten wohl nicht überstehen wird.

Jede SSD hat eine Lebensdauer

Leider haben Solid State Drives (SSD) kein ewiges Leben. Ganz im Gegenteil. Billige Flashspeicher können in Folge einer starken Nutzung bereits eine geraume Zeit nach Kauf defekt sein. Ausschlaggebend ist hierbei der Wert „TBW“. Dieser gibt an wie viele Datenmengen von der SSD transportiert werden können, bevor ein Ausfall droht. Allerdings muss man diesen Wert ähnlich behandeln wie einen Garantiezeitraum. So können SSDs auch deutlich länger ohne Probleme funktionieren als es der TBW-Wert vermuten lässt. Die Faustregel besagt, dass mit der Speichergröße der SSD auch die Datenmenge steigt, die insgesamt geschrieben werden kann.

Mac-User über SSD verärgert

Erste Berichte über den schnellen Verschleiß von SSDs in der neuesten Mac-Generation traten bei Twitter sowie im Forum von MacRumors auf. Hierbei scheint es sich um einen eklatanten Fehler zu handeln. Schließlich ist der Verschleiß deutlich schneller als bei vergleichbaren SSDs. Ein Grundproblem scheint das feste Verlöten der SSD zu sein. Da Apple die Speicherzellen fest mit dem Mainboard verlötet, wird aus dem bloßen SSD-Defekt schnell ein Defekt des gesamten Gerätes. Schließlich lässt sich nicht die SSD allein austauschen. Und über einen entsprechenden Austausch muss man sich mitunter schon jetzt Gedanken machen. So berichten einige Nutzer davon, dass bereits jetzt bis zu 13 Prozent der maximalen Lebensspanne der SSD erreicht sei. Wenn man sich vor Augen führt, dass es die Geräte mit neuer CPU-Architektur gerade einmal seit ein paar Monaten im Handel gibt, ist dies erschreckend.

Lebensdauer von maximal 18 Monaten?!

Im extremsten Fall berichtete ein User davon, dass er nach nur 21 Tagen der Nutzung seines neuen Macs aus allen Wolken fiel. Als dieser nämlich überprüfte, wie es der SSD gehe, stellte er nicht nur fest, dass bereits 61,5 Terabyte auf den Flashspeicher geschrieben wurden. Obendrein musste er registrieren, dass damit bereits knapp 4 Prozent der maximalen Lebensdauer erreicht seien. Wer dies nun hochrechnet, kommt auf eine gesamte SSD-Lebensdauer von lächerlichen 18 Monaten. Wenn man sich das Problem genauer ansieht, stellt man fest, dass nicht alle Macs gleichermaßen betroffen sind. So scheinen allen voran Geräte mit dem geringsten Arbeitsspeicher von 8 GB unter dem Problem zu leiden. Ein Grund kann darin liegen, dass es bei anspruchsvollen Anwendungen hier häufig zum Auslagern von Daten auf die SSD kommt. Da allerdings nicht jeder Besitzer eines neuen Macs von dem Problem betroffen ist, scheint es sich nicht um einen allgemeinen Fehler in der Konzeption zu handeln. Ob die Soft- oder Hardware von den betroffenen Geräte ursächlich dafür ist, kann man bislang noch nicht abschätzen. Hierfür müsste man wohl breitere Untersuchungen anstellen. Schließlich führt nicht jeder Mac-Besitzer regelmäßige Tests seiner SSD durch. Wir sind gespannt, ob es sich nur um Einzelfälle handelt oder die neueste Mac-Generation ein ernsthaftes Problem aufweist.

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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