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Australisches Mediengesetz: Facebook erzielt Änderung

Letzte Woche kam es zum Eklat zwischen Facebook und der Regierung Australiens. Das soziale Netzwerk blockierte die inländischen Nachrichteninhalte. Grund für die Blockade war das neu eingeführte Mediengesetz des Landes. Nun hat die Strategie des Unternehmens von CEO Mark Zuckerberg Früchte getragen. Die Regierungsvertreter haben eine Änderung des Gesetzes angekündigt. Hierüber freut sich auch die australische Journaille. Schließlich kehren Nachrichteninhalte auf Facebook zurück – ein Teil zumindest.

Erfreuliche Einigung

Knapp eine Woche ist es her, seitdem der Streit zwischen Facebook und der australischen Regierung eskaliert ist. Nun haben sich die Wogen geglättet. Beide Parteien haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Eine Änderung des Mediengesetzes ist die Folge der Einigung. Das soziale Netzwerk zeigt sich sehr erfreut über den gefundenen Kompromiss. So sagte William Easton, Zuständiger für Facebook Australien und Neuseeland, dass die Änderungen nun auch den Wert berücksichtigen, den journalistische Inhalte für das soziale Netzwerk haben.

Facebook lässt Nachrichten wieder zu

Im Zuge der Änderungen kehrt Facebook nun wohl wieder zum daily Business zurück. Und zu diesem gehört mittlerweile nun einmal auch die Veröffentlichung von News. Ein Blogbeitrag des sozialen Netzwerks stellt klar, dass nun wieder eine Investition in Journalismus und eine Zulassung entsprechender Nachrichten kommen könne. Allerdings sind nicht alle News von dieser Aufweichung betroffen. So ist im „Facebook Journalism Project“ des sozialen Netzwerks Folgendes zu lesen:

„Nach den Verhandlungen mit der australischen Regierung haben wir eine Einigung getroffen, die uns erlaubt, jene Verlage zu unterstützen, die wir aussuchen, darunter kleine und lokale Verlage.“

Das bedeutet, dass Facebook Entscheidungsgewalt darüber hat, welche Quellen auf dem sozialen Netzwerk veröffentlicht werden. Dementsprechend gilt für das Unternehmen kein Zwang, mit allen Verlegern verhandeln zu müssen. Diesbezüglich hat Facebook eine deutliche Auflockerung des ursprünglichen Mediengesetzes erreichen können. In seiner ursprünglichen Version sollten nämlich alle journalistischen Quellen mit Facebook einen Vertrag schließen, die einen jährlichen Umsatz von mehr als 150.000 australischen Dollar haben.

Wer bekommt Lizenzgebühren?

Bereits im Dezember letzten Jahres machte die australische Regierung ihren guten Willen gegenüber dem sozialen Netzwerk sowie Internetgigant Google deutlich. Zugeständnisse waren insbesondere in puncto der Monetarisierung von Weiterleitungen gemacht worden. So sollen erfolgreiche Weiterleitungen auf die Lizenzgebühren angerechnet werden. Während die Worte seitens der Regierung vor einer Woche noch harsch ausfielen, klingen sie mittlerweile fast schon schmeichelhaft. So bescheinigte Australiens Finanzminister dem Unternehmen lobenswerte Absichten beim Thema der Bezahlung. CEO Markt Zuckerberg dankte er für die konstruktiven Gespräche. Den Prozess hin zum Kompromiss bezeichnete das Regierungsmitglied als schwierig. Dennoch sei die Absicherung eines unabhängigen Journalismus durch diese Einigung gelungen.

Auch Google einigt sich

In den Medien selbst war hauptsächlich von dem Streit zwischen der Regierung und Facebook zu hören. Doch auch Google kann durch die Abänderung eine Einigung verzeichnen. Der Dienst News Showcase erhält nun ein eigenes Bezahlmodell. Hierbei erhalten Verlage eine Bezahlung für die Präsentation veröffentlichter Nachrichten. Der Suchmaschinen-Riese zahlt hierfür Millionenbeträge.

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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