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Backforce versus Recaro: Knapper Kampf „Made in Germany“

In Teil 3 unserer Backforce-Serie widmen wir uns dem Vergleich zweier Marken, deren Geschichte kaum ähnlicher sein könnte. Sowohl hinter Backforce als auch hinter Recaro stehen zwei renommierte große deutsche Unternehmensgruppen, die jahrzehntelange Erfahrung im Bau von hochwertigen Stühlen vorweisen können. Außerdem stellten beide Hersteller ihre erste Generation der Gaming-Stühle im Mai 2019 vor. Inwiefern die beiden sich auch in Sachen Qualität, Langlebigkeit, Komfort und Preis ähneln, haben wir verglichen.

Dazu haben wir uns beide Tests der jeweiligen Flaggschiffe Backforce One Plus und Recaro Exo FX nochmal genauer angeschaut. Verglichen wurde jedes Detail. In Anbetracht der Preise, die Recaro auffährt, und der bekannten Qualität seitens Backforce erwarten wir ein enges Rennen zwischen den beiden deutschen Gaming-Seat-Kontrahenten. Lassen wir die Spiele beginnen!

Eckdaten zu den Unternehmen

  Backforce Recaro
Markteinführung 2019 2019
Herkunftsland Deutschland Deutschland
Markt-Segment Premium Premium
Modelle One, One Plus Exo, Exo FX, Exo Platinum
Zielgruppe (Körpergröße) 150 – 192 cm 150 – 200 cm
Zielgruppe (Körpergewicht) 45 – 130 kg 45 – 150 kg
Preisspanne aller Stühle 499 – 629 Euro 799 – 999 Euro
Testurteile (Basic-Tutorials.de) 1x Gold, 1x Platinum 1x Gold
Bestes Test-Ergebnis (Basic-Tutorials.de) 95/100 Punkten 91/100
Besondere Features 5D-Armlehnen, flexible Lordosestütze, markantes Rückenschild, individualisierbare Extras Atmungsaktive Stoffe, 5D-Armlehnen, Anti-Submarining-Hügel, Lordosenstütze

Backforce: Eine junge Marke, aber jahrzehntelange Erfahrung

Zugegeben der Großteil der BT-Redaktion ist Fan von Backforce. Das bedeutet aber nicht, dass gleich jeder andere Gaming-Stuhl das Nachsehen hat. Wir gehen an den Vergleich neutral heran, möchten die junge Marke aber dennoch kurz vorstellen.

Als Marke des Stühleherstellers Interstuhl ist in den Bau der Gaming-Chairs viel Erfahrung eingeflossen. Seit mehr als 60 Jahren ist das deutsche Unternehmen am Markt und punktet meist mit Innovation und Qualität, aber vor allem mit Handarbeit „Made in Germany“. Vor allem letztere Tatsache macht die Backforce-Stühle ebenfalls nicht gerade zu Schnäppchen. Zählt man aber die Bewertungen aller Komponenten eines Backforce One oder eines One Plus zusammen, entsteht ein beispielloses Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das haben auch schon E-Sport-Organisationen und große YouTuber-Namen erkannt. Entsprechend supportet Backforce das bekannte Team BIG, den jährlich stattfindenden Charity-Stream Friendy Fire u. a. mit Gronkh und Pietsmiet, sowie Team Paluten, den zweiten YouTube-Kanal des gleichnamigen erfolgreichen Content-Creator.

Seit Mai 2019 ist Backforce nun am Markt, hat aber augenscheinlich einen steilen Aufwärtstrend in Sachen Popularität aufzuweisen. Das hat aber eben nicht nur viel mit gutem Marketing zu tun, sondern vor allem mit den Produkten selbst.

Was die Gaming-Stühle von Backforce auszeichnen

Allen voran sollte erwähnt werden, dass jeder einzelne Backforce One und One Plus mit 10 Jahren Garantie ausgestattet beim Käufer ankommt. Deutlich mehr als jeder andere Hersteller von Gaming-Stühlen aufwarten kann. Natürlich können wir auch erst in 10 Jahren wirklich beurteilen, ob die Stühle 10 Jahren aushalten, aber sind uns einem positiven Ergebnis gewiss. Interstuhl hat schließlich jede Menge Erfahrung in der Branche und wird kaum die frisch gebackene Gaming-Marke auf eine Erfolgsreise schicken, die in 10 Jahren abrupt endet. Zudem spricht die Qualität der Stühle für sich.

Verbaut sind von den Rädern bis zur Kopfstütze ausschließlich hochwertige Materialien. Das Fußkreuz besteht aus gebürstetem Aluminium und trägt den Stuhl mitsamt einer Person von maximal 130 kg Gewicht mit Leichtigkeit. Außerdem sind die Gaming-Chairs von Backforce mit Alcantara-Leder ausgestattet, was für den edlen Look der Stühle verantwortlich ist.

Aber nicht nur äußerlich wird Qualität verbaut, sondern auch im Inneren: Zwei-Schaum-Komponenten sorgen für andauernden Komfort, während eine Holzformplatte in der Rückenlehne sich individueller an den Rücken anpasst. Holz ist generell besser in einem hochwertigen Stuhl aufgehoben als ein Stahlgerüst. Dadurch wird unter anderem ein Durchsitzen verhindert.

Betrachtet man die Backforce-Stühle weiter fallen neben dem einzigartigen Design vor allem individuelle Extras auf. Patches auf der linken und rechten Seite der Rückenlehne können nach persönlichem Geschmack beschriftet werden. Außerdem ist auf der Rückseite ein sogenannter Gamer Pulse angebracht, der leuchtet, und selbst ebenfalls individualisiert werden kann. Feine Features, die andere Gaming-Chairs missen lassen, Gamer aber lieben.

Für den perfekten Sitz beim Zocken sorgen letztendlich noch 5D-Armlehnen, die notfalls auch weggeklappt werden können, eine atmungsaktive Rückenlehne, Sitztiefen- und Sitzneigverstellung sowie eine flexibel justierbare Lordosenstütze. Und an dieser Stelle haben wir noch immer nicht alle Highlights aufgelistet. Wer es genauer wissen möchte, schaut sich am besten die Review zum Backforce One oder One Plus an.

Was die Gaming-Stühle von Recaro auszeichnen

So sehr wir von Backforce begeistert sind, so sehr können wir unsere Begeisterung dem Recaro Exo FX nicht verstecken. Natürlich sprechen wir hier von utopischen Summen für einen Gaming-Stuhl, andererseits baut Recaro ebenfalls „Made in Germany“, verwendet hochwertige Materialien und hat jedes Detail auf Langlebigkeit und Komfort ausgelegt.

Das schafft Recaro ebenfalls mit atmungsaktivem Bezug, in diesem Fall aber mit Stoff statt Alcantara-Leder. Da das Unternehmen vor allem Erfahrung beim Bau von Rennautositzen hat, hat es sich auch beim Bau der Exo-Reihe dahingehend inspirieren lassen. Das Ergebnis sind ein Anti-Submarining-Hügel in der Sitzfläche, welcher das Wegrutschen verhindert, sowie eine schalenförmige Konstruktion, die an den Seiten jedoch nicht viel Spielraum lassen. Letzteres könnte den ein oder anderen stören, der ein breiteres Gesäß hat. Einem Hindernis, welches Backforce gekonnt aus dem Weg geht.

Das komplette Gerüst – angefangen beim Fußkreuz – ist aus robustem Aluminium. Das sorgt dafür, dass auch Menschen mit 150 kg Körpergewicht Platz nehmen können. Für anhaltenden Komfort sorgen 5D-Armlehnen (beim Exo sind es nur 4D-Lehnen) und eine Lordosenstütze, die jedoch nicht flexibel ist. Im Gegenzug bietet ein Recaro Exo FX ein Rennauto-Feeling, wobei die hohe Lehne auch großen Menschen zugutekommt.

Ebenfalls begeistert waren wir von der anpassbaren Schwingfunktion, mit der man sich der aktuellen Tätigkeit entsprechend positionieren kann. Dafür sind jedoch nur vier „vorprogrammierte“ Einstellungen vorgesehen, individuell ist an dieser Stelle nichts. Welche vier das sind und weitere Details, erfährt man in unserer Review zum Recaro Exo FX.

Neben dem FX-Modell gibt es auch noch eine Basis-Version und den Exo Platinum. Der eine ist günstiger und spart sich das ein oder andere Extra, der andere teurer, hat dagegen nur ein schickeres Design und Spezialrollen zu bieten. In unseren Augen zu wenig, um einen preislichen Unterschied von jeweils (nur) 100 Euro zu rechtfertigen.

Topmodelle: Der Backforce One Plus im Vergleich zum Recaro Exo FX

Was die Stühle von Backforce und Recaro können, haben wir uns nun genauer angeschaut. Welcher Hersteller hat aber nun im direkten Vergleich die Nase vorne? Dazu haben wir den Backforce One Plus und den Recaro Exo FX herangeholt – beides die Flaggschiffe der Marken.

Im Bereich der Funktionen ist der Backforce One Plus der klare Sieger. Flexibel einstellbare Lordosenstütze sowie individuell anpassbare Sitztiefen- und Sitzneigverstellung bringen dem Newcomer ordentlich Punkte ein. Zwar sieht Recaro hier nicht alt aus, lässt aber ein bisschen was an Flexibilität missen.

Auch beim Komfort gewinnt Backforce unserer Meinung nach. Eine Formholzplatte, Zwei-Schaum-Komponenten unterm Hintern und am Rücken sowie ein atmungsaktiver Bezug sorgen für langanhaltende Bequemlichkeit. Abgesehen vom Holz in der Rückenlehne kann der Recaro Exo FX mithalten, aber eben nur bis dahin. Der Hersteller hat sich in unseren Augen zu sehr auf die Sitzform konzentriert und dadurch „nur“ ein Aluminiumgerüst verbaut.

Der Backforce One Plus bringt zudem spannende Extras wie den Gamer Pulse und die individualisierbaren Patches mit. Der Recaro Exo FX hat zwar nicht umsonst den German Design Award 2020 gewonnen, aber einem Gaming-Look kommt der One Plus näher. Am Ende entscheidet wie immer der Geschmack – und der Geldbeutel.

Die Preise im Vergleich

Während man für den ersten Backforce-Stuhl, den One, 499 Euro bezahlt, sind es beim One Plus schon 629 Euro. Diese Preise sind aber nichts im Vergleich zu denen von Recaro. Die Basis-Version bezahlt man schon mit 799 Euro, während der Exo FX mit 899 Euro und die Platinum-Edition mit 999 Euro folgen.

Gerade haben wir festgestellt, dass der Backforce One Plus den Vergleich gewonnen hat, weil er mehr Funktionen hat, mehr für den Komfort tut und letztendlich 10 Jahre Garantie auf seine Gaming-Seats gibt. Rechnet man es runter, werden aus 629 Euro pro Tag 17 Cent. Ein kleiner Preis für so viel Qualität.

Währenddessen haben die Recaro Exo-Stühle das Nachsehen, auch wenn sie nicht weniger an Qualität mitbringen. Aber 799 Euro allein für den normalen Exo sind dann doch etwas zu viel des Guten.

Fazit

Hier brauchen wir uns nun wohl nur noch kurzfassen, da ohnehin alles gesagt ist. Backforce gewinnt auch dieses Duell der Gaming-Stühle aufgrund mehr Leistung für weniger Geld. Dennoch ist es schön zu sehen, dass der Kampf um den Olymp dieser Stuhlart mit großer deutscher Beteiligung ausgetragen wird. Wir sind gespannt, was sowohl Backforce als auch Recaro die nächsten Jahre neben noblechairs und Co. noch zustande bringen.

Was denkst du über das Thema? Hier geht es zu den Kommentaren!

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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