PC-Hardware

Basic Tutorials Ratgeber: PCs perfekt in Szene gesetzt mit RGB-Beleuchtung

Vom Schreibtisch zur Gaming-Station

Sind Rechner und Peripherie erst einmal illuminiert, stellt sich die Frage nach der passenden Beleuchtung für das Interieur des Raumes. Zwar entfaltet die gesamte Effektkulisse erst bei Dunkelheit ihr wahres Potential, jedoch ist das Arbeiten bei wenig Licht auf Dauer anstrengend und ermüdend. Mit nur wenigen Tricks lässt sich ein Arbeitsplatz so beleuchten, dass die Räumlichkeit in angenehm indirektem Licht erstrahlt oder die Effekte des PCs nach außen hin erweitert und verstärkt werden.

Mit RGB-LED-Streifen oder LED-Lampen von Philips Hue ist das ein Kinderspiel. Diese lassen sich beispielsweise über Razer Chroma ansteuern. Die Steuerung erfolgt teilweise über einen Controller, der im PC-Gehäuse installiert wird und dessen Kabel durch eine Blende nach außen verlegt werden. Oftmals können LED-Streifen in Reihe geschaltet werden, wodurch lange Beleuchtungsketten erstellt werden können. So kann beispielsweise die Rückseite der Tischkante oder des Monitors mit einer indirekten Beleuchtung versorgt werden. Je nach Controller können die LEDs softwaregesteuert und mit der restlichen Beleuchtung synchronisiert werden.

Die Technik im Detail

LEDs beziehungsweise Leuchtdioden emittieren Licht, sobald elektrischer Strom in Durchlassrichtung fließt. Je nach verwendetem Halbleitermaterial ändert sich die Wellenlänge und in Folge dessen die Farbe des ausgesendeten Lichts. Die Helligkeit wird mit Hilfe sogenannter Pulsweitenmodulation (PWM) geregelt. Hier wird die LED mit einer variablen Frequenz aus- und eingeschaltet, sodass für das menschliche Auge der Eindruck entsteht, die LED leuchte konstant. Wird diese Frequenz verringert, sinkt auch die Helligkeit.

Da Leuchtdioden auf eine Farbe beschränkt sind, kommen bei einer RGB-Beleuchtung – wie der Begriff bereits andeutet – sowohl rote, grüne und blaue Varianten zum Einsatz. Aus diesen drei Grundfarben lässt sich dann in Kombination mit unterschiedlicher Helligkeit nahezu jede Farbe mischen.

Weißes Licht entsteht entweder durch die drei Primärfarben oder durch separate, weiße Dioden. Letztere sind ultraviolette oder blau strahlende Exemplare, welche mit einer gelben Phosphorschicht überzogen sind und dadurch entweder kaltweiß, warmweiß oder neutralweiß leuchten können.

Eine Vielzahl dieser Leuchtdioden, angebracht in miniaturisierte Dreiergruppen (für jede Primärfarbe eine LED) auf einen flexiblen, selbstklebenden Streifen, bildet den LED-Strip. Von diesen bieten einige Varianten die Möglichkeit, auch in einer sogenannten Daisy-Chain (in Reihe geschaltete Komponenten) betrieben werden. Dadurch wird die Verkabelung vereinfacht und Anschlüsse eingespart, jedoch erhöht sich die Stromstärke, weshalb nicht unendlich viele Module in Reihe geschaltet werden können. Gängige Boards unterstützen eine Last von maximal 2 Ampere und eine Strip-Länge von 2 Metern.

Verschiedene Hersteller, verschiedene Anschlüsse

Für RGB-Hardware existieren aktuell drei verschiedene Anschlusstypen. Der 12-Volt-RGB-Header mit 4 Anschlusspins wird bei ASUS‘ AURA verwendet, meist in mehrfacher Ausführung. Die Pin-Belegung lässt sich direkt darunter ablesen. Seltener existiert vom 4-Pin-Header eine 5-Volt-Ausführung. Wird dort eine 12-Volt-Komponente angeschlossen, leuchtet diese weniger hell. Im umgekehrten Fall, also wenn 5-Volt-LEDs am 12-Volt-Header betrieben werden, ist eine Beschädigung der Leuchtdioden oder des Controllers wahrscheinlich.

Neuere Mainboards sind mit einem zusätzlichen 3-Pin RGB-Header ausgestattet, welcher mit nur 5 Volt Betriebsspannung arbeitet. Hier sollte unbedingt auf den korrekten Anschluss geachtet werden, da die Stecker auf beiden Headern passen. Der Unterschied liegt in der Anzahl der Einzeldrähte. 3-Pin-Header haben den Vorteil, dass sie LEDs digital adressieren können. Das bedeutet, dass jede Leuchtdiode einzeln angesprochen werden kann und sich dadurch noch spektakulärere Lichteffekte abbilden lassen.

Eine Sonderform bildet der des Unternehmens Gigabyte 5-Pin-GRBW-Header, welcher mit einem zusätzlichen, weißen Kanal versehen ist. Die passenden Komponenten vorausgesetzt, wird damit mehr Farbechtheit und Helligkeit ermöglicht.

Konfigurieren lässt sich die Beleuchtung entweder direkt über den Header der Hauptplatine und der damit verknüpften Software oder durch Steuergeräte. Letztere ermöglichen jedoch nur eingeschränkten Funktionsumfang und eine beschränkte Farbpalette.

RGB-Anschlüsse auf dem Mainboard tragen in der Regel die Bezeichnungen RGB_HEADER (wobei am ersten Pin die Spannung angegeben ist), ADD_HEADER (für ein digital adressierbares LED-Gerät) oder RGBW (für LED-Hardware mit zusätzlichen weißen LEDs).

Die Pin-Belegung der verschiedenen Anschlüsse ist herstellerunabhängig gleich. Im Zweifelsfall sollte jedoch die Aufschrift auf dem Mainboard oder dessen Handbuch Licht in die Angelegenheit bringen.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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Simon

Administrator

5,111 Beiträge 4,121 Likes

Die Leuchtdiode, kurz LED (Englisch für light-emitting diode) erfreut sich nicht ausschließlich in heimischen Glühlampen und Autoscheinwerfern besonderer Beliebtheit, sondern hält zudem im PC- und Gamingsektor Einzug – und löst dort etwa veraltete Leuchtstoff- oder UV-Röhren ab.
Des Weiteren ermöglicht diese Technik vielfältige Optionen, wie zum Beispiel Rechner und weitere Komponenten in stimmungsvolles Licht zu tauchen sowie diese mit diversen Effekten zu versehen. Ermöglicht wird das durch RGB-LEDs, welche sich sowohl in Lichtstärke als auch in Farbgebung durch einen Controller steuern lassen.
Für eine reibungslose Installation dieser Hingucker gilt es jedoch, einiges zu beachten. Es existieren eine Reihe verschiedener Anschlüsse und Standards – sowohl bei Mainboards mit entsprechendem RGB-Header als auch bei eigenständigen Controllern. Da hier beinahe jeder...

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