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Be quiet! Silent Base 801 im Test – Ein Silent-Gehäuse in Perfektion?

Systembau im Silent Base 801

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwende ich einen Intel Xeon 1230v3 auf einem Gigabyte H87M-D3H mit 16 GB RAM. Der Xeon wird durch eine Arctic Freezer 240 All-in-One-Wassekühlung in einer Push-Pull-Konfiguration gekühlt. Für die Bildausgabe ist eine HD 7850 2GB von Asus zuständig. Damit das ganze System überhaupt an geht, wird es durch das nichtmodulare be quiet! Pure Power 10 400W mit Strom versorgt.

Der Einbau aller Teile war sehr schnell erledigt und durch den großzügig gestalteten Innenraum auch mit großen Händen problemlos machbar. Zudem haben die vorinstallierten Abstandshalter den Einbau erleichtert. Was man hier allerdings vermissen könnte ist ein Schraubendreher-Aufsatz, um die Abstandshalter bei Bedarf auch umschrauben zu können. In diesem Fall musste dafür auf eine Zange zurückgegriffen werden. Insgesamt kann sich das fertige System aber in meinen Augen gut sehen lassen.

Die Montage der Wasserkühlung ist entweder in der Front oder im Deckel möglich. In diesem Fall habe ich mich für die Montage im Deckel entschieden, um auch den entfernbaren Montagerahmen genauer unter die Lupe nehmen zu können. Durch die versetzten Montageschienen war es problemlos möglich die Arctic Freezer 240 mit einer Gesamtdicke von ca. 9 cm zu montieren. Das hat aber nur funktioniert da die RAM-Riegel und das Mainboard keine hohen Heatspreader besitzen. In der Front stehen nach der Entfernung der Netzteilabdeckung ca. 55 cm für einen Radiator zur Verfügung.

Die Verkabelung des Systems war ebenfalls schnell abgeschlossen. Durch die Netzteilabdeckung und die gut platzierten und gummierten Kabelöffnungen sieht das System sehr ordentlich aus. Zusätzlich tragen die 35mm Platz hinter dem Mainboardschlitten zu diesem Ergebnis bei. Selbst wenn die Kabel des Netzteils übereinander liegen lässt sich das Seitenteil einfach schließen.

Verkabelung auf der Rückseite

Zur Unterbringung von Datenträgern gibt es im Silent Base 801 zahlreiche Möglichkeiten. Im Festplattenkäfig unter der Netzeilabdeckung können zwei 3,5“- oder zwei 2,5“-HDDs untergebracht werden. Zur Entkopplung verfügen diese Rahmen über dicke Gummischeiben die jeweils in der Akzentfarbe (schwarz, grau oder orange) des Gehäuses gefärbt sind. Drei weitere 2,5“-Geräte finden direkt hinter dem Mainboard Platz. Für Käufer die noch mehr Platz für weitere Datenspeicher benötigen, legt be quiet! drei zusätzliche Montagerahmen für jeweils eine 3,5“- oder eine 2,5“-Festplatte bei. Zur Montage dieser Rahmen, welche auch über Gummientkoppler verfügen, muss eine der sechs Kunststoffabdeckungen entfernt werden. Anschließend erfolgt die Befestigung mit drei Rändelschrauben. Hier ist aber noch wichtig zu erwähnen, dass durch die Verwendung dieser Rahmen die maximale Grafikkartenlänge auf 267mm sinkt und Radiatoren in der Front nicht mehr montiert werden können.

Serienmäßig stattet be quiet! das Silent Base 801 mit drei Pure Wings 2 Lüftern mit einer Rahmenbreite von 140mm. Diese haben eine maximale Drehzahl von 1500 rpm und sind ab Werk an die PWM-fähige Lüftersteuerung angeschlossen. Was leider beim Betrieb auffällt ist, dass die Lüfter auf der mittleren und höchsten von drei Stufen einfach zu laut für ein Silent-Gehäuse sind. Auf der niedrigsten Stufe sind sie zwar deutlich leiser, dafür lassen sich dann aber leichte Lagergeräusche vernehmen. Absolute Silent-Enthusiasten müssen hier also nochmal nachrüsten.

PWM-fähige Lüftersteuerung für sech Lüfter

Als letztes besonderes Feature muss noch das entkoppelt und invertierbare Mainboardtray erwähnt werden. Durch das Lösen von neun Schrauben am Tray kann es komplett herausgenommen und um 180° gedreht werden. Da die Seitenteile ebenfalls auf beiden Seiten angebracht werden können, kann der Käufer das Silent Base 801 so schnell umbauen, falls er das Gehäuse links neben sich stehen haben möchte. Beim Umbau sollte man jedoch etwas Vorsicht walten lassen da hier die Möglichkeit besteht, dass sich der Mainboardschlitten etwas verkantet und dadurch der Lack beschädigt werden könnte. Da be quiet! die Netzteilabdeckung ebenfalls modular angebracht hat, ist es zudem möglich das gut durchdachte Kabelmanagement auch beim Umbau des Mainboards beizubehalten. Lediglich die Kabelführung der Front I/O-kabel muss dann noch angepasst werden.

Kühlleistung

Natürlich wurde auch die Wärmeentwicklung im Silent Base 801 überprüft. Dazu wurden CPU und GPU per Prime95 bzw. FurMark auf 100% Auslastung gebracht und nach 15 Minuten wurde die Temperatur mit dem Tool CPUID Hardwaremonitor gemessen. Die Lüfterprofile wurden über das BIOS auf „Silent“ gestellt und die Gehäuselüfter wurden über die integrierte Lüftersteuerung auf die niedrigste Stufe gestellt. Nach den 15 Minuten Messzeit war die Temperatur für die CPU bei 67 °C und für die GPU bei 70 °C. Diese Werte gehen für ein gedämmtes Gehäuse in Ordnung.

Da ich aber noch kontrollieren wollte, ob die sechs Öffnungen im Deckel zu restriktiv sind um die Abwärme eines großen Radiators abführen zu können, habe ich den Radiator einmal in der Front installiert und einen Pure Wings 2 Lüfter in den Deckel gesetzt. Mit Temperaturen von 60 °C für die CPU und 72 °C für die GPU ist das Ergebnis zumindest auf Seiten der CPU ein ganzes Stück besser. Hinzu kommt hier noch, dass das System subjektiv leiser ist.  Um die Messungen zu vervollständigen habe ich die AiO noch gegen den LC-Power Cosmo Cool LC-CC-120 getauscht. Hierbei handelt es sich um einen normalen Tower-Kühler mit 120 mm Lüfter. In dieser Konfiguration erreichte die CPU 70 °C und die GPU 72 °C. Die Temperaturen sind zwar hier wieder etwas höher, dafür ist das System gefühlt aber nochmal leiser als mit der AiO in der Front.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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