PC-Komponenten

be quiet! Silent Base 802 – Silent- oder Airflow-Betrieb, du hast die Wahl!

Einbau und Praxis

Für unseren Test haben wir folgende Komponenten im Silent Base 802verbaut:

Aufgrund des hervorragenden Platzangebotes ging der Einbau kinderleicht von der Hand. Es gibt viele Öffnungen und Schlitze, durch die Kabel durchgeführt werden können. So hat unser Testsystem schnell seinen Platz im Silent Base 802 gefunden. Sehr gut hat uns gefallen, dass bereits viele Abstandshalter am Mainboard Tray vorinstalliert waren. Durch die gut lesbaren Beschriftungen lässt sich schnell herausfinden, welcher Abstandshalter wo verschraubt werden muss. Dazu ist kein Blick in die Bedienungsanleitung nötig, auch wenn diese gute Erklärungen liefert. Leider ist im Lieferumfang kein Schraubendreher-Aufsatz vorhanden, mit dem man die Abstandshalter entfernen und wieder festschrauben kann. Um die Schrauben zu lösen, haben wir eine Zange verwendet, das funktionierte ohne Probleme.

Auch die Installation der Wasserkühlung war sehr entspannt. Der Radiatoren-Schlitten ist im Deckel mit zwei Schrauben fixiert und lässt sich nach dem Lösen einfach herausziehen. Beim Einbau hilft es, die Halterung gänzlich herauszunehmen und den Radiator samt Lüfter darauf zu verschrauben. Anschließend setzt man nur noch den Kühlaufsatz auf den Prozessor und verschraub diesen mit dem Mainboard.

Das Gehäuse bietet zudem die Möglichkeit, das Mainboard invertiert zu verbauen. Dadurch bietet sich der Vorteil, das Glasfenster auf der rechten Seite einzusetzen. Soll bei dir Silent Base 802 auf der linken Seite deines Schreibtisches stehen, hast du mit dem verdrehten Einbau trotzdem immer einen Blick auf deine Komponenten. Der Mainboard-Schlitten ist mit neun kleinen Schrauben am Gehäuse fixiert, diese gilt es zu lösen. Anschließend kann der Mainboard-Schlitten umgedreht und wieder verschraubt werden. Die Komponenten stehen dann auf dem Kopf. Es empfiehlt sich also, den größten Teil der Komponenten vorab zu installieren.

Leistungstest

Interessiert hat uns natürlich, welche Temperaturunterschiede sich durch den Austausch des Front- und Top-Panels ergeben. Dafür haben wir den Ryzen 5 3600 mit dem Stresstest Prime95 ordentlich zum Schwitzen gebracht. Gekühlt wurde er dabei von der be quiet! Pure Loop 360 AiO-Wasserkühlung. Um herauszufinden, wie sich die Neuerung auf die Temperatur der Grafikkarte auswirkt, haben wir unsere GTX 1660 Super für 15 Minuten durch den 3D-Benchmark Furmark gequält. Die Ergebnisse haben uns überrascht.

Silent-Front + Silent Top-Cover Temperatur CPU (°C) Temperatur GPU (°C)
50% PWM ∅ 65.2 / max. 77.0 ∅ 66.6 / max. 68.0
100% PWM ∅ 59.8 / max. 69.8 ∅ 64.8 / max. 66.0
Airflow-Front + Airflow Top-Cover Temperatur CPU (°C) Temperatur GPU (°C)
50% PWM ∅ 62.2 / max. 71.9 ∅ 65.2 / max. 67.0
100% PWM ∅ 58.6 / max. 67.0 ∅ 63.5 / max. 65.0

Wie man sehen kann, liegen die Temperaturen nicht sehr weit auseinander. Wie lässt sich das erklären? Zum einen hat die Pure Loop 360 den Prozessor sehr solide gekühlt. Alle Temperaturen sind in einem Bereich, in dem man den PC sehr gut betreiben kann. Selbst im Silent-Betrieb bleiben die Temperaturen stabil. Hier erreichten wir einen Peak von max. 77° C (50% PWM).  Wir können uns vorstellen, setzt man leistungsstärkere Komponenten ein, steigen zum einen die jeweiligen Temperaturen und die Abstände zwischen Silent und Airflow werden größer. Betrachtet man die Temperaturen der Grafikkarte, lassen sich auch hier keine großen Unterschiede erkennen. Die Karte bleibt mit max. 66° C im Verhältnis sehr kühl. Anzumerken ist, dass es sich hier um Stresssituationen für die jeweiligen Komponenten handelt. Beim Gaming bzw. im täglichen Gebrauch fallen die Temperaturen weitaus geringer aus.

Was lässt sich über den Geräuschpegel sagen? Dafür haben wir die einzelnen Stufen der in der Front angebrachten Lüfterregelung einmal durch geschaltet. Die einzelnen Stufen kann man wie folgt aufteilen:

  • Auto: Im Bios eingestellter PWM-Betrieb.
  • 1: Diese Stufe entspricht in etwa 50% der möglichen Leistung (von 0 ausgehend).
  • 2: Diese Stufe entspricht in etwa 75% der möglichen Leistung.
  • 3: Diese Stufe entspricht in etwa 100% der möglichen Leistung.

Ausgehend vom Airflow-Betrieb: Bei unserer PWM-Einstellung haben wir uns für das Preset „lautlos“ entschieden. Die Lüfter sind angenehm leise, unter Last dennoch leicht hörbar. Betrachtet man die Temperaturen bei einer Drehzahl von 50%, entspricht das auch unserer Wahl bei der Lüfterregelung für den alltäglichen Gebrauch. Die Lüfter sind leicht hörbar, aber nicht störend. Im Silent-Betrieb sind diese nicht bzw. kaum zu hören. In den Stufe 2 und 3 sind die Lüfter in beiden Varianten klar zu hören. In der Stufe 3 haben wir diese sogar als störend empfunden. Anzumerken bleibt, die Geräusche entstehen allein durch die Lüfter. Für anspruchsvolle Nutzer, ist der Austausch der Pure Wings 2 Lüfter, gegen be quiet! Silent Wings 3* zu empfehlen.

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Alexander Wulke

Als Technikbegeisteter verfasse ich Testberichte für allerlei technische Geräte. Speziell die Themen PC-Hardware und Gaming haben es mir aber am meisten angetan. In meinen Tests gebe ich gerne Tipps und verschaffe euch einen unabhängigen und ehrlichen Eindruck zu dem jeweiligen Produkt.

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Alex

Mitglied

104 Beiträge 13 Likes

Mit dem Silent Base 802 schickt be quiet! den Nachfolger des Silent Base 801 an den Start. Im Gegensatz zum 801 sind bei der neuen Version keine Farb-Highlights mehr vorhanden. Das Gehäuse ist in den Farben Schwarz und Weiß, mit und ohne Temper-Glas-Seitenteil erhältlich. Die Silent-Base-Serie steht für eine herausragende Benutzerfreundlichkeit und bietet maximale Geräuschreduzierung. Wie auch beim Vorgänger, bietet das Gehäuse Möglichkeiten für den Silent-Betrieb und die Invertierung des Innenraums. Durch Neuerungen, wie wechselbare Front- und Top-Cover, gibt es jetzt zusätzlich noch die Möglichkeit, den Airflow mit diesen zu maximieren. Dadurch fühlen sich jetzt auch Custom-Wasserkühlungen im Case pudelwohl. Die neuen Features sollen alle Kritikpunkte am Vorgänger in Vergessenheit geraten lassen. Welche weiteren Features dazu gekommen sind und ob be quiet! diese auch umsetzen konnte, haben wir in unserem...

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