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Bear with Me zeigt eine neue Seite von Kuscheltieren

Heute darf ich euch frisch von der Gamescom das neue Spiel „Bear with me“ vom Exodium Games vorstellen. Die erste Episode des Point&Click-Film-Noire-Adventure ist am 8. August für den PC erschienen.

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Geschichte

Das Spiel ist recht dunkel gehalten und erzeugt eine Atmosphäre, die einen in die 1920 Jahre versetzt. Ganz im Still alter Kriminalfilme des Film-Noir gibt es nicht viel Action. Die Spannung wird über der liebevoll und witzig gestaltete Spielumgebung, sowie die Geschichte aufgebaut und gehalten. Die Hauptfigur des Spiels ist das zehnjährige Mädchen Amber, das sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Bruder macht. Sie wird hierbei von ihrem imaginären Freund Ted E. Bear (ihr Teddybär) unterstützt. Ted ist ein zynischer Alkoholiker mit schwarzem Humor. Er löst alle Verbrechen, die in Ambers Umgebung passieren und unterstützt sie wie und wo er nur kann. Beide zusammen versuchen mit Nachforschungen in Ambers Haus ihren Bruder zu finden.

In der ersten Episode bewegen sich die zwei Hauptcharaktere im Haus vom Amber. Das Ziel ist es Dokumente zu bekommen, um für weitere Nachforschungen in die Stadt zu gelangen. Unterstützt werden Ted E. Bear und Amber durch eine große Brandbreite von anderen Kuscheltierfreunden.

In insgesamt acht Räumen müssen Puzzle gelöst werden, um im Spiel weiter voranzukommen. Es gibt verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten und eine Auswahl von Fragen, die den anderen Kuscheltieren gestellt werden können. Je nach Entscheidung kann es sein, dass Charaktere sterben und sich das Ende der kompletten Geschichte verändert. Um die Rätsel zu lösen, müssen gefundene Gegenstände kombiniert werden und erst wenn die benötigten Gegenstände gesammelt wurden, kann der nächste Raum betreten werden. Amber weiß nicht, wohin ihr bruder verschwunden ist und besucht Ted, damit er ihr hilft. Dafür betritt sie das Closet welches Ted E. Bears Büro ist. Dort erfährt sie von Ted, dass er sie erst begleitet, wenn sie ihm eine neue Lupe besorgt. Ohne Lupe fühlt Ted einfachen nicht wie ein echter Detektiv. Der Oberbösewicht im Spiel und der Kontrahent von Amelia und Ted ist Red.

BWM_Flint's Room

Darstellung

Der lakonische, leicht abgehalfterte Teddybär erinnert schnell an den Privatdetektiv Philip Marlowe aus den Romanen von Raymond Chandler. Die wenigen Farbakzente unterstreichen die Atmosphäre des Spiels und lassen Parallelen zu Frank Millers Comic „Sin City“ erkennen. Auch die eingeschobenen Sprachpanels unterstützen diesen Eindruck weiter und passen in das Gesamtbild. Neben der sehr stimmigen farblichen Gestaltung, trumpft das Spiel auch noch mit einem sehr passenden Spielsound.

Die gruseligen Geräusche von Regentropfen auf der Fensterscheibe oder das Knarzen der Dielen ergeben einen wunderbaren Gesamteindruck. Die Charaktere und auch das restliche Spiel sind in 2D gehalten. Durch die geschickte Ausleuchtung des Raumes, wird ein räumliche Tiefe geschaffen. Deshalb liegt der Fokus des Spiels ganz klar nicht auf einer hochkarätigen Grafik und einem hohen Detailgrad, sondern auf spielerischen Details, der Atmosphäre, der Geschichte und den Dialogen. Diese sind nicht nur witzig, sondern auch kreativ und warten mit vielen Wortwitzen auf.

Spielmechanik

Das Gameplay ist recht simpel, durch das Point-and-Clickverfahren arbeitet man sich langsam durch die verschiedenen Szenen. Auch der Wechsel zwischen den Szenen und Dialogen findet durch simples Anklicken statt. Grafisch und von der Spielmechanik her ist es ein absoluter Blickfang. Alle Charaktere sind liebevoll gezeichnet und besitzen eine ausdrucksstarke Mimik.

Fazit

Neben kleinen Verweisen auf Film- und Serienklassiker sowie andere Spiele von Exodium Games, gibt es viel zu entdecken. Das Spiel bleibt grafisch hinter den heutigen Möglichkeiten zurück, was nicht schlimm ist, weil die Geschichte so erzählt wird, dass kein moderner Schnickschnack nötig ist. Das Gesamtpacket des Stils und der Geschichte überzeugen mich auf ganzer Linie. Mit 2-3 Spielstunden ist die erste Episode ein toller Zeitvertreib und macht Lust auf mehr. Auch die vielen ungelösten Fragen steigern die Vorfreude auf den zweiten Teil. Daher ist mein Fazit, dass Bear With Me ein wunderbares Spiel ist, welches viel Freude macht.

Das Spiel ist in fünf Sprachen verfügbar, so auch in Deutsch. Trotz der Darstellung von Alkohol und den teilweise schwierigen Rätseln ist das Spiel ohne Altersbegrenzung. Die Zielgruppe sind daher die 13-30-Jährigen. Bear With Me wird unter anderem über Steam erwerbar sein. Der Preis für das Spiel liegt bei 5$, wobei es auch einen 10 % Rabatt gibt. Im Dezember soll die zweite Episode von Bear With Me herauskommen.

Für alle die sich immer noch nicht überzeugt sind. Hier ein Trailer zum Spiel, damit ihr euch selber ein Bild machen könnt.

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