Peripherie Testberichte

BenQ GV1: Der mobile Mini-Beamer im Test

Anschlüsse und weitere Verbindungsmöglichkeiten

Bei Betrachtung der Anschlussmöglichkeiten fallen große Unterschiede zu herkömmlichen Beamern auf. So verfügt der GV1 von BenQ beispielsweise nicht über einen beinahe schon obligatorischen HDMI-Anschluss. Dieser Umstand könnte als Nachteil ausgelegt werden, der den mobilen Beamer hinter seine stationären Konkurrenten zurücktreten lässt. Positiv gedeutet ist das Fehlen des HDMI-Anschlusses jedoch ein Indiz für die grundlegend andere Beschaffenheit des mobilen Beamers. Der GV1 von BenQ will dem stationären Beamer keine Konkurrenz machen und ist, sofern er permanent in einem ganz bestimmten Setting zum Einsatz kommen soll, mit Sicherheit eine schlechte Wahl. Er ist ausgelegt für den mobilen Einsatz, bei dem sich Einsatzorte und -umgebungen ständig ändern. Ein HDMI-Anschluss ist für solche Zwecke nicht förderlich und deshalb auch nicht vorhanden.

Im mobilen, flexiblen Einsatz sind flexible Verbindungsmöglichkeiten zielführender. Aus diesem Grund setzt BenQ bei seinem mobilen Beamer ausdrücklich auf ebendiese flexiblen Verbindungsmöglichkeiten. So ist das Gerät ausdrücklich auf drahtlose Verbindungen ausgelegt. Via Bluetooth und WLAN lassen sich Verbindungen zu Android- und iOS-Geräten herstellen.

Auf diesen Geräten lässt der Beamer sich ideal per Google Cast bzw. AirPlay synchronisieren. Wird Chrome als Browser auf einem Windows-PC oder -Laptop genutzt, kann die Synchronisierung auch hierüber stattfinden. Google Chrome kann sowohl einzelne Tabs als auch den gesamten Bildschirm übertragen. Wer lieber auf eine Kabelverbindung setzt, kann den USB-C-Anschluss des Beamers nutzen. Moderne Smartphones und Laptops können somit einfach per Kabel verbunden werden.

Im Test haben wir die verschiedenen Verbindungsoptionen ausprobiert und konnten uns von der Funktionsfähigkeit des Beamers überzeugen. Die drahtlosen Verbindungen sind sehr komfortabel. Hier wird wieder einmal deutlich, dass die Zielgruppe des mobilen Beamers sich deutlich von der des klassischen stationären Geräts unterscheidet.

Falls man kein zusätzliches Gerät anschließen möchte, kann man aus dem vorinstallierten App-Store auch einige Apps installieren, wie etwa Firefox, YouTube, Netflix oder VLC. So kann der BenQ GV1 auch unabhängig genutzt werden.

Bildqualität, Ton und Ausrichtung

Bei der Bildqualität muss wieder die spezielle Zielgruppe des mobilen Beamers beachtet werden. Wer sich ein Heimkinosystem aufbauen möchte, ist mit dem GV1 von BenQ schlecht beraten. Wer hingegen hin und wieder Netflix-Streams an die Wand werfen, auch im Urlaub Videos und Filme auf großer Leinwand schauen oder Präsentationen bei Kunden abspielen möchte, kann mit dem GV1 eventuell zufriedengestellt werden. Die Bildqualität kann keineswegs mit der eines stationären Beamers mithalten. Nicht einmal HD ist mit dem GV1 von BenQ möglich. Bei 420p ist Schluss. Für einen mobilen Beamer, der sicher nicht in professionellen Filmkontexten zum Einsatz kommen wird, ist diese Auflösung jedoch absolut ausreichend. Für einen Filmabend mit Freunden, für das Streamen eines Fußballspiels oder für ähnliche Einsatzzwecke ist der Beamer geeignet, auch wenn die Kontraste durchaus höher sein könnten.Texte lesen kann man mit der Auflösung vergessen, außer man wirft das Bild auf eine große Leinwand und ist entsprechend weit entfernt. Die hohe Flexibilität des Geräts, die vermutlich für viele Interessenten der entscheidende Kaufanreiz sein wird, wird dabei mit einer eher begrenzten Bildqualität erkauft. Wer hohe Bildqualität erwartet, wird mit dem BenQ GV1 also voraussichtlich nicht zufrieden sein. Wer einen Stromanschluss in der Nähe hat, sollte sich somit einen anderen Beamer suchen, der eine stärkere Leuchtkraft und einen höheren Kontrast hat – und idealerweise auch eine höhere Auflösung.

Die Auto-Keystone-Funktion stellt dabei ein besonderes Plus dar: Herkömmliche Beamer erweisen sich meist als stur und schwer zu bedienen, wenn es darum geht, ein möglichst gerades Bild zu erhalten. Beim mobilen Beamer ist das kein Problem. Die Auto-Keystone-Funktion sorgt ganz ohne manuellen Einsatz für ein gerades, rechteckiges Bild. In unserem Praxistest funktionierte diese Funktion wunderbar und sorgte dafür, dass der Beamer sofort einsatzbereit war.

Für den Ton gilt, was bereits zum Bild gesagt wurde: Er ist keineswegs überragend, was bei einem mobilen Beamer aber auch nicht erwartet werden kann. Der Ton hat uns jedoch mehr überzeugt als das Bild.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.
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