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Bethesda Softworks verlässt GeForce Now

Überraschenderweise hat Nvidia in seinem Streaming-Dienst GeForce Now nahezu alle Spiele von Bethesda Softworks entfernt. Mittlerweile ist lediglich noch Wolfenstein: Youngblood spielbar. Nach Activision ist nun also auch Bethesda aus dem Dienst ausgestiegen.

Stadia-Konkurrent verliert Publisher

Als der Konkurrent Google Stadia seine Beta-Phase startete, waren die Tester durchaus positiv überrascht. Anders als beim Pendant von Google konnte der Service des Grafikkarten-Herstellers Nvidia durchaus überzeugen. Doch inzwischen müssen sich die Spieler sorgen machen, ob sie mit GeForce Now auch tatsächlich die Spiele spielen können, die sie gerne möchten. Nachdem Activision Blizzard bereits den Service verlassen hat, hat nun mit Bethesda Softworks der zweite große Publisher seinen Rückzug angekündigt. Allerdings möchte der große Spielehersteller nach eigenen Angaben nicht alle, sondern „die meisten“ Spiele vom Streaming-Dienst entfernen. Insbesondere sollen die Spieler nach wie vor Wolfenstein: Youngblood spielen können. Das Add-on des Action-Hits kann für Founder sogar mit RTX On gespielt werden.

Nvidias Streaming-Dienst ermöglicht den Genuss aktueller Spieletitel auch mit schwacher Hardware.

Activision hat den Anfang gemacht

Mit Ende der Beta-Phase ließ Activision die Bombe platzen. Sobald GeForce Now mit Verlassen der Beta-Phase zu einem kostenpflichtigen Dienst wurde, verließ der große Publisher den Dienst. Umgehend musste Nvidia die Activision Spiele von seinem Dienst entfernen. Wie nun bekannt geworden ist, hatte Nvidia von Anfang an keine Lizenz für die Einbettung der Spiele von Activision-Blizzard. Diese soll nun neu ausgehandelt werden. Möglicherweise kann Activision-Blizzard also seinen Weg zu GeForce Now zurück finden. Anders als Activision zog Bethesda nicht alle seine Spiele von GeForce Now zurück. Bislang weiß man noch nicht, warum ausgerechnet Wolfenstein: Youngblood dem Dienst erhalten bleibt.

Streaming von Cyberpunk 2077 in Aussicht gestellt

Doch Nvidia fand auch besänftigende Worte für die Nutzer von GeForce Now. So gab das Unternehmen bekannt, dass mit Cyberpunk 2077 dieses Jahr einer der langersehntesten Spiele-Titel auf GeForce Now erscheinen wird. Doch damit nicht genug. Darüber hinaus kündigte Nvidia an, dass die Raytracing Effekte des Spiels unterstützt werden sollen. Dies soll selbst auf durchschnittlicher Hardware möglich sein. Doch ob dies ausreichen wird, um eingefleischte Bethesda Fans zu besänftigen bleibt fraglich. Schließlich fallen mit dem Publisher auch beliebte Spielreihen wie The Elder Scrolls und Fallout weg.

Rockstar Games und EA sind noch nicht dabei

Das Prinzip von GeForce Now ist durchaus besser durchdacht als das des Konkurrenten aus dem Hause Google. Schließlich müssen Nutzer von GeForce Now, anders als bei Google Stadia, ein Spiel nicht gänzlich neu kaufen. Es genügt, wenn sie es bereits in ihrer Steam-Bibliothek haben. Dennoch wagt Nvidia mit seinem Streaming-Dienst einen wahren Drahtseilakt. Schließlich könnte die Nachfrage in Zukunft weiter sinken, wenn noch mehr große Publisher abspringen sollten. Auch die Tatsache, dass Big Player wie EA und Rockstar Games gar nicht erst dabei sind, macht die Sache nicht besser. Es bleibt abzuwarten, ob GeForce Now die abgesprungenen Partner zurückgewinnen und vielleicht gänzlich neue Partner finden kann.

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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