Gehäuse Testberichte

BitFenix Aurora: Schwarzer Midi-Tower mit beidseitigem Temperglas im Test

BitFenix hat sich mit PC-Gehäusen der unteren und mittleren Preisklasse in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Wer seinen PC selbst zusammenstellen will, kommt um ein Gehäuse, wie es von BitFenix angeboten wird, nicht herum. Gehäuse mit Glasfenstern kommen immer mehr in Mode, da sie einen Blick auf die RGB-beleuchtete Hardware erlauben, was PC-Enthusiasten regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Auch BitFenix versuchte sich folgerichtig am Einbau eines Echtglasfensters in einen Midi-Tower. Mit dem BitFenix Aurora in schwarz soll nun ein solches Gerät getestet werden. Mehr dazu findet sich im Folgenden.

Verarbeitung

Nach dem Auspacken des Gehäuses präsentiert dieses sich zunächst als gut verarbeitet. Die Soft-Touch-Oberfläche ist weniger weich als der Name vermuten lässt. Dieser Umstand ist jedoch darauf zurückzuführen, dass sie im Alltag einiges aushalten muss. Sie soll schließlich nicht bereits bei einer Reinigung mit einem herkömmlichen Tuch verkratzen oder anderweitig Schaden nehmen. Die Glasteile, die den BitFenix Aurora auszeichnen spiegeln recht stark. Was jedoch sofort auffällt: Sie sind sehr gut verarbeitet. Eine Verletzungsgefahr, die bei unsauber verarbeitetem Glas durchaus bestehen könnte, ist keineswegs zu befürchten. Alle Kanten sind präzise geschliffen. Durch die Lieferung in einem sehr gut vor Stößen gesicherten Karton sind auch Beschädigungen durch den Transport kaum möglich.

Dennoch sind die Glasteile sehr anfällig für Fingerabdrücke. Da dies jedoch eine normale Eigenschaft von Glas ist, kann sie dem BitFenix Aurora nicht negativ angelastet oder auf die Verarbeitung zurückgeführt werden.

Insgesamt ist das Gehäuse gut verarbeitet. Sowohl bei den in Front und Deckel zu findenden Kunststoffelementen als auch beim ansonsten dominierenden Stahl fällt eine gewisse Dünne auf. Im Vergleich mit anderen Gehäusen wirkt der BitFenix Aurora zwar nicht instabil, jedoch bedenklich dünn. Vor allem bei den Kunststoffelementen ist die nicht vorhandene Dicke als Kritikpunkt zu sehen.

Ausstattung

In der Front finden sich neben zwei USB-2.0- und ebenso vielen USB-3.0-Anschlüssen auch ein HD-Audio-Input sowie ein HD-Audio-Output, eine Resettaste und ein Ein-/Ausschaltknopf. Soweit wird also die Standardausstattung eines Midi Towers abgedeckt. Zusätzlich gibt es noch einen Button zur Steuerung der Beleuchtung. Rückseitig sind zudem Blenden für bis zu sieben PCI-Erweiterungskarten, zwei Durchlässe für externe Wasserkühlungen und im unteren Bereich der Einschub für das Netzteil zu finden. Die Möglichkeit der Installation einer externen Wasserkühlung ist selbstverständlich positiv zu sehen.

Die gehärteten Glasfenster werden sowohl links- als auch rechtsseitig angebracht. Während sie auf der linken Seite trotz einer gewissen Tönung Blicke ins Innere erlauben, sind sie rechtsseitig blickdicht. Einblicke in die Verkabelung der Hardware bleiben dadurch erspart.

Einen sicheren Stand gewährleisten vier recht große runde Standfüße. Ein Blick ins Innere des Towers offenbart die Anwesenheit gummierter Kabelführungen, die einen großen Pluspunkt darstellt. Eine Netzteilabdeckung fehlt jedoch, was negativ anzulasten ist. Auch ein 5,25-Zoll-Einschub ist nicht vorhanden. Dieser wird in modernen Gaming-PCs jedoch sowieso immer weniger gefordert. USB sowie schnelles Internet machen es möglich.

Sowohl oben als auch unten in der Front finden sich 3,5-Zoll-Käfige, die bei Bedarf leicht abmontiert werden können. Eine 2,5-Zoll-SSD-Halterung mit RGB-Beleuchtung ist ebenfalls vorhanden. Diese kann sowohl ans Mainboard angeschlossen als auch mit dem im Gehäuse verbauten Controller sowie den Beleuchtungsbutton im I/O-Panel gesteuert werden.

Als absoluter Kritikpunkt sind die Staubfilter und Lufteinlässe zu nennen. Staubfilter sind zwar vorhanden, jedoch recht grobmaschig. Die gleiche Kritik gilt für die Lufteinlässe. So lassen die Öffnungen zwar eine gute Luftzirkulation zu, sorgen jedoch nicht für einen effizienten Staubschutz. Durch engmaschigere Filter ließe sich das sehr einfach ändern.

Über dem Netzteil ist ein einziger 120-mm-Lüfter angebracht, der nicht durch ein größeres Modell getauscht werden kann. Immerhin können in Front und Deckel je zwei 140-mm-Lüfter verbaut werden. Mainboards können bis zum Formfaktor E-ATX eingebaut werden.

Design

Das Design ist im Gegensatz zum Innenleben positiv herauszustellen. Es ist schlicht, wird in der Front jedoch durch eine Abrundung des aus Kunststoff gefertigten Hauptelements gebrochen. So wirkt der Midi Tower insgesamt recht ansprechend. Ganz besonders positiv sind selbstverständlich die Fenster aus gehärtetem Glas. Sie werten das Design des BitFenix Aurora enorm auf. Das beidseitige Vorhandensein ist trotz – oder gerade durch – der/die Tönung der rechten Seite ebenfalls ein deutlicher Pluspunkt.

Hinsichtlich des Designs zählt der BitFenix Aurora in Schwarz also zu den absolut überzeugenden Gehäusen. Der Blick ins Innere des Gehäuses ist dank der ganzseitigen Verglasung einmalig.

Kühlung und Clearance

Im Vergleich mit ähnlichen Geräten fällt auf, dass nur ein einziger 120-mm-Lüfter über dem Netzteil vorinstalliert ist. Darüber hinaus kann dieser nicht durch ein größeres Modell ersetzt werden. Der Einbau von 140-mm-Lüftern ist wie bereits erwähnt jedoch in der Front und im Deckel möglich.

Im Test ergibt sich ein recht ambivalentes Bild. Die Kühlung ist zwar gut, die Belüftung jedoch eher weniger. Dadurch ergeben sich Temperaturen, die höher sind als sie eigentlich sein müssten. Durch zusätzliche Lüfter lässt sich dies jedoch einfach ändern.

Positiv herauszuheben ist die Möglichkeit des Einbaus einer Wasserkühlung. Dadurch kann man ein deutlich aufgeräumteres System bauen, was auch dem Blick durch das Glas-Seitenpanel zu Gute kommt.

Die Clearance des BitFenix Aurora ist auf einem guten Niveau. Lediglich beim Einbau des Radiators an der Oberseite hatte wurde es ein wenig eng. Außerdem hätte ich mir zwischen Netzteil und Mainboard noch einen kleinen Schlitz für den Frontaudio-Anschluss gewünscht. Fast alle Mainboard-Hersteller verbauen diesen Anschluss dort.

Fazit

Elegantes Design, gehobene Ausstattung mit einigen Makeln, mittlerer Preis – insgesamt bietet der BitFenix Aurora ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis. In Anbetracht des Preises von € 99,90 kann jedoch über einige Schwächen hinweggesehen werden. Die nicht ganz idealen Staubfilter könnte man mit Staubfiltern von DEMCiflex verbessern. Auch weitere Lüfter, beispielsweise Noiseblocker eLoops, wären sinnvoll.

BitFenix Aurora TG

Verarbeitung
Design
Ausstattung
Kühlung
Clearance

Elegant!

Elegantes Design, gehobene Ausstattung mit einigen Makeln, mittlerer Preis – insgesamt bietet der BitFenix Aurora ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin und arbeite bei Caseking.

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2 Kommentare

  1. …ich bin immer wieder sehr angetan und endlos beeindruckt von der mehr als nur hohen Qualität dieser Webseite! Alles ist von sehr hoher und beeindruckender Qualität! All die Produktberichte sind überragend und angenehm detailliert beschrieben! Danke!

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