Peripherie Testberichte

Blue Microphones Yeticaster: USB-Mikrofon inklusive Mikrofonarm im Test

Aufbau und Möglichkeiten

Der Schwenkarm überzeugt im Test nicht nur mit integriertem Kabelmanagement, sondern auch mit integrierten Federn und der Möglichkeit einfacher Tischmontage. Er kann nach Belieben eingestellt werden und bietet in der Praxis somit viele Möglichkeiten. An ihm wird das USB-Mikrofon „Yeti“ aus dem Hause Blue befestigt. Dieses in schwarz gehaltene, ebenfalls recht robuste Aufnahmegerät wird dabei von einer elastischen Halterung abgeschirmt.

Betrieben wird das Mikrofon wie bereits erwähnt wurde per USB-Kabel. Die in den Schwenkarm integrierte Kabelführung ermöglicht dabei das beinahe unsichtbare Anbringen des Kabels. Die Optik des Setups, die im Streamingbereich teilweise von Bedeutung sein dürfte, wird durch das Kabel also nicht gestört werden.

Die maximale horizontale Reichweite beträgt 81,3 Zentimeter, gedreht werden kann das Mikrofon um 360 Grad. Hier ist der Nutzer also keineswegs eingeschränkt. Er verfügt vielmehr über vollkommen unbegrenzte Möglichkeiten, das Setup so einzustellen, dass es seinen individuellen Bedürfnissen entspricht.

Die Montage des Mikrofons am Arm gelingt im Test schnell und ohne größere Probleme. Der intuitiv verständliche Schraubverschluss ist klug gewählt. Gleiches gilt für das Finden der passenden Armeinstellung. Hierbei ist zu beachten, dass die Federn im Arm bereits voreingestellt sind und nicht angepasst werden sollten, außer es ist wirklich notwendig.

Der Arm trägt maximal ein Kilogramm – inklusive Mikrofon und abschirmender Halterung. Dieses Gewicht stellte sich in unserem Praxistest als absolut ausreichend heraus, sodass wir hinsichtlich der sich bietenden Möglichkeiten keine Kritikpunkte finden können.

Praxistest: Aufnahme- bzw. Streamingqualität

Damit dringen wir zum Kern dieses Testberichts vor: Zur Aufnahmequalität, die das Mikrofon bietet. Hier sei erwähnt, dass im „Yeticaster“ das Yeti-USB-Mikrofon zum Einsatz kommt, das sich im Lieferumfang befindet. Dieses Gerät wird per USB-Kabel betrieben und arbeitet im Frequenzbereich zwischen 20 und 20.000 Hz. Es weist darüber hinaus eine Abtastrate von 48 KHz und eine Bitrate von 16 bit auf. Weiterhin verfügt es über eine Kondensator- und eine Druckgradientkapsel.

All diese Angaben lassen sich bequem auf der Seite des Herstellers und jedes seriösen Händlers, der das Mikrofon oder das gesamte Paket verkauft, finden. Was im Rahmen dieses Tests wirklich interessant ist, ist die Praxis – kann das Mikrofon hier auch ambitionierte Streamer und Broadcaster überzeugen?

Blue Yeti am Mikrofonarm
Blue Yeti am Mikrofonarm

Zunächst sei diesbezüglich erwähnt, dass die vielfältigen Möglichkeiten der Einstellung der Richtcharakteristik sich im praktischen Einsatz absolut bezahlt machen. Das Mikrofon kann sowohl mit Nierencharakteristik als auch in der Acht-, Kugel- und Stereo-Charakteristik verwendet werden. Somit ist es für verschiedenste Einsatzzwecke geeignet, was dem Nutzer mit Sicherheit gefallen dürfte. Nicht nur klassische Streamingaufnahmen, auch Interviews mit zwei oder mehr Personen können problemlos und ohne Qualitätseinbußen aufgenommen werden.

Hersteller Blue gibt zudem an, dass das Mikrofon sich zur Aufnahme von Musik eigne. Akustik- und E-Gitarrentöne sollen ebenso angemessen aufgenommen werden wie Drums, Klavier- und Basstöne. Gesang soll selbstverständlich auch zur vollsten Zufriedenheit aufgenommen werden können. Wie der geneigte Leser dieser Seite vermuten wird, konnten wir nicht jedes von Blue angegebene Instrument tatsächlich testen. Soweit es im Rahmen eines Praxistest möglich war, haben wir die Angaben des Herstellers jedoch überprüft und festgestellt, dass das Mikrofon tatsächlich sehr umfassend einsetzbar ist – im Tonstudio ist es vermutlich fehl am Platze, wer jedoch ab und an semiprofessionelle Gesangsaufnahmen machen möchte, ohne allzu viel Geld zu investieren, ist mit ihm gut bedient.

Positiv fällt zudem auf, dass keinerlei Störgeräusche aufgenommen werden. Hierfür sorgt unter anderem die abschirmende Halterung des Mikrofons.

Insgesamt lässt sich das Klangbild als ausgewogen und erstaunlich rauscharm bezeichnen. USB-Mikrofone haben in aller Regel mit einem störenden Grundrauschen zu kämpfen. Dieses ist beim getesteten Mikrofon zwar nicht vollkommen abwesend, jedoch nur sehr dezent vorhanden. Letztendlich lässt sich die Klang- bzw. Aufnahmequalität also als sehr gut bezeichnen.

Benutzbarkeit und Voraussetzungen

Erfreulich ist die Tatsache, dass für die Nutzung des Mikrofons keine Software benötigt wird. Direkt nach dem Anschließen kann es in vollem Umfang verwendet werden. Die notwendigen Systemvoraussetzungen erfüllen Macs mit dem Betriebssystem OSX 10.4.11 oder neuer sowie Windows-PCs mit Windows 7, 8 oder 10. Zudem muss das verwendete Gerät über einen USB-Anschluss verfügen.

Der durchschnittliche Streamer oder Broadcaster sollte keinerlei Probleme haben, diese Systemvoraussetzungen zu erfüllen. In unserem Praxistest ließ das Mikrofon sich sofort nach dem Anschließen verwenden.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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