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Call of Duty: Infinite Warfare – Galaktischer Knüller oder fades Geballer?

Die Qual der Wahl

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Erstmals in der „Call of Duty“-Reihe folgt die Kampagne von Infinite Warfare nicht einer einzelnen linearen Handlung, sondern überlässt es den Spielern, ob sie sich nur an der ca. 6 bis 8 Stunden langen Hauptstory versuchen möchten, oder ob sie auch gelegentlich an optionalen Missionen versuchen wollen. Diese sind zusätzlich kniffelig und bringen in einigen Fällen neue Bewaffnung oder Mods für bekannte Waffen mit sich. Hier kommt auch bereits die zweite Wahlmöglichkeit ins Spiel, denn wie in Black Ops 3 lassen sich in Infinite Warfare nahezu alle Waffen aufbohren und verbessern. Schalldämpfer und Laser-Visiere, besserer Rückstoß oder ein größeres Magazin sollen es den Spielern leichter machen, sich gegen die Massen an Gegnern zur Wehr zu setzen. Das sogenannte „Loadout“ lässt sich dabei für jede Mission wieder verändern, was auch durchaus sinnvoll ist. Denn mal möchte man mit brachialer Gewalt seinen Weg zum Ziel finden, während an anderer Stelle ein leises, taktisches Vorgehen nötig ist, um das Leben gefangener Geiseln nicht zu gefährden. Die richtige Anpassung der Waffen kann in der Missionen bereits ein großer Vorteil sein. Es ist also immer sinnvoll zu überlegen, was von Nick Reyes gefragt ist und was er aus seinem Arsenal mitnehmen sollte, um der SDF ein Schnippchen zu schlagen.

Neue Spielzeuge

Was wäre der neueste Ableger von Call of Duty: Infinite Warfare, wenn es nicht ein paar neue Kniffe geben würde, um das Spiel aufzulockern. Eine der neuen Spielereien ist hierbei eine Gravitationsgranate. Diese lässt sich bei Bedarf wegschmeißen und hebt in einem begrenzten Areal die Schwerkraft für einen Moment auf. Gegner, die sich in Radius der Granate befinden, werden einfach in die Luft gehoben und sind bewegungsunfähig.Sie können dann bequem erledigt werden, bevor sie mit ihren Füßen wieder den Boden berühren. Eine andere Neuerung ist das Hack-Werkzeug. Damit lassen sich aktive Roboter übernehmen. Man springt quasi kurzzeitig in sie hinein und sieht alles aus ihren Augen. Auf diese Weise lassen sich feindliche Stellungen infiltrieren und ausschalten. Wenn die Gegner merken, dass einer aus ihren Reihen nicht mehr im selben Team spielt, ist es meistens schon zu spät. Man kann die noch so gut verbarrikadierten Feinde einfach hinterrücks erschießen und den übernommenen Roboter zusätzlich noch in eine Sprengfalle verwandeln. Denn – wie sollte es anders sein – verfügt jeder Roboter über einen Selbstzerstörungsmechanismus. Der wird ausgelöst, wenn die übernommene Maschine zu viel Schaden einstecken muss oder wenn man auf den entsprechenden Knopf drückt. Geht es mit dem gehackten Roboter also zu Ende, muss man nur noch zur größten Gruppe an Gegnern rennen und auf den lauten Knall warten.

Ebenfalls eine Neuerung, wenn auch nicht unbedingt ein „Spielzeug“, sind die Missionen, die nicht mehr auf festem Boden, sondern in der Schwerelosigkeit des Weltalls stattfinden. Denn ein Nick Reyes lässt sich nicht hinter das Steuerrad eines Sternenkreuzers fesseln. Er will in die Action und an vorderster Front mitmischen. Und das kann er in diversen Missionen, in denen Call of Duty: Infinite Warfare vom normalen Bodengefecht zu intergalaktischen Dogfights wechselt. Die Spieler können sich in einigen Missionen nämlich in einen kleinen Raumgleiter, den Schakal, zwängen und damit ins Weltall fliegen. Für ausgiebige Erkundungsflüge bleibt aber keine Zeit, denn es dauert oft nur wenige Momente, bevor man sich wieder mitten im Feuergefecht befindet. Mal müssen große Schlachtkreuzer der SDF per Dauerfeuer und ständigem Raketenabschuss schrottreif verarbeitet werden und mal wollen feindliche Jäger gejagt werden. Diese sind deutlich schneller und flinker, sodass es Geduld und Geschick bedarf, ehe die Jäger zerplatzen. Das tut dem Spaß in diesen Flugmissionen aber überhaupt keinen Abbruch, sondern macht sie nur noch interessanter und herausfordernder.

Gemeinsam mehr Spaß

Wer sich nicht nur alleine in die galaktischen Gefecht von Call of Duty: Infinite Warfare stürzen möchte, der kann auch einen der unterschiedlichen Multiplayer-Modi ausprobieren. Hierbei gibt es eine bunte Mischung aus alten Bekannten und neuen Vertretern der Mehrspieler-Ballereien. Man kann sich beispielsweise für ein klassische Deathmatch mit anderen Mitspielern zusammenfinden oder einen Capture the Flag spielen, bei dem bestimmte Objekte von der feindlichen Basis zur eigenen Station gebracht werden müssen. Fehlen darf natürlich auch nicht ein Koop-Zombie-Modus. Dieser verschlägt die Spieler dieses Mal in einen verlassenen 80er Jahre Vergnügungspark, in dem es gilt sich zu verschanzen und auf alles zu schießen, was schlurft und grunzt. Als kleines Extra sind spielbare Figuren wie Pee Wee Hermann oder David „The Hoff“ Hasselhoff persönlich natürlich ein Muss!

Neu sind dagegen die Modi „Verteidiger“ und „Front“. Im „Verteidiger“ streiten zwei Mannschaften um die Vorherrschaft über eine Drohne und müssen diese so lange wie irgendwie möglich beschützen. Das Besondere hierbei ist, dass die Drohne nicht ganz wehrlos ist. Sie lässt sich abschießen, um heranstürmende Feinde aus den Socken zu hauen. Außerdem verschwindet sie nach einer gewissen Zeit und erscheint an einer anderen Stelle auf der Karte. Das verhindert, dass ein Team die Drohne „bunkert“ und die restliche Zeit einfach absitzt. Stattdessen müssen sich die Spieler beider Mannschaften immer wieder aufs Neue auf die Suche nach der Drohne machen und sie erst mit Blut, Schweiß und jede Menge Kugeln in ihren Besitz bringen.

Der „Front“-Modus ist dagegen eine einsteigerfreundliche Deathmatch-Variante. Beide Mannschaften verfügen über Home-Zones, in denen sie die doppelte Menge an Lebensenergie erhalten. Wer allerdings in der eigenen Home-Zone einen Feind erschießt, erhält dafür auch nur die Hälfte der üblichen Punkte. Auf diese Weise können auch unerfahrene „Call of Duty“-Spieler sich behutsam an das Getümmel herantasten, ohne gleich zu Kanonenfutter verarbeitet zu werden. Gleichzeitig werden sie aber auch dazu motiviert, sich nicht immer nur in der sicheren Zone zu verstecken, sondern auch mal die andere Seite des Schlachtfeldes zu erkunden, um mehr Punkte abzustauben und hinterher ihren Charakter aufzubessern.

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Denn anders als in anderen Multiplayer-Shootern setzt Infinite Warfare nicht auf unterschiedliche Charakterklassen, die sich auswählen lassen, sondern auf das sogenannte RIG-System. Dabei handelt es sich – einfach ausgedrückt – um eine Art Kampfanzug, an dem sich verschiedene Fähigkeiten und Boni aktivieren oder deaktivieren lassen. Das ermöglicht eine individuelle Anpassung des eigenen Kämpfers und lädt zum Herumprobieren und Experimentieren ein.

Die Zockerei mit anderen Spielern macht zwar ziemlich Spaß – egal für welchen Modus man sich letztendlich entscheidet – aber aufgrund des Balancings kann auch schnell Frust aufkommen. Denn nur allzu oft werden die Teams nicht durchgemischt, sondern einfach so aufgefüllt, wie die Spieler gerade joinen. Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass in einer Mannschaft nur absolute Profis sind, während das andere Team aus reinen Anfängern zusammengewürfelt wurde.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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