Hardware Testberichte

Cooler Master MasterBox Q500L Gehäuse im Test – ATX-Support mit einem schmalen Fußabdruck

Systembau in der Cooler Master MasterBox Q500L

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400 auf einem MSI B350 PC Mate mit 16GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-2666. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabte AORUS zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare be quiet! Pure Power mit 400W. Um die Verkabelung optisch noch etwas aufzuwerten, wurden zudem einzeln gesleevte Kabelverlängerungen von Phanteks verwendet.

Durch den außergewöhnlichen Aufbau des Innenraums gibt es vor Beginn der Montage einen wichtigen Punkt zu beachten. Bevor das Mainboard eingebaut werden kann, muss der Netzteil-Rahmen erst ausgebaut, mit dem PSU bestückt und wieder eingebaut werden. Anschließend kann auch das Mainboard den Weg in das Gehäuse finden. Hält man sich nicht an diese Reihenfolge, wird man das Netzteil nicht mehr montiert bekommen.

Montage Netzteil

Ansonsten gab es keine Probleme beim Einbau der Komponenten. Die Abstandshalter sind vormontiert, die PCI-Slotblenden sind wiederverwendbar und können einfach abgeschraubt werden. Besonders beeindruckend ist aber der Platz hinter dem Mainboard-Tray. Die 30 mm Platz ermöglichen trotz der Kabelverlängerungen eine unkomplizierte Verkabelung und ein sauberes Endergebnis. Auch die Kabelöffnungen sind ausreichend dimensioniert und sinnvoll platziert.

Wo man etwas Bedacht walten lassen muss, ist bei der Auswahl der Hardware. Das Q500L unterstützt zwar CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 160 mm und Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 360 mm, letzteres gilt aber nur, wenn das Netzteil eine Länge von 160 mm nicht überschreitet. Das hier verwendete Pure Power 10 ist 150 mm lang und hat zusammen mit der 280 mm langen GTX 1060 keine Probleme verursacht.

Die Montage der Festplatten benötigt zwar einen Schraubendreher, gestaltet sich ansonsten aber sehr simpel. Beide Halteplatten sind mit einer Rändelschraube mit dem Korpus verbunden. Zur Befestigung der HDDs oder SSDs werden diese Platten abgenommen und die Datenträger werden mit normalen Schrauben wieder daran befestigt.

montierte Festplatten

Cooler Master stattet das Q500L ab Werk mit einem Lüfter aus. Dieser verfügt über ein schwarzes Anschlusskabel und dreht mit maximal 1200 rpm. Dabei befördert er zwar einiges an Luft, ist aber auch deutlich hörbar. Die in Kapitel 3 schon angesprochene Lüfteröffnung scheint sich zudem wirklich als eine Fehlkonstruktion zu erweisen. Denn obwohl der Lüfter mit vollen 1200 rpm dreht, wird im eingebauten Zustand verhältnismäßig wenig Luft bewegt. Das konnten wir auch während des Belastungstests feststellen.

Dazu wurde bei einer Raumtemperatur von 18,5 °C 15 Minuten lang Prime95 und Furmark ausgeführt und mit dem CPUID HWMonitor anschließend die Temperatur von Prozessor und Grafikkarte ermittelt. Neben der Standard-Konfiguration wurde auch ein Test mit zwei anderen Lüftern (Fractal Design Venturi HF-12) durchgeführt. Ein Lüfter wurde im Heck verbaut, der andere in der Front unter dem Netzteil.

Lüftergeschwindigkeit
Temperatur
CPU: 100%
Gehäuse: 100% (Cooler Master)
CPU: 69 °C
GPU: 67 °C
CPU: 100%
Gehäuse: 100% (2x Fractal Design Venturi HF-12)
CPU: 62 °C
GPU: 67 °C
CPU: 100%
Gehäuse: 50% (2x Fractal Design Venturi HF-12)
CPU: 71 °C
GPU: 69 °C

Nach Abschluss der Messungen fällt auf, dass gerade die CPU-Temperatur durch einen Lüfter in der Front merkbar sinkt. Dazu mussten beide Lüfter aber auf vollen Touren laufen. Das hat wiederrum zu einer höheren Geräuschkulisse geführt. Reduziert man die Umdrehungszahl, steigen auch wieder die Temperaturen etwas an. Insgesamt wirkt es so, als wenn die Perforationen in der Front umd im Deckel zu restritiv sind.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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