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Coronavirus: Österreich überwacht Corona-Maßnahmen mit Handydaten

Ganz Europa kämpft derzeit gegen die Ausbreitung des Coronavirus – so hat auch Österreich Ausgangsbeschränkungen und eine Ausgangssperre im Bundesland Tirol aufgrund der Pandemie verhängt. Zu diesem Zweck wertet die österreichische Regierung die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen mittels Mobilfunkdaten aus. Die zuständigen Behörden erhalten deshalb anonymisierte Bewegungsdaten des größten österreichischen Mobilfunkbetreibers A1, wie der Provider erklärte.

Die Bewegungsanalysen werden mit Hilfe des Startups Invenium zusammengetragen und dabei kommen laut A1 vollständig anonymisierte Daten zum Einsatz. Algorithmen kalkulieren dann die Bewegungsströme und diese lassen sich dann visualisieren. Laut A1 solle diese Lösung den Vorgaben und Richtlinien der EU-Datenschutz-Grundverordnung (landläufig: DSGVO) entsprechen und seien zudem TÜV-geprüft. Ein Rückschluss auf einzelne Personen sei angeblich nicht möglich.

Die Bewegungsströme von Menschengruppen werde in 20er-Schritten erfasst, die genaue Anzahl der Standortbewegungen der betreffenden Personen soll dadurch nicht möglich sein. Laut A1 sei diese Methode jahrelang erprobt und werde in ganz Europa einer Reihe an Unternehmen angeboten. „A1 stellt diese Analysen in Krisenzeiten relevanten staatlichen Stellen zum Wohle der Allgemeinheit zur Verfügung“, so der Konzern. Die österreichische Kronen-Zeitung berichtete derweil, dass der Bewegungsradius der Österreicher aufgrund der Corona-Maßnahmen und der Ausgangsbeschränkungen sich um etwa 40 bis 50 Prozent verringerte.

Auch in Deutschland hat die Deutsche Telekom nun einen anonymisierten Datensatz der Benutzerdatenströme an das Robert Koch Institut zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus geliefert, wie der Tagesspiegel berichtet. Den Forschern soll somit der Kampf gegen das Virus erleichtert werden. Das Tracking einzelner Personen soll hier aber ebenfalls nicht zum Einsatz kommen.

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