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Corsair T3 Rush: Gaming Chair mit Stoffbezug im Test

Design und Verarbeitung

Ein Novum des T3 Rush ist der Stoffbezug: Bei den beiden Vorgängermodellen setzte Corsair noch auf Kunstleder. Der Bezug des Gaming-Chairs liegt überall straff an, hat eine durchaus angenehme Haptik und ist sauber vernäht. Abstehende Fäden oder nennenswert variierende Randabstände sind nicht anzutreffen.

Die Polster beeinflussen natürlich maßgeblich die Optik des Stuhls. Anstatt eines auf modern getrimmten Bezugs mit 3D-Effekt oder dem oft verwendeten Kunstleder setzt Corsair beim T3 Rush auf einen normalen Stoffbezug, der eine weiche und durchaus angenehme Haptik hat.

Die Grundkonstruktion des Stuhls macht einen durchaus stabilen Eindruck, auch wenn ein Fußkreuz aus Metall schöner gewesen wäre. Stattdessen verfügt der T3 Rush über ein Fußkreuz aus dickem Kunststoff, das über einen Metalleinsatz für die Gasdruckfeder verfügt. Immerhin: Durch den Kunststoff wird eine etwas extravagantere Optik ermöglicht.

Wiederum recht stabil präsentieren sich die 4D-Armlehnen, die Corsair gut gelungen sind: Sie haben zwar Spiel, aber im Vergleich zu anderen Modellen in recht geringem Maße. Außerdem bietet die Winkelverstellung genügend Gegendruck, um sich nicht unbeabsichtigt zu verstellen. Die Auflagefläche der Armlehnen ist glatt und gemustert, was diese sehr angenehm macht.

Die Verarbeitungsqualität des T3 Rush ist durchweg auf einem guten Niveau: Der Stuhl ist stabil gebaut und steht sicher, die Bezüge sind sauber vernäht und die Metalloberflächen sind durchgehend beschichtet. Es gibt zwar einige Einschlüsse und ein paar Kunststoffteile könnten theoretisch noch besser gearbeitet sein, doch im Vergleich zur Konkurrenz braucht sich Corsair hier keinesfalls zu verstecken.

Praxiseinsatz und Ergonomie

In der Praxis zeigt sich der T3 Rush als recht zielstrebig konzipierter Gaming-Chair: Aufgrund der seitlichen Verschalung ist er nicht für jeden Nutzer perfekt geeignet, dafür aber umso angenehmer, wenn man zur Zielgruppe gehört: Wer nicht gerade über 1,90 m groß ist und nicht allzu breite Schultern hat, der wird von dem Stuhl sehr gut „aufgenommen“ und sitzt ausgesprochen bequem.

Während der Bezug des T3 Rush recht weich ist, ist die darunter befindliche Polsterung fest: Wer Sessel-Feeling sucht ist hier falsch, der Stuhl ist bequem aber eher fürs aufrechte Sitzen konstruiert. Die Sitzfläche des T3 Rush – zwischen den Erhöhungen – ist 37 cm und an der Rückenlehne 28 cm breit, diese misst im Bereich des unteren Rückens 25 cm (Innen) bis 35 cm (äußerster Punkt der Seiten).

Insbesondere die seitlichen Ausbuchtungen der Rückenlehne bestimmen das Sitzgefühl auf dem Stuhl: Bei den als Vorbild genommenen Rennsitzen sind diese dazu da, den Fahrer in der Kurve seitlich zu stabilisieren. Bei einem Gaming-Chair ist dieses Szenario natürlich unrealistisch – ob man die seitliche Stütze bevorzugt oder nicht, ist schlicht Geschmackssache.

An Einstellungsoptionen bietet Corsair das übliche Standardpaket der Preisklasse: Die Rückenlehne, die Sitzhöhe und die Armlehnen können angepasst werden. Die einstellbare Sitzhöhe bietet einen Einstellungsspielraum von rund 9 cm. Die Rückenlehne kann hingegen stufenweise verstellt werden, die jeweils maximalen Einstellungsstufen sind auf den Bildern zu sehen

Zusätzlich gibt es auch die gewohnte Wippfunktion, mit der der gesamte Sitz nach hinten gekippt werden kann – der Widerstand wird, wie üblich, durch ein Drehrad unten an der Sitzmechanik eingestellt. Glücklicherweise steht der T3 Rush recht stabil, sodass man selbst bei maximal flacher Position oder beim starken Wippen keine Angst haben muss umzukippen – sehr gut.

Die verbauten 4D-Armlehnen bieten die üblichen Optionen: Sie können in jede Richtung verstellt und zudem in drei Stufen gedreht werden, die von uns gemessenen Einstellungsspielräume sind in der Spezifikationstabelle auf der ersten Seite zu finden. Die Umsetzung der 4D-Armlehnen ist Corsair dabei gut gelungen: Zwar wackelt auch diese Umsetzung – wie alle anderen 4D-Armlehnen leider auch – doch zumindest sind die Armlehnen ohne Macken zu verstellen und bieten genügend Gegendruck, um nicht unabsichtlich verstellt zu werden. Zudem passt auch die Höhe der Armlehnen immerhin einigermaßen: Der Höhenunterschied beträgt bei unserem Sample nur rund einen Millimeter.

Bei der Lordosenstütze setzt Corsair auf ein verhältnismäßig hohes Kissen, das einfach in die Rückenlehne gelegt wird. Dort kann es nach oben geschoben werden und wird von der Rückenlehne in Position gehalten – steht man allerdings auf, rutscht das Kissen wieder herunter. Somit bietet Corsair zwar eine überdurchschnittlich bequeme Lordosenstütze an, diese muss aber bei jedem Hinsetzen neu eingesetzt werden, um sie an die richtige Position zu bringen.

Das Nackenkissen wiederum setzt auf einen üblichen Gurt. Laut Hersteller sollte das Nackenkissen eigentlich an den Ausbuchtungen in der Rückenlehne befestigt werden, alternativ kann man es um das obere Ende des Stuhls schnallen – dann eignet sie sich auch für große Menschen.

Als letztes Ausstattungsmerkmal bewirbt Corsair die Bodenrollen, die den Stuhl leicht über den Boden gleiten lassen sollen. In der Tat können wir das bestätigen: Der T3 Rush bewegt sich im Vergleich sehr leichtgängig über Oberflächen – aber auch nicht zu leicht. Im Vergleich zu vielen anderen Gaming-Chairs lässt sich der Stuhl somit deutlich leichter von der Stelle bewegen, wobei wir diesen Vorteil eher als nettes Extra erachten: Wer es hat, der freut sich – und wer die schwergängigeren Rollen vieler anderer Stühle gewohnt ist, der wird mit diesen auch weiterhin klar kommen.

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