Speicher Testberichte

Crucial P1: Günstige NVMe-SSD im Test

Mit der P1 präsentierte Crucial vor nicht allzu langer Zeit seine erste M.2-NVMe-SSD. Zuvor hatte der Hersteller ausschließlich M.2-Sata-SSDs auf den Markt gebracht. Die P1 stellt also eine echte Neuerung dar, was eine eingehendere Betrachtung bereits rechtfertigt. Ein weiterer Grund für den Test dieses Hardwarebauteils besteht darin, dass auf kaum einem anderen Wege mit so geringem Aufwand eine so deutliche Leistungssteigerung zu erreichen ist wie durch den Einbau einer modernen SSD. Dementsprechend ist der Test der Crucial P1 gleich aus zwei Gründen von gesteigertem Interesse. Wie sie sich in der Praxis geschlagen hat, und, ob wir sie empfehlen können, erfahrt ihr im nachfolgenden Testbericht.

Lieferumfang

Geliefert wird die SSD in einem kleinen, beinahe unscheinbaren Karton, was bereits darauf schließen lässt, dass sie nur wenig Platz beansprucht. Entgegen den allgemeinen Gepflogenheiten der Branche findet sich auf der Verpackung keinerlei Abbildung des enthaltenen Geräts, was die Spannung auf den Inhalt deutlich steigert.

Ist der Karton geöffnet, fällt auf, dass er ein gutes Stück zu groß ausgefallen ist. Eingebunden in schützendes Plastik findet sich dort die SSD. Das Plastikteil, welches als Halter und Schutz der P1 dient, ist knapp dreimal so groß wie sie selbst. Auf dem Beipackzettel wird leider lediglich auf zwei Seiten der Webseite verwiesen. Einer der Links, der für die ersten Schritte, war leider nicht funktionsfähig.

Tipp: Antworten auf Einbaufragen finden sich in aller Regel im Handbuch zum verbauten Mainboard.

Technische Daten

Crucial verspricht eine Lebensdauer von bis zu 1,8 Millionen Stunden bzw. von bis zu 400 TB geschriebenen Bytes. Die Herstellergarantie gilt fünf Jahre lang.

Die angegebenen Lese- und Schreibwerte liegen deutlich über denen durchschnittlicher SSDs. An die der Top-NVMe-SSDs reichen sie jedoch nicht heran. Sie liegen bei 2.000 MB pro Sekunde lesend und 1.750 MB pro Sekunde schreibend. Beim Controller handelt es sich um ein Modell von Micron, welches mit Multi-Level-Zellen ausgestattet ist.

Wir haben die 500-GB-Version getestet, die ein wenig langsamer ist.

500 GB 1.000 GB 2.000 GB
Controller: Silicon Motion SM2263EN, 4 NAND-Channel
DRAM-Cache: 512 MB DDR3 1.024 MB DDR3 2.048 MB DDR4
Speicherchips: Micron QLC (3D, 64 Lagen) NAND
Formfaktor: M.2 (80 mm)
Interface: PCIe 3.0 x4
seq. Lesen: 1.900 MB/s 2.000 MB/s 2.000 MB/s
seq. Schreiben: 950 MB/s 1.700 MB/s 1.750 MB/s
4K Random Read: 90.000 IOPS 170.000 IOPS 250.000 IOPS
4K Random Write: 220.000 IOPS 240.000 IOPS 250.000 IOPS
Leistungsaufnahme Aktivität (typ.): 0,1 W
Leistungsaufnahme Aktivität (max.): 8,00 W
Leistungsaufnahme Leerlauf: 80,0 mW
Leistungsaufnahme DevSleep: kein DevSleep
Leistungsaufnahme L1.2: 2,0 mW
Funktionen: NVMe, NCQ, TRIM, SMART, Garbage Collection, Power-Loss Protection
Verschlüsselung: keine
Total Bytes Written (TBW): 100 Terabyte 200 Terabyte 400 Terabyte
Garantie: 5 Jahre
Preis: € 69,99 € 107,00 € 499,00

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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