Eingabegeräte Testberichte

Das QPAD MK-85 Gaming-Keyboard in der kritischen Inspektion

Verschleiß & Reinigung

Der Hersteller bewirbt das Produkt mit einer Lebenszeit von über 50 Millionen Tastenanschlägen pro Taste, was für eine enorme Langlebigkeit sprechen würde. Aus verständlichen Gründen war es mir während der Testphase leider noch nicht möglich, dieses genau zu prüfen. Falls an der MK-85 in unter 2 Jahren Funktionseinschränkungen auftreten, gibt es jedoch eine 2-jährige Garantie.

Die unproblematisch zu entfernenden Tasten und die Oberfläche sind zu dem Aspekt der Mechanik hinzuzuziehen und ermöglichen additiv eine enorme Erleichterung beim Reinigen. Das ist sehr nützlich, weil sich beim intensiven Nutzen erfahrungsgemäß viel Dreck unter und viel Fett auf den Tasten sammeln wird und man bei elektronischen Geräten besser vorsichtig mit Wasser sein sollte. Alle Tasten können mit dem mitgelieferten Tool unbeschädigt entfernt werden und in einem gemütlichen Bad aus Spülmittelwasser entspannen. Wenn dann die Tastatur einer Staubsauger- und kurzen Putzbehandlung unterzogen wird, erstrahlt sie wie neu.

QPAD MK-85

Software

Die Software ist übersichtlich gestaltet, bietet meiner Meinung nach bedauerlicherweise dahingegen einen zu geringen Funktionsumfang. Eine nützliche Hilfe über die Konfiguration der MK-85 lässt sich über das „?“ oder direkt online aufrufen. Die Größe des Treiberfensters lässt sich nicht verstellen, bei längeren Makros können alle Befehle nur durch Scrollen eingesehen werden.

QPAD MK-85

Das Aufnehmen der Macros funktioniert relativ problemlos. Nachdem man sich für eine Zusatztaste „M1-10“ entschieden hat, klickt man auf der virtuellen Tastatur die gewünschte Taste an, die den Befehl ausführen soll. Anschließend steht in einem Aufklappmenü eine Liste von vorgefertigten Macrofunktionen zur Verfügung, diese sind allerdings begrenzt und im Grunde genommen einfache Tastenkombinationen. So kann man primär zwischen „copy“ (Strg+c), „paste“ (Strg+v), „undo“ (Strg+z), „all“ (Strg+a), „find“ (Strg+f), „new“ (Strg+n), „print“ (Strg+p), „save“ (Strg+s) … wählen, welche nicht eingesehen oder bearbeitet werden können.

Interessanter ist natürlich die Konfiguration von individuellen Macros. Der Nutzer kann hierbei zwischen fünf verschiedenen Profilen wechseln. Er sollte allerdings bedenken, dass eine Modifikation einer Taste zwangsläufig zum Verlust seiner ursprünglichen Funktion führt. Es gibt keine Zusatztasten und eine mögliche Doppelbelegung ist ausgeschlossen. Wählt man im Menü „macro“ aus, öffnet sich ein Zusatzfenster, in welchem es möglich ist, solche aufzunehmen, zu speichern oder andere zu laden. Nach Klicken auf den „record-Button“ zeichnet die Software alle nun getippten Tasten auf, bis das Maximum erreicht oder der Stopp-Button gedrückt wird. Schnell fällt mir auf, dass die Aufnahmen störenderweise begrenzt sind und zudem im englischen Tastaturlayout statt (QWERTY) erstellt werden. Der delaytimer ist nicht unter 25ms einstellbar und die Wiederholungsfunktion kommt recht spartanisch rüber. Eine nachträgliche Bearbeitung ist nur mit Einschränkungen möglich.

QPAD MK-85

Für CS:GO lässt sich zwar problemlos ein Kaufskript erstellen, jedoch erscheinen mir die Funktionen für andere Spiele (z. B. RPGs) nützlicher.

Positiv ist, dass man theoretisch jede Taste (außer FN) neu belegen kann. Negativ allerdings, dass die Konfiguration sehr eingeschränkt ist und die tatsächliche Benutzung durch mangelnde Zusatztasten und ausbleibende Doppelbelegung realistisch eingeengt wird. Die zusätzlich angebotene Software stellt die einzige Schwachstelle des Testprodukts dar.

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CYRAN

Meine Begeisterung für Gaming und meine Neugierde für Hardware führten mich 2015 zu Basic-Tutorials. Neben eigenen Projekten im Bereich CS:GO entwickelte ich Interesse am Verfassen einiger Beiträge für den Blog. Dieser gibt mir fortan eine Plattform, um unverfälschte Produkttests und News über für mich ansprechende Themen zu verfassen. Ich gebe gerne Hilfestellungen und entwickle eigene Rezensionen. Ich bin 22 Jahre alt, studiere Germanistik und konsumiere leidenschaftlich englischsprachige Serien.

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