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Datenaustausch in der EU mit der Corona-App

Ab Mitte Oktober soll der Datenaustausch in der Europäischen Union grenzüberschreitend starten. Dies wurde Heute bekannt gegeben.

Es sollen elf europäische Länder in den nächsten Wochen bei dem Austausch der Daten dabei sein.

Italien, Irland und Deutschland machen den Anfang

Zunächst wollen die Länder Deutschland, Italien und Irland am 17. Oktober 2020 mit dem Datenaustausch beginnen. Die weiteren acht Mitgliedsstaaten werden dann in darauffolgenden Wochen nachziehen.

Außen vor bleiben momentan Luxemburg, Belgien, Schweiz und Frankreich. Wobei die französische App wohl mit der des EU-Verbundes aktuell nicht einmal kompatibel ist.

Datenabgleichdienst

Der Dienst für den Datenabgleich wurde von SAP und der deutschen Telekom in den letzten Wochen entwickelt. Der Code für den Datenabgleichdienst ist wie die App Open Source und kann auf Github eingesehen werden.

Für den Abgleich unter den Ländern ist ein Update der App erforderlich.

Der Abgleich der Daten kann nicht einfach so erfolgen. Hierfür ist eine gesonderte Zustimmung nötig.

Entwicklerkreise gaben bekannt, das es für den Up- sowie Download der Schlüssel drei verschiedene Modi gibt. Alle Schlüssel können von Betroffenen heruntergeladen werden. Der Nutzer kann selbst entscheiden, ob er seinen Schlüssel für alle Länder der europäischen Union freigibt oder nur für einzelne bestimmte Länder.

Für Reisende wurde ein spezieller Modi eingerichtet. Hier sollen Nichtreisende nur die inländischen Schlüssel und die von Reisenden herunterladen können. Ein Reisender kann sich wiederum auch alle Schlüssel herunterladen.

So bleibt es jedem Land selbst überlassen, welchen Modus es national verwenden möchte.

In Deutschland soll zum Beginn des Datenaustauschs vorerst nur der Europa-Modus bereitgestellt werden. Hier können einzelne EU-Staaten nicht individuell ausgewählt werden.

Test laufen bereits

Die ersten Test mit den Daten von sechs Ländern laufen bereits seit letzter Woche. Die fehlenden acht Länder kommen dann ab Ende Oktober hinzu. Hierzu gehört: Österreich, Dänemark, Estland, Polen, Lettland, Tschechien, Niederlande und Spanien.

Die Corona-App soll dann auch zeitnah in Zypern, Litauen und Belgien starten.

Frankreich Probleme beim Austausch

Frankreich bleibt weiterhin ein Problem. Es ist immer noch unklar, wie und ob überhaupt ein Datenaustausch erfolgen kann. Die EU-Kommission und die französischen Behörden arbeiten bereits an dem Thema.

Das Problem rührt daher, das Frankreich nicht die von Google und Apple bereit gestellte Bluetooth-Schnittstelle verwendet, sondern ein Zentrales System zur Vergabe und Auswertung der Schlüssel.

Nutzerquote

EU-Weit beträgt die Nutzerquote der Corana-App ungefähr 10 Prozent. In Deutschland liegt die Quote dabei deutlich höher mit etwas über 20 Prozent.

Nach der EU-Kommission, ist jede Kontaktbenachrichtigung über die App begrüßenswert und kann Leben retten.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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