PC-Komponenten

Deepcool Macube 110 – Mini-Tower mit magnetischem Sidepanel

Systembau im Deepcool Macube 110

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400 auf einem Gigabyte B450 I Aorus Pro WIFI mit Crucial Ballistix Sport LT grau 32 GB DDR4-3000. Der Ryzen wird von einem EKL Alpenföhn Matterhorn Pure gekühlt und ist auf 3,8 GHz (1,25V) übertaktet. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabte AORUS zuständig. Die Stromversorgung erledigt das vollmodulare LC-Power LC550 V2.31 Platinum mit einem Effizienzgrad von 80 Plus Platinum.

Für einen Mini-Tower ist das Deepcool Macube 110 im Inneren erstaunlich geräumig. Besonders durch die großzügigen Platzverhältnisse zwischen Mainboard-Tray und Deckel, kann man überall entspannt arbeiten. Etwas anders sah es dann bei der Verkabelung aus. Denn auch wenn die Kabelmanagement-Öffnungen alle sinnvoll platziert sind, gibt es zwischen Mainboard-Tray und Seitenteil lediglich 19 Millimeter Platz. Das ist zwar grundsätzlich ausreichend, auf ein Stapeln von Kabeln sollte man aber verzichten. Durch den Einsatz von ein paar Kabelbindern konnte aber trotzdem ein aufgeräumt wirkendes Systeme gebaut werden.

Der geräumige Innenraum spiegelt sich auch in der allgemeinen Hardwarekompatibilität wieder. So können im Macube 110 165 Millimeter hohe CPU-Kühler und 360 Millimeter lange Grafikkarten verbaut werden. Das dürfte fast keine Wünsche offen lassen. Selbst der wuchtige Deepcool Assassin III passt theoretisch in diesen Mini-Tower. Für Netzteile stehen maximal 210 Millimeter zur Verfügung. Das gilt jedoch nur, wenn in der Front kein Radiator verbaut ist und der HDD-Käfig ausgebaut wurde.

Ein Hauptfeature, für das Deepcool beim Macube 110 wirbt, ist aber die Kompatibilität für Radiatoren. Laut Hersteller passen in dieses Gehäuse sowohl oben als auch vorne ein 280-Millimeter-Radiator. Findet man dann noch Platz für eine Pumpe bzw. Reservoir, steht einer leistungsstarken Wasserkühlung nichts mehr im Weg. Mit der auf den Bildern verbauten Deepcool Castle 280EX gab es zumindest keine Einbau-Probleme.

Ab Werk kommt das Deepcool Macube 110 mit einem vorinstallierten 120-Millimeter-Lüfter im Heck. Dieser ist schlicht schwarz, verfügt über ein schwarzes 3-Pin-Kabel inklusive altmodischem Molex-Anschluss und dreht mit maximal 1100 Umdrehungen pro Minute. Leider ist der Lüfter bei voller Geschwindigkeit weder besonders leise noch ist er frei Nebengeräuschen.

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im Deepcool Macube 110 erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 21°C 15 Minuten lang Prime95 und FurMark ausgeführt. Außerdem wurde der Test mit zwei verschiedenen Lüfterkonstellationen (Serie, 3x 120-Millimeter-Lüfter) und im dritten Szenario komplett ohne Frontpanel durchgeführt.

Szenario
Temperatur
CPU: 50% PWM (1050 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
1x 120 mm(Serienausstattung)
CPU:  85 °C
GPU:  77 °C
CPU: 50% (1050 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x Arctic P12 auf 50% PWM (1050 rpm)
CPU:  84 °C
GPU:  72 °C
CPU: 50% (1050 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x Arctic P12 auf 50% PWM (1050 rpm)
ohne Frontpanel
CPU:  64 °C
GPU:  62 °C

Leider bestätigt sich unsere eingehende Vermutung zum Airflow im Macube 110. Im Auslieferungszustand werden die Komponenten doch recht warm. Weitere Frontlüfter konnten nur die Temperatur der Grafikkarte spürbar senken. Entfernt man das Frontpanel komplett, dann hat das eine deutliche Absenkung der maximalen Temperaturen zur Folge. Die CPU ist ohne Frontpanel 20 Grad kühler, die Grafikkarte 10 Grad. Das zeigt leider deutlich, dass die Front  bzw. Lüftergitter des Deepcool Macube 110 sehr restriktiv sind.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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