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Deutschlands größte Filesharingplattform wurde abgeschaltet

Mit share-online.biz ist die wohl größte deutschsprachige Filesharingplattform gestern vom Netz genommen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Männer aus Deutschland, die im Verdacht stehen, die Plattform betrieben und mit ihr einen Umsatz von etwa 50 Millionen Euro generiert zu haben.

Über die Plattformen sollen über mehrere Jahre hinweg Raubkopien von Kinofilmen und anderen Inhalten verbreitet worden sein. Nutzerinnen und Nutzer konnten die Inhalte dort hoch- und herunterladen. Bisher konzentrieren die Ermittlungen sich auf die drei Betreiber. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurden Privat- und Geschäftsräume in Deutschland, in den Niederlanden und in Frankreich durchsucht. Ersten Ergebnissen zufolge wurden die Inhalte auf angemieteten Servern, die sich in den Niederlanden und in Frankreich befinden, gehostet. Der Hauptverdächtige ist 54 Jahre alt und stammt aus dem Raum Aachen. Die beiden anderen mutmaßlichen Betreiber kommen aus Hessen und Sachsen-Anhalt. Festgenommen wurden die Verdächtigen nicht, da keine Haftgründe vorliegen.

Laut Staatsanwaltschaft wurde zwischen April 2008 und Oktober 2017 ein Umsatz von rund 50 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Plattform erreichte laut Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) monatlich zwischen sechs und zehn Millionen Aufrufe. Die GVU hatte eigenen Angaben zufolge bereits 2017 Löschaufforderungen an die Plattform stellen lassen und anschließend Daten an die Staatsanwaltschaft weitergegeben.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.
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