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devolo Magic 2 WiFi Multiroom Kit – Mit WLAN und DLAN im Kampf gegen schlechten Empfang

Testszenario

Um die Adapter auch ausreichend testen zu können, haben wir uns einen ganz speziellen Fall ausgesucht. Derzeit wird ein Haus mit einer Wohnfläche von ca. 250 qm und dicken Innenwänden bzw. Decken mit Hilfe einer AVM FRITZ!Box 7390 und einem AVM FRITZ!WLAN Repeater 310 versorgt. Aufgrund der Hausverkabelung kann die FRITZ!Box nicht zentral im Gebäude angeschlossen werden und steht im ersten Obergeschoss an der äußeren Seite des Gebäudes. Der Repeater hingegen wurde zentral im Erdgeschoss untergebracht. Die nachfolgende Skizzen (nicht maßstabsgetreu) soll die Positionen nochmal etwas deutlicher machen. Auf diesen Skizzen sind zudem auch die Orte markiert an denen stationäre Geräte per LAN oder WLAN angeschlossen werden. In allen Räumen können außerdem mobile Geräte wie zum Beispiel Smartphones odes Notebooks vorhanden sein.

In diesem Aufbau kommt es besonders an den Postionen die am weitesten vom Router entfernt sind, immer wieder zu Abbrüchen der Funkverbindung oder zu sehr starken Performanceeinbrüchen. Dieses Szenario ist in unseren Augen ein sehr gutes Testbeispiel in der das devolo Magic 2 WiFi Multiroom Kit sein Können unter Beweis stellen kann.

Einrichtung & Betrieb

Auf der Homepage und in der Anleitung verspricht der Hersteller eine einfache und schnelle Einrichtung. Im ersten Schritt sollte man jedoch grob planen wo die drei Adapter angebracht werden sollten. Um die Powerline-Features nutzen zu können, muss ein Adapter natürlich in der Nähe des Routers und mit einem LAN-Kabel an diesem angeschlossen werden. Den zweiten Adapter platzieren wir in unserem Test an dem Punkt im Haus, wo auch vorher der Repeater zu finden war (also zentral im Erdgeschoss). Das letzte WLAN-Modul wurde wiederum im ersten Obergeschoss auf der anderen Seite des Hauses angebracht. Auf der nachfolgenden Skizze sind die Adapter nochmal eingezeichnet.

Die grundsätzliche Einrichtung war, wie vom Hersteller versprochen, denkbar einfach. Alle Adapter wurden in die Steckdose gesteckt und das kleinere Modul wurde mit einem LAN-Port des Routers verbunden. Anschließend musste man einfach nur noch warten. Die Synchronisierung zwischen allen Geräten und die Aktivierung des WLANs passieren innerhalb von zwei bis drei Minuten automatisch. Jeder WLAN-Adapter hat seine eigene SSID und ein eigenes Kennwort was auf der Rückseite zu finden ist. Wer nichts konfigurieren möchte, der wäre jetzt theoretisch schon fertig.

Wer aber zum Beispiel vom Mesh-Feature gebraucht machen möchte, der kommt um eine kurze Konfiguration nicht herum. Hierfür stellt der Hersteller eine kostenlose Software fürs Smartphone (devolo Home Network) oder PC/Mac/Linux (devolo Cockpit) zur Verfügung. Mit diesem Tool lassen sich alle Adapter überwachen, aktualisieren und konfigurieren. Die Startseite gibt erst einmal einen Überblick über alle verwendeten bzw. verbundenen devolo Geräte innerhalb des Netzwerks. Außerdem werden die maximal möglich Geschwindigkeiten an den Knotenpunkten angezeigt. Fährt man mit der Maus über einen der Adapter, so erscheinen kleine Symbole über die man zum Beispiel die Einstellungen über einen Webbrowser aufrufen und verändern kann. Neben den üblichen Einstellung wie SSID, Passwörter, DHCP usw., kann hier zum Bespiel auch angepasst werden ob die Signal-LEDs der Adapter dauerhaft deaktiviert sein sollen. Die Oberfläche sind insgesamt sehr übersichtlich und strukturiert aufgebaut.

Was bedeutet jetzt aber eigentlich Mesh-WLAN? Schnell erklärt zeichnet sich ein Mesh-WLAN dadurch aus, das ein Endgerät sich automatisch immer mit dem schnellsten Knotenpunkt in der Umgebung verbindet. Dazu ist es aber notwendig, dass alle Adapter mit der gleichen SSID betrieben werden. Auch das lässt sich mit diesem Kit einfach umsetzen. Verfügt der eingesetzte Router über die WPS-Funktion (Wi-Fi Protected Setup), können die Magic 2 WiFi Adapter durch einen kurzen Synchronisierungsvorgang sowohl die SSID, als auch das Passwort des WLAN-Routers übernehmen und senden Ihr Signal dann nicht mehr unter einem anderen Namen. Auch diese Konfiguration hat in unserem Fall direkt beim ersten Mal funktioniert.

Zuletzt war noch zu klären, ob sich dieser ganze Aufwand denn Überhaupt gelohnt hat. Dazu wurden vor und nach dem Umbau an diversen Punkten Geschwindigkeits-Messungen über einen DSL-Speedtest durchgeführt. Verwendet wird eine DSL-Leitung mit einer Geschwindigkeit von maximal 16.000 kbits/s. Ist man per Kabel am Router angeschlossen, dann kommen ca. 7500 kbits/s an und der Client kann mit 790 kbits/s hochladen. Über WLAN hat sich der Download um 500 kbits/s und der Upload um 200 kbits/s reduziert. Diese Geschwindigkeiten konnten auch mit dem Einsatz des devolo Magic 2 Multiroom Kits leider nicht verbessert werden. Was sich aber verbessert hat, ist die allgemeine Stabilität. Seit dem Wechsel auf die Mesh- bzw. Powerline-Features des devolo-Kits , gab es an keiner der kritischen Stellen noch Verbindungsabbrüche. Das Hauptziel wurde also erreicht!

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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