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Die besten Musik-Apps für iOS und Android

Hand aufs Herz – Wann hast du zum letzten Mal deinen CD-Player, Plattenspieler oder MP3-Player genutzt? Bei mir persönlich ist das bereits Ewigkeiten her. Doch das verwundert kaum. Schließlich mausert sich unser Smartphone immer mehr als wahrer Allrounder. So kommt der smarte Begleiter im Hosentaschen-Format mittlerweile sogar als wandelnde Musikbibliothek daher, mit der man immer und überall seine Lieblingsmusik oder -podcasts hören kann. Möglich machen das Streaming-Dienste. Hier kannst du auf Millionen unterschiedliche Songs zugreifen, ohne eine gigantische CD-Sammlung anlegen zu müssen. Alles, was du brauchst, ist die passende App. Wir wollen einmal einen Blick auf die verschiedenen Musik-Apps werfen, die der Apple App Store und der Google Play Store bereithalten. Schließlich gibt es neben Branchen-Primus Spotify noch weitere spannende Akteure in diesem Segment.

Spotify (iOS/Android)

Natürlich fangen wir erst einmal mit dem Klassiker an – Spotify. Der 2006 in Stockholm gegründete Streamingdienst konnte mittlerweile knapp 170 Millionen User für sich gewinnen. Wenn man auf die Funktionen und den schieren Umfang des bekanntesten Musik-Streaming-Dienstes blickt, verwundert die Beliebtheit kaum. So erhält man hier Zugriff auf 35 Millionen Songs. Das Geschäftsmodell von Spotify basiert auf einer Wahlfreiheit zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten des Musikhörens. So kann man zum Einen kostenlos Musik genießen. Dabei muss man jedoch ein paar Einschränkungen hinnehmen. Neben regelmäßigen Werbeunterbrechungen fällt auch die Möglichkeit weg, gespeicherte Musik im Offline-Modus zu hören. Um diese Beschränkungen zu vermeiden, musst du dich für das Premium-Abo entscheiden. Damit du nicht die Katze im Sack kaufst, kannst du Spotify-Premium zunächst einmal 30 Tage lang kostenlos testen. Neben der großen Auswahl besticht Spotify auch in Sachen Kompatibilität. Du kannst nämlich nicht nur die App für iOS und Android nutzen, um Musik genießen zu können. Neben der klassischen Desktop-Version bieten nämlich auch immer mehr Hifi-Geräte integriertes Spotify Connect. Smarte Helfer von Amazon oder Google verstehen sich außerdem bestens mit dem schwedischen Streamingdienst.

Bild: Apple App Store

Doch mit Spotify werden nicht nur Musikfans glücklich. Hier kannst du auch deine Lieblingspodcasts finden. Mittlerweile bietet der Streaming-Dienst auch exklusive Podcasts an. Ein sehr beliebtes Beispiel ist wohl „Fest & Flauschig“ mit ZDF-Moderator Jan Böhmermann und Singer-Songwriter Olli Schulz. Doch auch Freunde internationaler Podcasts kommen voll auf ihre Kosten. So kannst du hier beispielsweise den Worten des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und seiner Frau Michelle lauschen. Praktisch ist auch der Algorithmus von Spotify. Schließlich schlägt dir dieser anhand deines Hörverhaltens neue Musik vor, die dir gefallen könnte. Wer sich für Premium entscheidet kann nicht nur werbefrei und offline Musik hören. Außerdem erhältst du die Möglichkeit die Musik in hochwertigen 320 kbit/s zu streamen. Überzeugend ist Spotify auch im Bereich der Bedienung. Durch die App kannst du dich intuitiv navigieren und das dunkle Design stört auch bei Partys in dunklem Ambiente nicht.

Kosten
  • Premium-Account: 9,99 Euro im Monat
  • Familien-Account (bis zu sechs Profile): 15,99 Euro im Monat

Deezer (iOS/Android)

Die nächste Musik-App in unserer Liste hört abermals auf einen bekannten Namen – Deezer. Zwar vereint der Musik-Streamingdienst mit 14 Millionen aktiven Nutzern nur einen Bruchteil der Community von Spotify bei sich, doch in Sachen Musikauswahl macht dem Dienst keiner was vor. Hier erhältst du nämlich Zugriff auf sage und schreibe 53 Millionen Songs. Da dürfte wohl jeder fündig werden. Abseits der Songauswahl kannst du dich bei Deezer auch zwischen mehr als 40.000 unterschiedlichen Radiosendern entscheiden. Selbstverständlich gehören wie bei Spotify auch Hörbücher und Podcasts zum Portfolio. Praktischerweise bietet dir Deezer die Möglichkeit, nicht vorhandene Songs in deine persönliche Musiksammlung zu überführen. Hierfür musst du die entsprechende MP3-Datei einfach nur hinzufügen. Auch Deezer setzt auf eine Unterscheidung zwischen kostenloser und Premium-Version. Die Nachteile der kostenfreien Version sind genauso wie bei Spotify Werbung und fehlender Offline-Modus. Wer unentschlossen ist, kann sich im Rahmen der 30-tägigen Probeversion von der kostenpflichtigen Variante überzeugen lassen. Bei der Konnektivität kann Deezer zwar nicht mit Spotify mithalten, doch auch hier kannst du viele Smart-TVs und Hifi-Geräte nutzen, um Musik zu genießen.

Bild: Apple App Store

So sehr sich Spotify und Deezer im Grundkonstrukt ähneln, so unterschiedlich kommen sie im Design daher. Während Spotify auf dunkles Design setzt, erstrahlt Deezer in freundlich hellen Farben. Wie bei so vielen Dingen ist aber dies einfach Geschmacksache. Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Streamingdienste ist ganz klar die gute Performance. So kannst du dich auch bei Deezer intuitiv von A nach B bewegen und findest schnell den Titel, den du gerne hören möchte. Selbstverständlich kannst du dir auch hier eine persönliche Playlist erstellen und genau die Musik hören, die du möchtest. Ein witziges Feature ist die Karaoke-Funktion. Hierfür klickst du auf das Mikrofon-Symbol und der Text des gerade wiedergegebenen Songs wird dir angezeigt. Für anspruchsvolle Hörer bietet Deezer neben dem Premium-Account auch eine HiFi-Version. Diese kommt mit einer sehr hohen Klangqualität (16 bits/44,1 kHz FLAC) daher. Mehrere Nutzer können sich außerdem den von Spotify bekannten Familien-Account sichern.

Kosten
  • Premium-Account: 9,99 Euro im Monat
  • Familien-Account: 14,99 Euro im Monat
  • HiFi-Account: 19,99 Euro im Monat

YouTube Music (iOS/Android)

Während YouTube bis vor einiger Zeit „nur“ mit dem Streamen von Videos glänzen konnte, ist das Unternehmen mittlerweile auch im Bereich des Musik-Streamings aktiv. Dieser Schritt des Google-Unternehmens ist durchaus gewagt. Schließlich war der Markt der Streaminganbieter schon vor Eintritt von YouTube überaus umkämpft. Auch YouTube erfindet hier das Rad nicht neu. So kannst du dich zwischen einer großen Vielfalt an Songs der unterschiedlichsten Genres entscheiden. Spannend an YouTube-Music ist jedoch die Verknüpfung mit dem Video-Portal selbst. So kannst du hier beispielsweise ganz einfach die Audiospur eines YouTube-Videos abspielen. Dementsprechend besticht die App mit einem gewaltigen Umfang. Auch bei der Bedienung lässt sich die Musik-App nicht lumpen. Man merkt einfach, dass Google das Zepter in der Hand hält. So kann man spielend leicht von A nach B navigieren und findet blitzschnell den passenden Song. Des Weiteren bietet dir YouTube-Musik ortsspezifische Musik an – wenn du es denn zulässt. Bei aktivierter Ortung deines Smartphones erkennt YouTube-Music nämlich, ob du gerade in den eigenen vier Wänden bist oder dich auf der Autobahn befindest. Dementsprechend gibt der Dienst entweder entspannte Musik oder Musik für den perfekten Road-Trip wieder.

Bild: Apple App Store

Wo YouTube draufsteht ist natürlich auch YouTube drin. So kannst du dir in der App selbstverständlich auch gleich die passenden Musikvideos ansehen. Hier hat YouTube Music gegenüber der Konkurrenz dann doch einen kleinen Vorteil. Einige User werden mit YouTube Music jedoch nicht zufrieden sein. Dies gilt für all diejenigen, die nicht nur Musik, sondern auch gerne Podcasts oder Hörbücher streamen. In diesem Punkt ist YouTube Music nämlich ganz klar im Nachteil gegenüber der Konkurrenz. Wer dennoch Hörbücher hören möchte, muss auf die Bibliothek von Google Play Music zugreifen. Wer YouTube Music in der kostenlosen Version nutzen möchte, wird nicht allzu lang Freude daran haben. Schließlich kannst du in der Gratis-Version die App nicht minimieren ohne dass die Musikwiedergabe pausiert wird. Selbiges gilt, wenn du das Display des Smartphones ausschaltest. Diese Nachteile fallen in der Premiumversion sowie dem Familien-Account weg. Auch YouTube Music gibt dir die Möglichkeit die Premium-Version testweise 30 Tage lang kostenlos zu nutzen.

Kosten
  • Premium-Account: 9,99 Euro im Monat
  • Familien-Account: 15,99 Euro im Monat

Tidal (iOS/ Android)

Mit Tidal haben wir einen Streamingdienst in unserer Liste, der sich zum Ziel gesetzt hat, Musik in bestmöglicher Qualität abzuliefern. Hier bekommst du in einer der werbefreien, aber kostenpflichtigen Versionen eine Musikwiedergabe in HiFi- oder Master-Klangqualität. Bei der Musikauswahl kann sich der Dienst auch sehen lassen. So erhältst du hier Zugriff auf mehr als 70 Millionen Lieder. Wer sich selbst als audiophile Person bezeichnet, dürfte hier definitiv fündig werden. Wie YouTube Music bietet auch Tidal abseits der großen Musikauswahl über 250.000 Videos.

Bild: Apple App Store

Wer sich aufgrund minderwertiger Qualität bislang vor Streamingdiensten gescheut hat, dürfte seiner hochwertigen Soundanlage mit Tidal eine gute Alternative zu Schallplatten und CDs bieten können. Grund hierfür ist, dass Tidal nicht auf Standardauflösung, sondern hochauflösenden Musikgenuss setzt. So kannst du dir mit dem speziellen HiFi-Abo Millionen von Tracks nicht nur in HiFi und MQA, sondern sogar Raumklang wie Dolby Atmos und 360 Reality Audio sichern. Dank My Mix und My Video Mix erarbeitet Tidal außerdem zu dir passende Playlists. Hierbei legt die Musik-App deine sonstigen Hör- und Sehgewohnheiten zugrunde.

Kosten
  • Premium-Account: 9,99 Euro im Monat
  • Familien-Account: 14,99 Euro im monat
  • HiFi-Account: 19,99 Euro im Monat

Amazon Music Unlimited (iOS/Android)

Es ist allgemein bekannt, dass Versandriese Amazon schon lange Zeit nicht mehr nur Pakete ausliefert. Obendrein sorgt das weltweit bekannte Unternehmen inzwischen nämlich auch für unsere Unterhaltung. Neben der großen Film– und Serienauswahl von Amazon Prime Video kannst du dank Amazon Music Unlimited mittlerweile auch jede Menge Musik hören. Wer eine Prime-Mitgliedschaft sein eigen nennt, kann bereits ohne Zusatzkosten Prime Music nutzen. Sollte dir das jedoch nicht reichen, kannst du dir außerdem eine Mitgliedschaft bei Amazon Music sichern. Das Unternehmen bietet seinen Streamingdienst in zwei unterschiedlichen Varianten an. Neben Amazon Music Unlimited kannst du dir außerdem eine HD-Version mit hoher Auflösung sichern. Hier kannst du dank 16 Bit und 44,1 kHz eine weit bessere Qualität genießen. Amazon bietet mit seinem Echo Studio den dazu passenden Lautsprecher inkl. beeindruckenden 3D Sound an.

Bild: Apple App Store

Amazon macht auch bei seiner Musik-App keine halben Sachen. So wird nicht nur die Musikauswahl immer größer, sondern auch die anderen Audio-Angebote vielfältiger. Mittlerweile kannst du nämlich nicht nur Musik hören. Darüber hinaus kannst du dich über exklusive Podcasts und Radio-Übertragungen der Bundesliga freuen. Amazons bekannte KI „Alexa“ sorgt dafür, dass Amazon Music in Sachen Einfachheit kaum überboten werden kann. In Kombination zu einem Alexa-kompatiblen Gerät lässt sich alles mit deiner Stimme steuern.

Kosten
  • Amazon Music Unlimited: 7,99 Euro (Prime-Mitgliedschaft), 9,99 Euro (keine Prime-Mitgliedschaft)
  • Amazon Music Unlimited HD: 12,99 Euro

Apple Music (iOS/Android)

Wie der Name bereits verrät, stammt unsere nächste Musik-App aus dem Hause des iPhone-Erfinders. Mit seinem Release im Jahr 2015 war der Streamingdienst im Vergleich zu Spotify, Deezer und Co. recht spät von der Partie. Dennoch setzen mittlerweile einige Stammnutzer auf das umfangreiche Angebot von Apple Music. Das verwundert in Anbetracht der großen Auswahl von mehr als 70 Millionen Songs wohl kaum. Wie bei anderen Diensten des Tech-Unternehmens aus Cupertino in Kalifornien erfreuen sich auch hier die User an der unkomplizierten Verknüpfung mit anderen Diensten von Apple.

Bild: www.apple.com

Doch nur, weil Apple Music für iPhones und iPads prädestiniert entwickelt wurde, heißt dies keineswegs, dass Besitzer eines Android-Geräts nicht zugreifen dürfen. So gibt es Apples Streamingdienst genauso gut auch im Google Play Store. Toll finden wir die Suchfunktion von Apple Music. Hier kommst du nicht nur mit dem Titel allein zum Ziel. Schon Textzeilen aus dem Lied genügen, um den passenden Song zu finden. Das wird all denjenigen gefallen, die häufig verzweifelt nach Namen von Songtiteln suchen.

Kosten
  • Premium-Account: 9,99 Euro im Monat
  • Familien-Account: 14,99 Euro im Monat

SoundCloud (iOS/Android)

Last but not least wollen wir noch einen Blick auf ein weiteres Urgestein im Bereich der Musik-Apps werfen. SoundCloud wurde im August 2007 in Stockholm ins Leben gerufen. Nicht nur der Geburtsort deckt sich mit Spotify. Auch in Sachen Auswahl kann SoundCloud mindestens genauso auftrumpfen wie Spotify. Schließlich bietet der Dienst die mit Abstand größte Musikauswahl aller in unserer Liste befindlichen Musik-Apps. Woran das liegt? Jeder Künstler und all diejenigen, die es werden wollen, können hier problemlos ihre Songs hochladen. Und davon machen viele Musiker Gebrauch. Schließlich können sie so nicht nur bekannt und bestenfalls berühmt werden. Darüber hinaus erhalten sie unmittelbares Feedback auf ihre Werke.

Bild: Apple App Store

Insofern kann sich SoundCloud als eine echte Fundgrube erweisen. Hier kann man unbekannte Schätze entdecken, die möglicherweise in ein paar Jahren zum echten Hit werden könnten. Es ist gerade dieser überaus tiefe Pool an unzählig vielen Künstlern der unterschiedlichsten Genres, die SoundCloud so einzigartig macht. Wer sich gerne auf die Suche nach unbekannten Musikhighlights begibt, wird hier definitiv fündig. Doch einen Wermutstropfen muss man verkraften. So kommen Freunde kommerzieller Musik in der Regel nicht auf ihre Kosten. Schließlich fehlen viele bekannte Titel.

Kosten
  • Standard-Version: 5,99 Euro im Monat
  • Premium-Paket: 9,99 Euro im Monat

Fazit: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Während vor einigen Jahren noch Spotify unangefochten an Platz 1 der Musik-Apps stand, haben sich die Konkurrenten mittlerweile mehr als nur gemausert. Sie zeigen nun eine beeindruckende Wettbewerbsfähigkeit, an der Spotify sich regelmäßig messen lassen muss. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass du mit keinem der Dienste einen echten Fehler machst. Stattdessen bieten dir inzwischen nahezu alle eine umfangreiche Musikauswahl, bei der so ziemlich jeder fündig wird. Freunde von eher unbekannten Musikstücken sollten sich jedoch überlegen, ob sie zusätzlich zu Spotify, Deezer oder Tidal einen Account bei SoundCloud anlegen. Schließlich kann man hier auf echte Perlen stoßen, die bei den anderen Diensten verborgen bleiben.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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