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Disney+ knackt die 10 Millionen Abonnenten

Der neue Streamingdienst Disney+ ist in Deutschland und weiteren europäischen Ländern erst ab dem 31. März 2020 verfügbar. Laut einer Pressemitteilung des Konzerns konnten trotzdem bereits wenige Tage nach dem Start am 12. November in den USA, Kanada, Neuseeland, Australien und den Niederlanden 10 Millionen Abonnenten geknackt werden. Weitere Informationen über Abozahlen werden wie Disney bekannt gab in Zukunft nicht mehr veröffentlicht, sondern nur noch in den Quartalszahlen an Investoren und Analysten herausgegeben werden.

Derzeit kostet der Dienst nur 6,99 US-Dollar pro Monat. Neben dem im Vergleich zu Netflix günstigen Preis ist die hohe Anzahl der Abos zum Start auch dadurch zu erklären, dass Kunden des Mobilfunknetzbetreibers Verizon Disney+ ein Jahr lang kostenlos erhalten. Analysten gingen vor dem Launch davon aus, dass Disney+ im ersten Jahr zwischen 10 und 18 Millionen Kunden erhalten wird. Derzeit erhalten Neukunden außerdem eine siebentägige kostenfreie Testphase, nach der das Abo gekündigt werden kann. Ob die Anzahl der Kunden langfristig so hoch bleibt oder nachdem Ablauf des ersten Monats wieder sinken wird, ist also noch abzusehen. Um Kunden der Konkurrenz abzuwerben, bietet Disney+ Abonnenten von Netflix und Amazon Prime Video statt der siebentägigen Testphase sogar einen Gratis-Monat an.

Aktuell ist das Angebot der beiden Konkurrenten aber noch deutlich größer. Disney+ streamt nur eigene Inhalte, darunter auch einige bekannte Marvel Titel und die neue Star Wars Serie „The Mandalorian“ die sicherlich einige Nutzer zum Abschluss eines Abos bewegt hat.

Auch Apple TV+, das ebenfalls diesen Monat gestartet ist und 4,99 Euro pro Monat kostet verfolgt eine ähnliche Strategie und bietet nur Eigenproduktionen an. Besitzer von Apple Geräten erhalten für den Streamingdienst einen kostenfreien Zugang für ein Jahr. Das Angebot ist mit unter zehn Serien aber im Vergleich zu allen anderen Anbietern derzeit winzig. Disney+ bietet 600 Filme und 150 Serien, was im Vergleich zu Netflix und Amazon Prime Video immer noch eine relatives kleines Angebot darstellt.

Nutzer von Disney+ berichten derzeit noch von Problemen mit Nvidia Shield Mediaplayern, von denen kürzlich neue Modelle vorgestellt wurden. Streaming ist zwar grundsätzlich möglich, statt 4K-Auflösung jedoch laut einem Beitrag im Nvidia-Forum nur in HD-Auflösung. Ein entsprechendes Update wurde bereits angekündigt, das Releasedatum ist aber noch offen. Ähnliche Probleme bestehen bei Apple TV+ derzeit bei der Nutzung von Amazon Fire-TV-Playern.

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