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Docs.com-Suche erlaubt Einblick in vertrauliche Dokumente

Microsoft ist bekannt für seine Innovationen, ähnlich wie andere IT-Unternehmen dieser Größe, etwa Apple und Google. Das jedoch nicht jede Innovation automatisch eine Erfolgsstory darstellen, wissen nicht nur die Konkurrenten von Sadya Nadellas Multi-Unternehmen, sondern auch dieses selbst. Die jüngste Enttäuschung musste Microsoft bei seiner Suchfunktion Docs.com hinnehmen, wobei nicht unbedingt die Attraktivität dieses Tools dafür sorgte, dass das einst hochgelobte Projekt übers Wochenende keine Suchfunktion hatte.

Was war passiert?

Wie Microsoft selbst jüngst mitteilte musste die Suchfunktion von Docs.com heruntergefahren werden, weil es ein Datenschutz-Debakel gab, das in solch einer Dimension sicherlich einmalig in der IT-Geschichte ist. Laut Mitarbeitern des US-amerikanischen Software- und Elektronik-Riesen sowie zahlreichen Usern der Social Media Seite Twitter zeigt Docs.com vertrauliche Dokumente an, die Nutzer auf den unterschiedlichsten Plattformen hochladen.

Welche Daten wurden ersichtlich?

Neben dem Geburtsdatum zahlreicher User konnten Nutzer von Docs.com bis vor kurzem sogar Kfz-Kennzeichen bestimmten Personen zuteilen. Das war allerdings noch nicht alles. Auch Post- und Email-Adressen wurden angezeigt über die Suchmaschine von Microsoft. Der Hauptgrund für die Entscheidung der Deaktivierung der Suche von Docs.com lag allerdings darin, das mit bestimmten Suchbegriffen und Algorithmen gar die Möglichkeit bestand, Einblick in Scheidungspapiere zu erhalten. Da kennt selbst der IT-Reise aus den USA keinen Spaß mehr – erst recht nicht die europäischen Verbraucherschutzverbände.

Was sind die Konsequenzen?

Nachdem die Suchfunktion von Docs.com kurzzeitig gestoppt wurde, versucht sich Microsoft in Diplomatie und Harmonie. Mit anderen Worten: die Fehler wurden eingestanden und deutliche Nachbesserungen in Aussicht gestellt. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, auch weil die angemeldeten User des Programms direkt betroffen sind.

Wo genau lag überhaupt das Problem?

Laut Branchenexperten und Twitter-Usern lag das Problem nicht bei Microsoft, sondern bei den registrierten Usern von Outlook, Skype und Co. selbst. In den Profileinstellungen gibt es einen Bereich, in dem die Upload-Optionen kontrolliert werden können. Wer den Haken nicht an der richtigen Stelle setzte, teilte alle seine Dokumente mit der Docs.com-Community. Dieser Fehler bzw. diese Einstellungsfunktion sollen laut Microsoft jedoch in Kürze abgeändert werden.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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