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Ein Gaming-PC für 300 Euro? So könnte er aussehen!

Ein Gaming-PC muss teuer sein? Gute Hardware hat ihren Preis? Natürlich kann man von einem 300 Euro Gaming-PC nicht allzu viel erwarten – man wird vermutlich nur weniger grafisch aufwendige Spiele auf ihm zocken können. Dennoch hat nicht jeder das Budget gleich mehrere Tausend Euro für einen PC auszugeben. Daher präsentieren wir im Folgenden eine Zusammenstellung des YouTubers KreativEcke, wie ein PC für 300 Euro aussehen könnte. Bitte bedenkt, dass ihr für den Preis natürlich eher einen Office-PC erhaltet.

Die Komponenten des PCs

Das Gehäuse: Sharkoon S1000

Das verwendete Micro-ATX-Gehäuse zeichnet sich vor allem durch seinen äußerst kompakten Aufbau aus. Darüber hinaus verfügt es als erstes Micro-ATX-Gehäuse über einen Tunnel, welcher die Anbringung des Netzteils und der Festplatte an der Unterseite des Gehäuses ermöglicht. Durch diesen Tunnel werden Netzteil und Festplatte nicht nur platzsparend, sondern auch auf den ersten Blick unsichtbar im Gehäuse untergebracht. Es verfügt weiterhin über einen verschiebbaren Festplattenkäfig, einen abnehmbaren Staubfilter und ein kabelloses Frontblenden-Design.

Der extern zugängliche Laufwerksschacht, mit dem das Sharkoon S1000 ausgestattet ist, stellt mittlerweile eine Rarität dar. Kaum ein heute veröffentlichtes Gehäuse verfügt über einen von außen zugänglichen Schacht – inwieweit dies nun einen tatsächlichen Vorteil darstellt, sei dahingestellt. Hinter der Front können zwei 120 oder 140 Millimeter große Lüfter installiert werden. Darüber hinaus kann über das Seitenteil für zusätzliche Belüftung gesorgt werden. Insgesamt fasst das Gehäuse 35,51 Liter und bietet somit vergleichsweise viel Platz für Hardware.

Das Netzteil: be quiet! System Power 9

Ganz dem Motto des Herstellers folgend soll das Netzteil nicht nur zuverlässig, sondern auch leise sein. Der Hersteller bewirbt das verwendete Netzteil als ideal für den preisbewussten PC-Bau geeignet – was angesichts des eher niedrigen Preises treffend erscheint.

Das Netzteil zeichnet sich durch zwei unabhängige 12-Volt-Leitungen, die für die zuverlässiger Stromversorgung von CPU und GPU sorgen sollen, aus. Es unterstützt ferner Grafikkartenkonfigurationen mit zwei PCI-Express-Anschlüssen.

Ferner ist es mit einem temperaturgesteuerten 120-mm-Lüfter ausgestattet, der für einen möglichst leisen Betrieb sorgen soll. Aktiviert wird er lediglich, wenn hinsichtlich der gemessenen Temperaturen feste Grenzwerte überschritten werden. Die verwendete DC/DC-Technologie soll indes für eine starke Spannungsregulierung sorgen und das be quiet! System Power 9 somit auch mit modernsten Prozessoren und Grafikkarten kompatibel machen.

Festplatte: Toshiba P300

Die verwendete P300-Festplatte von Toshiba bietet ein Fassungsvermögen von einem Terabyte. Nutzer müssen sich jedoch damit abfinden, dass es sich um eine HDD handelt – hier zeigen sich erstmals die Grenzen des vergleichsweise günstigen PC-Baus. Da es sich jedoch um eine sehr leistungsstarke klassische Festplatte handelt, sollte dieser Umstand nicht weiter ins Gewicht fallen.

So bietet die HDD von Toshiba eine Datenrate von bis zu sechs Gigabit pro Sekunde bei 7.200 Umdrehungen in der Minute. Hiermit bietet Toshiba eine für HDDs außergewöhnlich hohe Geschwindigkeit. Die Tatsache, dass der Speicherplatz sehr großzügig bemessen ist, erscheint indes kaum weiter erklärungsbedürftig. Toshiba erklärt weiterhin, modernste PMR- und TMR-Technologie einzusetzen, um eine möglichst hohe Speicherdichte zu erzielen, was wiederum die Ladezeiten verkürzt.

Darüber hinaus ist die Toshiba P300 mit einem Stoßsensor ausgestattet, der die gespeicherten Daten auch bei Erschütterungen vor Zerstörung retten soll. Gleichzeitig soll die verwendete Ramp-Load-Technologie die Lebensdauer der Festplatte erhöhen.

RAM: Patriot Memory Viper Elite

Der RAM ist mit für einen 300 Euro PC mit 8 GB reichlich bemessen. Wie zu erwarten kommt der Speichertyp DDR4 zum Einsatz. Die Speicherfrequenz des Arbeitsspeichers liegt indes bei 2.400 MHz. Der verwendete RAM nutzt Speicherelemente der Form 288-pin-DIMM. Farblich ist der Arbeitsspeicher in Schwarz, Silber und Rot gehalten, was dafür sorgt, dass er sich gut in das Setup des Gaming-PCs fügt.

Hersteller „Patriot Memory“ verspricht mit dem Viper Elite weit mehr als reine Funktionalität – der Arbeitsspeicher soll selbst in anspruchsvollsten Systemen hervorragende Leistungen vollbringen. Hierfür setzt der Hersteller nicht nur auf durchweg hochwertige Materialien, sondern greift auch hinsichtlich der gesamten Konstruktion auf seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurück.

Mainboard: Gigabyte GA-AB350M-DS3H

Das verbaute Mainboard weist eine für die Praxis nicht relevante Kuriosität auf: Statt des namensgebenden Chipssatzes „B350“ ist es mit einem X370-Chipsatz ausgestattet. Da die weiteren Möglichkeiten, die dieser andere Chipssatz prinzipiell zu bieten in der Lage ist, nicht genutzt werden können, bemerkt der Nutzer dieses Kuriosum in der täglichen Benutzung jedoch nicht.

So verfügt das Mainboard über einen USB 3.1 Gen2 Anschluss und lediglich vier SATA-Anschlüsse. Auch wenn das Mainboard eine erstklassige Preis-Leistung bietet, kann es ohne Probleme später aufgerüstet werden, sollte der CPU oder der Arbeitsspeicher nicht mehr ausreichend sein. Es können bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut werden.

Außerdem verfügt es über einen M.2-Anschluss für eine schnelle NVMe-SSD, wodurch man die Ladezeiten des PCs enorm beschleunigen kann.

Als Grafikausgänge bietet es HDMI und DVI-D, es kann jedoch auch problemlos eine Grafikkarte mit eigenen Anschlüssen nachgerüstet werden.

Insgesamt kommt mit dem Gigabyte GA-AB350M-DS3H also ein für dieses Preissegment sehr leistungsstarkes und gut ausgestattetes Mainboard zum Einsatz, welches die anderen Hardware-Komponenten in der Praxis bestens unterstützen sollte.

Prozessor und Grafik: AMD Ryzen 3 2200G mit Radeon-Vega-Grafikkarte

Der Prozessor mit integrierter Grafikkarte stellt mehr oder weniger das Herzstück des gesamten PC-Setups dar. Er ist übertaktbar und ideal auf die Bedürfnisse des eSports abgestimmt. So überrascht es kaum, dass er die teuerste Komponente des vorgestellten PC-Systems darstellt.

Mit vier CPU-Kernen und einer Basistaktrate von 3,5 GHz ausgestattet verspricht der AMD Ryzen 3 2200G vor allem enorm viel Leistung. Die maximal mögliche Taktrate des Prozessors liegt bei 3,7 GHz. Gekühlt wird das Gerät, das Temperaturen von bis zu 95 Grad Celsius zu ertragen in der Lage ist, von dem Boxed-Kühler „Wraith Stealth“.

Hinzu kommen acht GPU-Kerne und vier Threads. Der gesamte L2-Cache beträgt zwei MB, der L3-Cache 4 MB und der L1-Cache 348 KB. Die Standardleistungsaufnahme liegt indes bei 65 Watt, während die maximale Speichertaktfrequenz bei 2.993 MHz liegt. Als Speichertyp wird DDR4 auf zwei Speicherkanälen verwendet.

Der Grafikchip verfügt indes über acht Kerne und eine Grafikkartenfrequenz von 1.100 MHz.

Hiermit kann zwar keine großartige Grafikleistung erwartet werden, doch für den Einstieg reicht es – und wenn man mehr braucht, kann man dem 300 Euro Gaming-PC jederzeit eine Grafikkarte verpassen.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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