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Elgato Facecam: Neue Webcam für Content Creator im Test

Bildqualität der Elgato Facecam

Ohne Feineinstellung liefert die Elgato Facecam eine gute Bildqualität ab und punktet vor allem durch ihr 82 Grad großes Sichtfeld. Das sind immerhin vier Grad mehr, als bei der vergleichbaren Logitech StreamCam – auf ein eingebautes Mikrofon verzichtet Elgato aber konsequent, was unserer Meinung nach auch sinnvoll ist. Eine blaue Status-LED am linken Rand der Cam symbolisiert dabei, dass gerade ein Bild erfasst wird.

Die Facecam ermöglicht FullHD-Aufnahmen (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, was für Streamer völlig ausreichend ist. Dabei punktet das Bild mit einer ordentlichen Schärfe und gelungenen automatischen Einstellung der Beleuchtung.

Immerhin sorgt im Inneren der Cam die „Advanced Image Engine“ mit mehreren Millionen von Berechnungen pro Sekunde dafür, dass Weißabgleich, Schärfe oder Farbgebung automatisiert auf hohem Niveau dargestellt werden. Das funktioniert in den meisten Fällen auch ausgesprochen gut, wenngleich die Farbgebung out of the box etwas zu kräftig ausfällt und ein leichtes Bildrauschen erkennbar ist. Eine Beleuchtung neben der Kamera wirkt hier Wunder.

Hinsichtlich der Details liegt die Facecam auf dem Niveau der Konkurrenz, ohne selbst nennenswerte Ausrufezeichen zu setzen. Immerhin: auch wenn die Cam keinen Autofokus bietet, ist das Bild zwischen 30 und 120 cm scharf, genau der Abstand, den man normalerweise zum Bildschirm hat. Dass die f/2.4-Blende nicht ganz so lichtstark ausfällt wie bei der Konkurrenz, fällt hingegen kaum ins Gewicht. Der Unterschied ist lediglich beim direkten Vergleich erkennbar, für den vorgesehenen Streaming-Einsatz ist das Objektiv mehr als ausreichend.

Elgato Camera Hub als Software

Zwar ist die Elgato Facecam dank Plug&Play sofort einsatzbereit, auf den Download der zusätzlichen Camera Hub-Software sollte man allerdings dennoch nicht verzichten. Mithilfe des Programms werden nicht nur Firmware-Updates heruntergeladen, auch die detaillierte Feineinstellung des Bildes ist damit möglich.

Neben dem Zoom lassen sich darin beispielsweise Kontrast, Sättigung oder Schärfe anpassen. Im Abschnitt zur Beleuchtung liefert die Software zudem Informationen über den vorliegenden ISO-Wert und bietet somit die Option, die Belichtung anzupassen. Im manuellen Modus lassen sich darüber hinaus Verschlusszeit und Kompensierung anpassen, um das Maximum aus dem Bild herauszuholen.

Tatsächlich lässt sich mit ein wenig Feinjustierung die Bildqualität der Elgato Facecam damit spürbar verbessern. Die Einstellung des Weißabgleich, eine Rauschminderung und die Wahl zwischen 50 Hz- und 60 Hz-Modus runden die Funktionen der Camera Hub-Software ab.

Ärgerlich hingegen ist, dass Elgato auf eine Option zum Streamen konsequent verzichtet. Lediglich eine Aufnahme von Bildschirmfotos ermöglicht die Software, der Umweg zu OBS, Streamlabs OBS oder Xsplit ist damit zwingend notwendig.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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