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EOS R5 und R6: Canon bringt neue spiegellose Vollformatkameras

Die Kamera-Experten von Canon möchten ihrem Ruf endlich wieder alle Ehre machen. Anstelle der Konkurrenz hinterherzulaufen, möchten sie mit ihren neuen Produkten der EOS-Reihe Referenzprodukte schaffen. Hierbei steht allen voran das neue Topmodell EOS R5 im Fokus. Wer etwas weniger Leistung in Kauf nimmt und stattdessen von einem deutlich besseren Preis profitieren möchte, für den wird Canon die EOS R6 in den Handel bringen.

Misslungener Markteintritt

Canon versuchte bereits vergeblich auf dem Markt der spiegellosen Vollformatkameras Fuß zu fassen. Allerdings scheiterte der Hersteller bislang kläglich. Mit der EOS R brachte der japanische Kamerahersteller sein erstes Produkt in diesem Segment auf den Markt. Dieses war zwar sehr beliebt, konnte aber unter Experten nicht punkten. Dies lag in aller erster Linie daran, dass die EOS R im Gegensatz zu der Konkurrenz anderer Hersteller nichts Neues zu bieten hatte. Innovationen suchte man hier vergebens. Grund hierfür war wohl der Fokus des Herstellers auf ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein neuer Anlauf

Mit den neuen Modellen EOS R5 und R6 möchte Canon ganz klar das Premiumsegment ansteuern. Die Ambitionen sind deutlich zu erkennen. Neben einem Vollformatsensor mit stolzen 45 MP, der einen zuverlässigen Bildstabilisator mitbringt, soll das Topmodell eine Videoaufnahme mit 8K und ohne störende Crop möglich machen. Darüber hinaus unterstützt es  eine interne Aufnahme in 8K mit fast 30 FPS. Wem 4K genügt, der kann sich sogar über knapp 120 FPS und HDR freuen.

Nicht nur im Videobereich überzeugend

Neben den erstaunlichen Features im Videobereich, soll die EOS R5 aber noch in anderen Disziplinen überzeugen können. So spendiert Canon seinem Topmodell einen Serienbildmodus, der 12 Bilder pro Sekunde schießt. Bei elektronischem Verschluss macht die EOS R5 sogar 20 Bilder pro Sekunde möglich. Selbstverständlich ist das Modell vor allem für professionelle Fotografen von besonderer Bedeutung. Damit sie bei jedem Wetter zuverlässig genutzt werden kann, ist sie dementsprechend auch vor Wind, Wetter und Staub geschützt. Profis werden sich auch über die beiden Kartenslots freuen. (CFexpress und SD UHS-II).

Beim neuen Premiummodell verbaut Canon einen OLED-Sucher, der 0,5 Zoll groß ist. Darüber hinaus hat man ein LCD-Display zur Hilfe, welches flexibel ist und 3,2 Zoll misst. Auch drahtlos kann die neue EOS R5 überzeugen. Neben der Unterstützung von WLAN in 5 GHz und 2,4 GHz bietet die Vollformatkamera auch Bluetooth. Wem das noch nicht genügt, der kann optional zu einem Drahtlos-Transmitter mit Unterstützung von Ethernet greifen.

Akku wirkt verhältnismäßig schwach

Wenn man einen Blick auf die Specs der neuen Flaggschiff-Kamera wirft, fällt der Akku ein wenig negativ ins Auge. Insbesondere die Akkulaufzeit wird ausdauernde Fotografen nicht gerade erfreuen. So sollen bei eingeschaltetem LCD gerade einmal 320 Aufnahmen möglich sein. Folglich wird man bei geringer Akkuladung um die alleinige Nutzung des Suchers nicht umhin kommen. Allerdings steigert auch dies die Leistung des Akkus  lediglich auf 330 Aufnahmen. Besonders schwerwiegend ist dies im Betrieb mit 120 Hz. Hier sind gerade einmal 220 Aufnahmen möglich. Glücklicherweise bietet Canon optional einen Batteriegriff an. Der BG-R10 soll die Akkulaufzeit der EOS R5 verdoppeln können.

Die günstigere Alternative

Wer nicht das Referenzprodukt benötigt, dem genügt vielleicht das etwas günstigere Geschwisterprodukt. Die EOS R6 bietet mit ihrem Vollformatsensor mit 20,1 MP noch immer eine anständige Leistung. Besonders erfreulich ist, dass bis auf den schwächeren Sensor nahezu alle anderen Specs identisch zur EOS R5 sind. So bietet die R6 die gleichen Fähigkeiten bei der Aufnahme von Serienbildern und den gleichen Bildstabilisator. Darüber hinaus hat sie den gleichen Akku wie die teurere Alternative. Selbiges gilt auch für den Sucher sowie das LCD.

Allerdings sollten Fotografen, die auf 8K nicht verzichten können, die Finger von der EOS R6 lassen. Diese unterstützt die High-End-Auflösung schlichtweg nicht. Im Bereich von 4K trumpft aber auch die EOS R6 ordentlich auf. Auch die Unterstützung von WLAN ist im günstigeren Modell etwas eingeschränkt. Hier wird „nur“ 2,4 GHz unterstützt. Neben Gemeinsamkeiten im technischen Bereich bietet die R6 auch einen zuverlässigen Schutz vor Wetter und Staub.

Neue Objektive

Die beiden Vollformatkameras waren nicht die einzigen neuen Produkte, die Canon vorstellte. Darüber hinaus bringen die Japaner vier neue Objektive auf den Markt. Neben dem RF100-500mm F4.5-7.1 L IS USM kommen das RF600mm F11 IS STM, das RF85mm F2 MACRO IS STM und das RF 800mm F11 IS STM.

Preis und Marktstart

Ende Juli soll es soweit sein. Fotoenthusiasten können sich dann auf die neuen Vollformatkameras von Canon stürzen. Einen entsprechend großen Geldbeutel sollten Interessierte jedoch ebenfalls mitbringen. Die EOS R5 soll zu einem Preis von 4385 Euro auf den Markt kommen. Mit Wahl der EOS R6 spart man im Vergleich dazu eine Menge Geld. Die günstige Alternativ soll 2600 Euro kosten.

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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