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eRacing-Simulator: Razer stellt Konzept vor

Mit dem eRacing-Simulator könnte Razer ein Produkt schaffen, das neue Wege im Gaming-Bereich beschreitet: Ein Gaming-Stuhl ist eingebunden in ein eSports-Ökosystem, das bis ins Detail auf eRacing-Anwendungen zugeschnitten ist.

Razer ist damit nach MWE Lab und Acer das dritte Unternehmen, das eine Art Gaming-Thron vorstellt. Das Konzept des gewöhnlichen Gaming-Stuhls wird dabei aufgenommen, aber soweit erweitert, dass der Stuhl letztlich nur noch Teil eines Gesamtsystems ist. Razers System kommt dabei völlig ohne Bildschirme aus und arbeitet stattdessen mit Beamern, die das Bild auf eine stark gekrümmte Leinwand projizieren, welche sich direkt vor dem Gaming-Stuhl befindet. Das Sichtfeld beträgt 202 Grad – die spielende Person ist damit rein optisch extrem stark in das Spielgeschehen eingebunden.

Verstärkt wird das Gefühl, tatsächlich über die Rennstrecke zu rasen, durch die Simulation von G-Kräften, welche über das Gurtsystem des Gaming-Stuhls bewerkstelligt wird. Die Gurte üben passend zu bestimmten Spielaktionen einen gewissen Druck auf die spielende Person, die im Stuhl sitzt, aus. Der Stuhl selbst wiederum ist dank zweier Aktuatoren in alle Richtungen neigbar, was der Simulation von Authentizität (ein Widerspruch in sich) zugutekommt. Besagten Widerspruch weitestmöglich auszureizen ist das Ziel des Geräts: Die spielende Person soll, wohlwissend, sich in einem simulierten Setting zu befinden, in einen maximal an die tatsächliche Rennstrecke erinnernden Zustand versetzt werden. Razer zieht dabei, wie die Beschreibung des eRacing-Simulators zeigt, beinahe alle technisch zur Verfügung stehenden Register. Neu ist diese Zielsetzung nicht – grundsätzlich verfolgt beinahe jedes Videospiel sie. Die gewählten Mittel führen möglicherweise jedoch dazu, dass der Grad, in dem die Simulation glauben machen kann, keine zu sein, im Vergleich mit anderen Videospielen deutlich verschoben wird. Anders ausgedrückt: Wesentlich naturalistischer geht es heute kaum.

Konzipiert wurde der Simulator, der noch keineswegs verkaufsreif ist, unter anderem in Zusammenarbeit mit Vesaro, Simpit, Fanatec und Synthesis VR. Razer sucht außerdem weitere Firmen, die daran interessiert sind, sich an der Weiterentwicklung des Systems zu beteiligen. Das erklärte Ziel besteht darin, den Simulator zur Marktreife zu bringen. Wann dieses Ziel umgesetzt werden wird, kann heute noch nicht gesagt werden.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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