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Facebook und Ray Ban arbeiten an smarter Brille

Nachdem erst kürzlich Facebooks baldiger Release der VR-Brille Oculus Quest 2 bekannt geworden ist, wird nun klar, dass das Unternehmen ein weiteres Ass im Ärmel hat. So möchte der Social Media Riese im kommenden Jahr eine smarte Brille auf den Markt bringen. Dabei arbeitet Mark Zuckerbergs Unternehmen mit keinem geringeren als dem beliebten Brillen-Hersteller Ray Ban zusammen.

Spärliche Informationen

Leider halten sich beide Unternehmen derzeit noch mit näheren Details zur smarten Brille zurück. Alles, was wir bislang wissen, ist, dass sie 2021 auf den Markt kommen soll. Das Design können wir jedoch bereits betrachten. Und das sieht wirklich interessant aus. Facebook hat mehrere Videos veröffentlicht, die Appetit auf mehr machen sollen. Doch auch bei den Videos wird noch nicht deutlich, zu welchen Funktionen die Brille im Detail in der Lage sein wird.

Laut Facebook eine Smart Glass

Wenn man einem Tweet von Facebook Glauben schenken mag, dann soll die kommende Brille keine wirkliche AR-Brille, sondern vielmehr eine smarte Brille sein. Damit ist sie wohl am ehesten mit der Google Glass vergleichbar. Facebook macht deutlich, dass die Brille unter anderem Mitteilungen anzeigen kann. Dabei wird von der Brille aber nicht die Außenwelt wahrgenommen. Somit kann es sich bei der Brille nicht um eine reinrassige AR-Brille handeln. Schließlich müsste die Brille dann eine Art Interaktion mit der Außenwelt erlauben können. Von einer smarten Brille zu sprechen erscheint demzufolge sinniger.

Kameras sind nicht nötig – noch nicht

Damit besitzt Facebook bei der Entwicklung einen großen Vorteil. Das Unternehmen muss keine Kameras verbauen, die einen Scan der Außenwelt möglich machen. Sicherlich verzichtet Facebook nicht auf derartige Kameras, weil es nicht möglich ist, selbiges in die Tat umzusetzen. Es scheint vielmehr als würde das Unternehmen dabei aus den Fehlern von Googles smarter Brille lernen. Schließlich sorgten bei der Google Glass die Kameras für eine fehlende Akzeptanz beim Endkunden. Die Angst auf Seiten der Datenschützer war schlichtweg zu groß. Dementsprechend nahm Google die Brille kurzerhand vom Markt. Zumindest von dem Markt für Privatkunden. Schließlich ist die Google Glass keinesfalls tot. So findet sie noch heutzutage Anwendung in vielen Unternehmen.

Facebook möchte mit seiner smarten Brille zunächst einmal im Segment der smarten Brillen einen Neuanfang starten. Mit der Unterstützung durch das namhafte Unternehmen Ray Ban erhofft sich der Social Media Gigant eine hohe Akzeptanz bei den Endkunden. So soll das Produkt einer smarten Brille von der breiten Öffentlichkeit völlig neu wahrgenommen werden. Doch mit der neuen smarten Brille wird Facebook sich keinesfalls zufrieden geben. Nach eigenen Angaben möchte das Unternehmen Produkte liefern, die „unseren Blick auf die Welt verändern“. Hieraus lässt sich interpretieren, dass Facebook möglicherweise einen nahtlosen Übergang von einfacher smarter Brille hinüber zur AR-Brille anstrebt. Ob dieser Plan aufgeht, bleibt abzuwarten.

AR-Brillen sind die Zukunft

Wenn es nach Facebook geht, schlummert in AR-Brillen ein großes Potential. Schließlich hat das Unternehmen parallel zur kommenden Brille den Startschuss von „Project Aria“ bekanntgegeben. Dieses Projekt hat eines im Sinne: die perfekte AR-Brille zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Facebook einigen Hundert Personen eine AR-Brille ausgehändigt. Hierbei handelt es sich neben Mitarbeitern von Facebook selbst auch um viele Freiwillige. Diese sollen die Brille in ihrem Alltag tragen. Im Rahmen des Versuchs soll herausgefunden werden, welche Algorithmen eine AR-Brille benötigt. Nach eigenen Angaben achtet Facebook dabei sehr stark auf Datenschutz und Privatssphäre der Teilnehmer und Dritter. Schließlich entstehen bei alltäglichen Videoaufnahmen auch entsprechend persönliche Mitschnitte. Inwiefern man dem Unternehmen glauben kann, dass es seinen Fokus auf entsprechende Sicherheiten legt, darf man durchaus anzweifeln. Schließlich steht das Soziale Netzwerk keinesfalls dafür, einen ausgereiften Datenschutz zu besitzen.

In der Brille „Project Aria“ schlummert einiges an Technik. Am wichtigsten sind dabei wohl die Kameras.

Aria ist noch Zukunftsmusik

Facebook spricht nicht ohne Grund von „Project“ Aria. Hierbei handelt es sich um erste Gehversuche einer AR-Brille. Entsprechend eingeschränkt sind auch die Funktionen der Brille derzeit noch. So zeigt das Forschungswerkzeug bislang keine Informationen im Sichtfeld an. Es dient einzig und allein der Sammlung von Informationen. Umso gelegener kommt kommt der Release der „normalen“ smarten Brille von Facebook. Schließlich kann das Unternehmen die Informationen im Sichtfeld im Rahmen einer gigantischen Feldstudie perfektionieren. Im Endeffekt kann uns dann in einigen Jahren wahrscheinlich die erste richtige AR-Brille von Facebook erwarten. Wir sind gespannt.

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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