[Lesertest] D-Link Mini HD Wi-Fi Kamera DCS-8000LH

Flying-Mango

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Beruflich und Privat bin ich gerne und viel unterwegs. Dennoch ist mein Zuhause der Ort des Rückzugs, meine Oase, an welcher ich mich wohl und geborgen fühlen möchte. Das war auch einer der Gründe, warum ich mich für den Lesertest beworben habe. Und ich habe das Glück und zähle zu den Gewinnern.

Als das Paket mit der D-Link Mini HD Wi-Fi Kamera bei mir ankam, war ich schon sehr überrascht. So klein und kompakt hätte ich sie mir wirklich nicht vorgestellt. Die Größe überzeugt. Toll fand ich auch, dass eine Halterung für die Kamera beigelegt war (siehe Foto), mit dem Hinweis, dass dies zukünftig zur Grundausstattung gehört.

Neben der Kamera und der Halterung, welche auch an eine Wand geschraubt werden kann und somit eine Menge Flexiblität bietet befand sich in der Verpackung ein Netzteil sowie eine kleine Karte mit Infos, wo man die App findet. Diese ist wichtig und sollte man nicht verlieren, da hier ein benötigter QR Code zu finden ist.

Eine Anleitung selbst habe ich vermisst.

Also ging es los, App suchen und runterladen, mit Hilfe des QR Codes mit der Kamera verknüpfen und die DCS-8000LH ins WLan integrieren. Nicht zu vergessen ist, dass man sich bei D-Link registrieren muss.

Die App persönlich finde ich optisch sehr gut gelungen. Allerdings ist diese weder selbsterklärend und ich habe teilweise lange nach Funktionen gesucht. Ein logischer Aufbau sowie die Menüführung ist aufgrund von einem fancy Design verloren gegangen. Schade.

Hat man sich aber einmal mit Geduld durchgeschlagen, kann es losgehen. Unter „Devices“ fand ich dann meine Kamera. Hier sind auch alle weiteren D-Link Smart Home Produkte aufgeführt, sofern man diese besitzt. Im Punkt „One Tab“ lassen sich Situationen einstellen. Diese sind wirklich hilfreich und erlauben die schnelle Bedienung wie die Aktivierung des „Privacy Modus“ wenn man zu Hause ist. Verwirrend ist jedoch, dass der „Away“ Tab in den Settings der Kamera deaktiviert sein muss, damit die Kamera beim Verlassen aktiviert ist. Das ist für mich unlogisch.

Unter Events & Videos sollten die Alerts gespeichert werden. Leider funktioniert dies auch nicht zuverlässig. Zwar meldet die Kamera auffällige Bewegungen und Aktivitäten, doch die Speicherung versagt. Eine externe Speicherung ist nicht vorgesehen und es gibt nur eine Cloud Speicherung. Der Free Plan ist dabei kostenlos (max. 3 Kameras, 1 Tag Cloud Speicher). Basic für max. 3 Kameras und 7 Tage Cloud Speicher kosten schon 24,99 € im Jahr, Premium (max. 5 Kameras, 14 Tage Cloud Speicher) 49,99 € und Pro (max. 10 Kameras, 30 Tage Cloud Speicher) sagenhafte 99,99 € im Jahr. Eine Downloadmöglichkeit gibt es selbst nicht.

Störend finde ich bei der App generell die unsagbar langen Reaktionszeiten. Dies macht sich insbesondere beim Ein- und Ausschalten der Kamera bemerkbar.

In Aktion liefert die Kamera ein gutes 720 p HD Bild. Da die Kamera keine Schwenkfunktion bietet, sollte man sich vorher Gedanken über den idealen Platz machen, um ein möglichst großes Sichtfeld zu finden. Zu dem Bild lässt sich ein Mikro hinzuschalten.

Insgesamt überzeugt das Bild. Mit zwei Fingern lässt sich in das Bild live zoomen. Mit Tageslicht bekommt die Bildqualität von mir ein Sehr Gut, für den Nachtmodus ein Befriedigen.

Die Kamera ist mit Motion & Sound Detection ausgestattet und liefert Notifications aufs Smartphone. Auch hier ist die Übertragungszeit nicht die schnellste. Schade, denn genau darauf kommt es eigentlich an.

Die Einbindung in die Sprachsteuerung von Amazon funktionierte bei mir einwandfrei. Somit lässt sich die Kamera über Alexa einschalten – logischerweise jedoch nicht ausschalten, um Missbrauch vorzubeugen.

Im Vergleich zu meiner Bosch Smart Home Kamera muss man erst einmal den Preis zugrunde legen. Mit 50 € ist die D-Link Mini HD Wi-Fi DCS-8000LH deutlich günstiger als die Bosch 360° Smart Home (189 €). Daher darf man auch bei der Ausstattung nicht ganz so viel erwarten. Dennoch, im Vergleich würde ich die D-Link als Add-on und niemals als Single Source Solution wählen. Zum einen basiert diese Entscheidung auf die langsame Reaktionszeit als auch auf die wirklich schlechten Speichermöglichkeiten.

Fazit: Die Kamera reicht aus, um zu sehen, was zu Hause passiert. Die Reaktionszeiten sind mir persönlich zu lang. Eine Beweissicherung ist jedoch nicht unbegrenzt möglich und man muss sich darauf verlassen, dass die D-Link Cloud wirklich alles speichert. Und dies auch nur für einen kurzen Zeitraum bzw. zu unglaublich hohen Preisen – ohne Downloadmöglichkeit.
Für 50 € bekommt man eine gute Kamera. Mehr leider aber auch nicht. Hier bietet sich ein deutliches, nutzerorientiertes Verbesserungspotential dem Hersteller.
 

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