Spiele Testberichte

Das ultimative Rennerlebnis – Forza Horizon 4 im Test!

Online-Modus mit vielfältigen Optionen

Mit dabei ist selbstverständlich auch wieder ein offener Online-Modus. Hier können Spieler entweder verschiedene Aufgaben erledigen, Rennen fahren oder einfach frei herumfahren. Sie begegnen dabei immer wieder anderen Spielern, mit denen jedoch kein weiterer Kontakt erfolgen muss, sofern nicht gewünscht. Die Entwickler haben jedoch eine Schnell-Chat-Funktion eingeführt, die sich als durchaus nützlich erweist. Mit dieser können andere Spieler etwa zu Rennen aufgefordert werden, oder darum gebeten, sich anzuschließen, um gemeinsam Mehrspieler-Aufgaben zu erledigen.

Beides gestaltet sich nicht nur abwechslungsreich, sondern insgesamt äußerst spaßig. So werden verschiedenste Gegenstände und Funktionen, die sowieso im Spiel vorhanden sind, in diese Aufgaben eingebunden – man rast etwa gemeinsam in Radarfallen, vollführt Sprünge auf den Hügeln der schottischen Landschaft oder fährt Oldtimer-Rennen gegen andere Spieler.

Nervige Zeitgenossen, die ihren Spaß daraus ziehen, anderen das Spiel zu versauen, muss man im vierten Teil der Arcade-Reihe nicht fürchten. Kommen zwei Autos von Spielern, die nichts miteinander zu tun haben, sich zu nah, verwandelt das jeweils andere Auto sich in einen Geisterwagen. Zu ungewollten Zusammenstößen kommt es also nicht. Diese Funktion ist absolut begrüßenswert und erhöht den Spielspaß ungemein.

Im Online-Modus sind die Jahreszeiten für alle Spieler gleich. Niemand kann Einfluss darauf nehmen, zu welcher Jahreszeit er sich durch die offene Online-Welt bewegt. Zunächst irritiert dies, ist man es aus anderen Spielen doch gewöhnt, ständig sämtliche Entscheidungsgewalt zu besitzen. Insgesamt stellt es sich jedoch als Vorteil heraus. So erhält es den Spielspaß auch langfristig, nicht immer in der bevorzugten Jahreszeit fahren zu können – Gewöhnungseffekte stellen sich so kaum ein. Darüber hinaus werden die Spieler online mit jahreszeitbezogenen Events, Aufgaben und Geschenken versorgt, was ebenfalls sehr angenehm ist. Insgesamt erweist sich diese Entscheidung also als goldrichtig.

Fuhrpark, Fundstücke und Frontalzusammenstöße

Der Fuhrpark ist gewohnt groß und abwechslungsreich. So können wir die abwechslungsreichen Landschaften nicht nur im Ferrari, sondern etwa auch im Jeep erkunden. Die verschiedenen Autos unterscheiden sich im Fahrverhalten – hierzu folgt im nächsten Abschnitt mehr.

Die Versorgung mit immer neuen Autos ist in „Forza Horizon 4“ überraschend gut. Immer wieder erhält man neue Wagen, was den Spielspaß erhöht und die Experimentierfreude anregt. Die eigene Garage wird so kontinuierlich aufgestockt. Darüber hinaus gibt es immer wieder Fundstücke, die für eine begrenzte Zeit zur Verfügung stehen. Bei diesen Scheunenfunden handelt es sich um heruntergekommene Oldtimer, die aufpoliert und wieder in Gang gesetzt werden können – hier verbirgt sich auch das ein oder andere Schmuckstück, das nach der richtigen Behandlung wieder für Glanz auf der Straße sorgt.

Natürlich stehen auch wieder etliche Möglichkeiten zur Verfügung, die verschiedenen Fahrzeuge zu tunen, um so die entscheidenden Sekunden schneller zu sein.

Während die hinreißende Landschaft absolut realistisch gestaltet ist und die Jahreszeiten den Spieler förmlich in ihren Bann ziehen, legt der Entwickler bei Unfällen und Schäden gewohnt wenig Wert auf Realitätsnähe – was den Geschwindigkeitsfans mit Sicherheit entgegenkommt. Selbst bei starken Frontalzusammenstößen entsteht kein Totalschaden. Mehr als ein paar Beulen und gesprungene Scheiben sind nicht möglich. Die Fahreigenschaften werden durch die Beschädigungen nicht beeinflusst.

Die in dieser Hinsicht fehlende Realitätsnähe könnte natürlich bemängelt werden. Fans der Arcade-Reihe wissen jedoch seit langem, worauf sie sich einlassen. Der Fokus dieses Spiels ist ein anderer: Es soll Spaß machen. Und das macht es.

Eine wirkliche Story bietet das Spiel nicht, was jedoch nicht überraschen sollte. Es beginnt wie immer auf dem Festivalgelände. Kleine Aufgaben müssen erledigt werden, dann steht die gesamte Spielwelt offen. Auch hier bieten sich immer wieder Challenges, Rennen und verschiedenste Herausforderungen. Auch kleinere, in sich geschlossene Handlungsstränge können gespielt werden – so kann man zum Beispiel als Stuntfahrer antreten. Was neu und definitiv positiv ist: Man kann nun Anwesen kaufen, in denen man seinen Charakter und die eigenen Fahrzeuge unterbringen und umgestalten kann.

Einziges Manko: Rennkommentatoren und Radiosender überzeugen nicht.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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