PC-Komponenten

Fractal Design Define 7 Compact: Im Schatten des großen Bruders?

Außeneindruck

Das Gehäuse besteht nahezu ausschließlich aus Stahl. Spaltmaßen, Fehler in Materialien oder scharfe Kanten sind bei unserem Gehäuse nicht zu entdecken. Die Verarbeitung ist bereits auf den ersten Blick ausgezeichnet.

Anders als beim großen Bruder, bietet das Define 7 Compact keine Fronttür. Trotz allem kann die Front entfernt werden, nachdem diese händisch von innen gelöst wurde. In der Front ist eine Dämmung und seitlich bei den Öffnungen sind Filter vorhanden.

Unter der Front kann der Staubfilter nach vorne gezogen und einfach entfernt werden. Dieser soll die komplette Unterseite vor Staub schützen. Das komplette Gehäuse steht auf gummierten Füßen.

Da die rechte Seite bis auf die Dämmung recht unspektakulär ist, kommen wir direkt zu den vorderen Anschlüssen: Das Frontpanel besitzt neben den typischen An-/Aus- und Resetschaltern sowohl zwei USB-3.0- als auch zwei USB-2.0-Anschlüsse. Zudem sind zwei 3,5-mm-Klinkenanschlüsse zu finden. Abschließend ist noch der USB-Typ-C-Anschluss zu erwähnen. Von der Anordnung der Anschlüsse weicht das Compact interessanterweise minimal von großen Bruder ab: Dieser hat den Reset-Button direkt links neben dem Typ-C-Anschluss.

Bleiben wir in der Nähe des Frontpanels und schauen uns die obere Abdeckung genauer an. Diese lässt sich werkzeugfrei entfernen und besitzt ebenso eine Dämmung im Inneren. Darunter ist ein einfach zu entfernender Staubfilter zu sehen.

Wer nun weitere Lüfter oder gar einen bis zu 280 mm langen Radiator befestigen möchte, kann zu dem im Lieferumfang enthalten offenen Top-Panel greifen. Auch dieses ist aus Stahl gefertigt und lässt sich direkt am Gehäuse befestigen.

Abschließend noch ein Blick auf die hintere Seite des Define 7 Compact. Wie auch beim großen Bruder, sind die Seitenteile nicht wie üblich mit Schrauben befestigt, sondern können über eine kleine Plastik-Lippe nach links bzw. rechts weggedrückt werden. Auf eine vertikale Montagemöglichkeit von PCIe-Erweiterungen wird beim Compact jedoch verzichten. Im unteren Bereich kann das Netzteil mittels eines Adapters auch außerhalb des Gehäuses angeschraubt und dann hineingeschoben werden.

Insgesamt hinterlässt das Gehäuse schon beim Außeneindruck einen fantastischen Eindruck. Jedes Teil scheint durchdacht zu sein. Optisch wirkt das Gehäuse gewollt schlicht und hochwertig. Die Qualität des Materials und der Verarbeitung zeigt keine Schwächen. Im Gegensatz zum Define 7 verzichtet das Compact auf die Fronttür und die vertikalen PCIe-Slots.

Inneneindruck

Der Innenraum des Define 7 Compact wirkt auf dem ersten Blick aufgeräumt und geordnet. Das liegt unter anderem an der Trennung des Raums für das Mainboard und das Netzteil. Bei Bedarf könnte ein 360-mm-Radiator in der Front und 240-mm-Radiator an der Oberseite montiert werden. Für die Kabelführung sind viele verschiedene gummierte Möglichkeiten vorhanden. Falls viele HDDs verbaut werden sollen, sollte eher das Define 7 gewählt werden: hier könnte das Gehäuse auf bis zu 14 Universalhalterungen erweitert werden. Im Compact passen maximal 4 Stück hinein.

Bei Montage eines ATX-Mainboards schließt dieses mit etwas Abstand zur Trennwand des PSU-Raums und zur oberen Abdeckung ab. Für die Montage einer AiO-Wasserkühlung besteht ausreichend Platz. Bei Montage dickerer Radiatoren sollte jedoch vor der Montage geprüft werden, ob die Befestigung nach Einbau des Mainboards noch problemlos vorgenommen werden kann.

Auch der Bereich hinter dem Mainboards wirkt sehr aufgeräumt und geordnet. Im Vergleich zum großen Bruder fehlt hier die Abdeckung des unteren Bereichs und der Lüfterhub. Platz für gutes Kabelmanagement gibt es aber mehr als genug.

Im unteren Bereich können im bereits montierten zwei 3,5-Zoll-HDDs befestigt werden. Des Weiteren besteht noch Platz für zwei 2,5-Zoll-Laufwerke.

Abschließend hinterlässt der Innenraum einen sehr guten Eindruck, auch wenn dieser etwas weniger Funktionalität zum Define 7 besitzt. Sowohl durch die Raumtrennung, als auch die bereits montierten Kabelbinder, kann eine optimale Verkabelung erfolgen.

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Dominik Schmid

Berufstätig in der Automobil & Finanzbranche, mit großem Interesse an allerlei technischen Themen!

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