PC-Komponenten

Fractal Design Define S2 Vision RGB Gehäuse im Test

Das Innere des Gehäuses

Neben dem Design interessiert uns auch der technische Aspekt des neuen Gehäuses. Was ist mit dem Define S2 Vision möglich? Wie unterscheidet es sich vom Vorgängermodell? Für wen ist es interessant?

Hier muss angemerkt werden, dass die allermeisten technische Aspekte sich kaum von denen des Vorgängers unterscheiden. Mit dem Define S2 wurden zahlreiche Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Define S umgesetzt. Die Schwachstellen des Ursprungsmodells wurden überarbeitet. Der Sprung vom Define S2 zum Define S2 Vision ist hingegen deutlich kleiner – vielleicht auch, weil schlicht viel weniger Zeit vergangen ist, um Feedback zu sammeln und Neuerungen umzusetzen? Vielleicht hat Fractal Design jedoch bereits mit dem Vorgänger ein tolles Gehäuse geschaffen, das sich nun nur noch marginal verbessern ließ?

Bei genauerer Betrachtung fallen jedoch einige Veränderungen auf, die wir als nützlich bewerten. Hierzu zählt etwa die Verlagerung der Halterungen der Front-Lüfter nach hinten. Die Halterung befindet sich nun hinter den Lüftern, was einen besseren und vor allem unverstellteren Blick auf die Lüfter erlaubt – was sicherlich ganz im Sinne des Design-Konzepts ist.

Statt drei vorinstallierten Dynamic X2 Lüftern finden sich im Define S2 Vision je nach Version vier Dynamic X2 PWM oder Prima ARGB PWM Lüfter. Die Steuerung der RGB-Lüfter erfolgt per mitgeliefertem Adjust R1 ARGB Controller, der acht voreinstellte Farben, fünf Stufen für die Beleuchtungsintensität sowie sechs Beleuchtungseffekte bietet. Durch den integrierten Magneten kann er komfortablen im Gehäuse platziert werden. Die Lüfter können einfach in Reihe geschaltet werden, wodurch am Controller nur ein Anschluss notwendig ist. Alternativ kann die Steuerung auch über kompatible Mainboards mit adressierbarem, digitalen 3-Pin-RGB-Header erfolgen.

Im Glasdeckel des Gehäuses ist ein weiterer RGB-LED-Strip integriert. Sofern man für die Kühlung zusätzliche Lüfter oder Radiatoren im Deckel montieren möchte, muss die ModoVent-Abdeckung jedoch getauscht werden, wodurch der Glasdeckel mit Mesh ersetzt wird. Auch der RGB-LED-Strip wird dabei mit ausgebaut.

Besonders gut gefallen hat uns die Reihenschaltung der RGB-Lüfter mit dem üblichen 3-Pin-Stecker, der auch auf Mainboards zum Einsatz kommt. Es kommen keine andersartigen Anschlüsse zum Einsatz. Auch Produkte anderer Hersteller wie beispielsweise Phanteks oder Lian Li lassen sich jedoch integrieren, indem sie mit dem üblicherweise fürs Mainboard genutzte Adapterkabel einfach in die Reihenschaltung eingegliedert werden.

Zusätzlich zu dem neuen RGB-Controller ist auch ein neuer PWM-Controller zur Lüftersteuerung integriert. Der Nexus 9P PWM Lüfter-Hub unterstützt nun bis zu neun PWM-Lüfter, ansatt wie bisher sechs 3-Pin- und drei 4-Pin-Lüfter. Das PWM-Signal erhält der Controller vom Mainboard und ein SATA-Stecker sorgt für zusätzlichen Strom.

Im Define S2 Vision sind die Montageplätze für Radiatoren gegenüber dem Define S2 ein wenig eingeschränkt worden. Der Deckel bietet ja sowieso nur nach Austausch der Abdeckung Montageplätze, dann aber auch nicht mehr für 420-mm-Radiatoren, sondern bis maximal 360/280 mm. Ebenso wurde der Boden eingeschränkt, 280-mm-Radiatoren sind hier nicht mehr möglich, das Maximum liegt bei 240/140 mm.

Das waren alle Änderungen vom Define S2 Vision, die uns aufgefallen sind. Abseits dessen bietet das Gehäuse selbstverständlich noch viele weitere tolle Spezifikationen, die auch das Define S2 bereits bot. So können diverse Datenträger und Mainboards bis E-ATX verbaut werden. Sowohl Grafikkarten als auch CPU-Kühler sind in Länge bzw. Höhe quasi uneingeschränkt. Die Grafikkarte kann mit einem Riserkabel (nicht im Lieferumfang enthalten) auch vertikal verbaut werden.

Um den Staub außerhalb des Gehäuses zu halten, finden sich sowohl am Boden als auch in der Front Staubfilter. Sofern man das Top Bracket austauscht und somit öffnet, ist auch hier ein Staubfilter vorhanden. Auf eine Schalldämmung wurde aufgrund der Glasseitenteile jedoch verzichtet.

Überall im Gehäuse finden sich gummierte Kabeldurchführungen, die bei Fractal Design immer besonders gut sitzen – hier können sich andere Hersteller definitiv noch eine Scheibe abschneiden. Hinter dem Mainboard-Tray finden sich dann 23 mm Raum für Kabelmanagement sowie Velcro Straps, um die Kabel auch zu fixieren.

Insgesamt lässt sich also feststellen, dass Fractal Design nicht vom Konzept des Vorgängermodells abweicht. Weiterhin stehen größtmöglicher Raum, größtmögliche Freiheit beim Aufbau des Systems und eine gewisse Klarheit hinsichtlich der inneren Gestaltung im Vordergrund. Die dadurch gewonnene Flexibilität stufen wir als sehr positiv ein.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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