PC-Komponenten

Fractal Design Vector RS – RGB, viel Glas und ein bewährter Aufbau

Systembau im Fractal Design Vector RS

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400 auf einem MSI B350 PC Mate mit 16GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-2666. Der Prozessor wurde auf 3,8 Ghz übertaktet und wird mit einem Alpenföhn Matterhorn Pure gekühlt. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabte AORUS zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare Berlin Pro RGB 650W mit RGB-Lüfter. Um die Verkabelung optisch noch etwas aufzuwerten, wurden zudem einzeln gesleevte Kabelverlängerungen von Phanteks verwendet.

Wie man es bei einem so hochpreisigem Gehäuse erwarten konnte, verlief der Einbau aller Komponenten ohne jegliche Probleme. Alle Abstandshalter waren vormontiert und der mittlere Stand-Off hält das Mainboard, zumindest kurzfristig, auch ohne Schrauben an Ort und Stelle. Zudem kommen im Vector RS an vielen Stellen praktische Rändelschrauben zum Einsatz. Das Kabelmanagement-System ist gut durchdacht und sorgt zusammen mit dem großzügigen Platz (23 mm) hinter dem Mainboard-Tray und der Netzteilabdeckung für ein sehr ordentliches Gesamtergebnis. Hier gibt es also schon mal nichts zu bemängeln.

Wo es ebenfalls keine Beanstandungen gibt, ist die Hardware-Kompatibilität. Das Vector RS hat Platz für CPU-Kühler mit einer Höhe von bis zu 185 Millimetern und für Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 440 Millimetern. Auch die maximale Netzteillänge kann sich mit 300 Millimetern absolut sehen lassen. Zuletzt darf natürlich auch der Bereich Wasserkühlung nicht unterschlagen werden. Das Vector RS unterstützt in der Front Radiatoren mit einer Länge von maximal 360, im Deckel mit einer Länge von bis zu 420 und im Boden mit einer Länge von bis zu 280 Millimetern. Welche Kombinationen genau möglich sind, hat Fractal Design sehr ausführlich in der, auf der Website verfügbaren, Montage-Anleitung beschrieben. Denkbar wären hier zum Beispiel zwei 360-Millimeter-Radiatoren oder ein 420- und ein 280-Millimeter-Radiator.

Die Montage der Festplatten ist einer der wenigen Fälle, wo ein Schraubendreher zum Einsatz kommen muss. Die Befestigung der SSDs an den Rahmen erfolgt über vier Schrauben. Der Rahmen selber wird mittels einer Rändelschraube mit dem Mainboard-Tray verbunden. Wer seine SSDs lieber präsentieren möchte, kann diese aber auch oberhalb der Netzteilabdeckung anbringen. Auch der Einbau von 3,5″-HDDs benötigt die Verwendung eines Schraubendrehers. Mithilfe von länglichen Schrauben werden Gummiringe unter die Festplatte geschraubt. Anschließend kann man den Datenträger entkoppelt am Rahmen befestigen und diesen wieder in den Schacht schieben.

Die drei vorinstallierten Lüfter haben eine Rahmenbreite von 140 Millimetern und gehören zur hauseigenen Dynamic X2 GP-Reihe. Alle Lüfter drehen mit ca. 1000 rpm und werden per 3-Pin-Anschluss mit dem Mainboard oder der Lüftersteuerung verbunden. Bei voller Geschwindigkeit bewegen die Lüfter ausreichend Luft und sind gleichzeitig nur leicht aus dem System herauszuhören.

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im Vector RS erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 20 °C 15 Minuten Prime95 und FurMark ausgeführt. Da das Fractal Design Vector RS mit einem austauschbaren Top-Cover daherkommt, wurde der Belastungstest in insgesamt vier verschiedenen Szenarien durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in der nachfolgenden Tabelle festgehalten.

Szenario
Temperatur
CPU: 50% (950 rpm)
GPU: 50% (1700 rpm)
Gehäuselüfter: 100%
mit Topcover aus Glas
CPU:    66 °C
GPU:    64 °C
CPU: 50% (950 rpm)
GPU: 50% (1700 rpm)
Gehäuselüfter: 50%
mit Topcover aus Glas
CPU:    67 °C
GPU:    64 °C
CPU: 50% (950 rpm)
GPU: 50% (1700 rpm)
Gehäuselüfter: 100%
mit Airflow-Topcover
CPU:    65 °C
GPU:    64 °C
CPU: 50% (950 rpm)
GPU: 50% (1700 rpm)
Gehäuselüfter: 50%
mit Airflow-Topcover
CPU:    66 °C
GPU:    64 °C

Bedenkt man, dass die CPU übertaktet ist und mit 1,35 Volt Spannung versorgt wird, dann sind alle Temperatur-Werte in allen Szenarien absolut im grünen Bereich. Selbst mit dem soliden Glaselement im Deckel kommt es zu keinem Hitzestau.

Beleuchtungsoptionen im Fractal Design Vector RS

Natürlich dürfen im Fractal Design Vector RS auch ein paar Beleuchtungsakzente nicht fehlen. Dazu hat der Hersteller in der Front und im Deckel dünne Leuchstreifen zwischen dem Glas und dem Stahlpanel angebracht. Die Ansteuerung der LED-Streifen übernimmt eine Platine die im Deckelelement versteckt ist. Die Verbindung mit dem Mainboard erfolgt über ein 5V-RGB-Anschluss mit drei Pins und ist somit vollständig digital adressierbar. Wenn das eigene Mainboard nicht über so einen Anschluss verfügt, kann man zur Steuerung auch das mitgelieferte Steuermodul verwenden. Dieses verfügt über drei Knöpfe für die Helligkeit, die Farbe und den Modus. Möglich sind zum Beispiel Rainbow, pulsierend oder auch einfach nur einfarbig. Um den Kabelsalat am Frontelement zu vermeiden, erfolgt die Strom- und Datenübertragung über eine weitere Platine mit vier Kontakten. Abschließend noch ein paar Impressionen zur Beleuchtung.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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