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Gaming-PC für 400 Euro: Eine Zusammenstellung

Viele selbstgebaute PCs bewegen sich preislich im unteren Bereich – also knapp über oder knapp unter einem Betrag von 400 Euro. Für diese Summe scheint es also durchaus möglich, ein stattliches System zusammenzustellen. Mit diesem kann man natürlich auch schon einige Spiele spielen, als Gaming-PC kann man ihn aber eigentlich weniger bezeichnen. Nur grafisch wenig fordernde Spiele können flüssig gespielt werden.

Wir möchten im Folgenden einen beispielhaften, preisleistungsstarken PC vorstellen, der mit einem Gesamtpreis von rund 400 Euro vergleichsweise erschwinglich ist. Nach der Auflistung der einzelnen Komponenten des PC-Systems erfolgt eine ausführliche Beschreibung all dieser.

Die Komponenten des Gaming-PCs im Überblick

Nachfolgend sollen alle Komponenten des PC-Systems näher betrachtet werden.

Gehäuse: LC Power 9990B Concorde

Das für diesen PC verwendete Gehäuse überzeugt bereits optisch mit seinem großen, aus Acrylglas gefertigten Seitenfenster und den zwei integrierten LED-Lüftern, welche rot beleuchtet werden. Insgesamt sind bis zu fünf Gehäuselüfter montierbar, was für eine beinahe ideale Kühlung des gesamten Systems mit den verschiedensten Hardwarekomponenten sorgen sollte. Die Steuerung der Lüfter erfolgt indes über das I/O-Panel.

Das Netzteil kann unten im Gehäuse montiert werden, was den praktischen Vorteil der annähernden Unsichtbarkeit hat. Weiterhin befindet sich direkt unter dem für das Netzteil vorgesehenen Platz ein Staubfilter.

Der Midi-Tower unterstützt Mainboards bis zum ATX-Faktor, ist in Schwarz gehalten und misst 19,2 x 44,4 x 49,7 Zentimeter. Er wiegt 4,61 Kilogramm.

Netzteil: be quiet! System Power 9 80+

„be quiet!“ will mit dem hier verbauten Netzteil wie immer ein leistungsstarkes und zugleich leises Gerät bieten. Laut Hersteller soll das mit einem Preis von rund 41 Euro tatsächlich vergleichsweise günstige Gerät primär für den preisbewussten PC-Bau geeignet sein – es bietet sich in diesem insgesamt nur 400 Euro teuren System also durchaus an.

Das verwendete Netzteil von „be quiet!“ verfügt über zwei voneinander unabhängige 12-Volt-Leitungen, die CPU und GPU zuverlässig mit Strom versorgen sollen. Grafikkartenkonfigurationen mit zwei PCI-Express-Anschlüssen werden vom Netzteil unterstützt.

Für die Kühlung des Netzteils sorgt indes ein temperaturgesteuerter 120-mm-Lüfter ausgestattet, der laut Hersteller ausgesprochen leise sein soll. Auch die Tatsache, dass er ausschließlich bei festgelegten Temperaturen aktiviert wird, trägt mutmaßlich zur geringen Lautstärke des Netzteils bei. Mit der verwendeten, laut Hersteller modernen DC/DC-Technologie will man für eine besonders starke Spannungsregulierung sorgen, welche das Netzteil auch für den Betrieb mit modernsten Prozessoren und Grafikkarten eignen soll.

Festplatte: Toshiba DT01ACA100 mit 1000 GB

Die 1000 GB fassende Festplatte von Toshiba ist 3,5 Zoll groß und stellt den größten Teil des internen Speichers des Gaming-PCs zur Verfügung. Entwickelt wurde die Festplatte laut Hersteller für den Einsatz in energiesparenden PC-Systemen – gegenüber dem Vorgängermodell soll im Leerlauf bis zu sechzehn Prozent weniger Energie verbraucht werden.

Die Übertragungsrate des Laufwerks liegt bei maximal 190 MB pro Sekunde. Die Positionierungszeit beträgt maximal 0,6 Millisekunden. Toshiba gewährt eine Garantiezeit von 24 Monaten.

SSD: Patriot Burst High Performance mit 120 GB

Ergänzt wird der von der HDD gebotene Speicherplatz durch eine 120 GB fassende SSD. Das Speichermedium „Patriot Burst High Performance“ ist 2,5 Zoll groß und bietet einen SATA-Anschluss. Es erreicht Lesegeschwindigkeiten von bis zu 560 MB pro Sekunde und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 540 MB pro Sekunde. So werden IOPS-Werte von 50.000 beim Lesen und 40.000 beim Schreiben erreicht. Die SSD misst 10 x 7 x 0,7 Zentimeter und bringt es auf ein Gewicht von 77,1 Gramm.

RAM: Patriot Memory Viper Elite Series DDR4 mit 8 GB und 2.800 MHz

Der Arbeitsspeicher des Gaming-PCs ist mit 8 GB vergleichsweise groß, was enorme Leistung bieten sollte. Der verwendete RAM setzt auf DDR4-Speicher und bietet eine Speicherfrequenz von 2.800 MHz. Farblich ist der Arbeitsspeicher in Schwarz und Rot gehalten – er sollte sich also auch optisch gut in das PC-System einfügen.

Hersteller „Patriot Memory“ verspricht mit dem verwendeten RAM Leistungsfähigkeit – auch in anspruchsvollsten Systemen. Für die Zwecke unseres PCs scheint der RAM daher sehr gut geeignet zu sein.

Mainboard: Gigabyte GA-AB350M-DS3H

Anders als die Bezeichnung des verbauten Mainboards suggeriert, kommt kein Chip namens „B350“ zum Einsatz. Stattdessen ist das Mainboard mit einem X370-Chipsatz ausgestattet. In der Praxis ist dieser Unterschied nicht relevant, da die Möglichkeiten des verwendeten Chipsatzes nicht voll ausgenutzt werden können – letztendlich ist also ein leistungsstärkerer Chip verbaut, jedoch auf die Leistungsfähigkeit des im Namen enthaltenen Chips beschränkt.

SATA-Anschlüsse. Auch wenn das Mainboard eine erstklassige Preis-Leistung bietet, kann es ohne Probleme später aufgerüstet werden, sollte der CPU oder der Arbeitsspeicher nicht mehr ausreichend sein. Es können bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut werden.

Außerdem verfügt es über einen M.2-Anschluss für eine schnelle NVMe-SSD, wodurch man die Ladezeiten des PCs enorm beschleunigen kann.

Als Grafikausgänge bietet es HDMI und DVI-D, es kann jedoch auch problemlos eine Grafikkarte mit eigenen Anschlüssen nachgerüstet werden.

Insgesamt kommt mit dem Gigabyte GA-AB350M-DS3H also ein für dieses Preissegment sehr leistungsstarkes und gut ausgestattetes Mainboard zum Einsatz, welches die anderen Hardware-Komponenten in der Praxis bestens unterstützen sollte.

Prozessor mit integrierter Grafikeinheit: AMD Ryzen 5 2400G mit Radeon-Vega-Grafikkarte

Die letzte Komponente setzt sich aus zwei Teilen – namentlich aus dem Prozessor und der integrierten Grafikkarte – zusammen. Da der Prozessor gewissermaßen den Kern des gesamten Systems darstellt, ist er von besonderer Bedeutung – nur mit einem leistungsstarken Prozessor wird die Nutzung des PCs zum echten Vergnügen.

Die Tatsache, dass er übertaktbar und ideal auf die Bedürfnisse des eSports abgestimmt ist, sollte Gaming-Freunden entgegenkommen. Vier CPU-Kerne, eine Basistaktrate von 3,5 GHz und eine maximal mögliche Taktrate von 3,7 GHz versprechen enorme Leistungsfähigkeit – die unser PC auch benötigt, wenn er den Ansprüchen anspruchsvollster Spiele genügen soll. Hinzu kommen acht GPU-Kerne und vier Threads.
Für die Kühlung des Prozessors, der Temperaturen von bis zu 95 Grad Celsius ertragen kann, ist eine Wraith-Stealth-Kühlung verantwortlich. Der L2-Cache beträgt 2 MB, während der L3-Cache bei 4 MB und der L1-Cache bei 348 KB liegen. Die Standardleistungsaufnahme beträgt indes bei 65 Watt, während die maximale Speichertaktfrequenz bei 2.993 MHz liegt. Als Speichertyp wird DDR4 auf zwei Speicherkanälen verwendet. Der integrierte Grafikchip, der letztendlich für die Abrundung des Systems sorgt und schlicht unverzichtbar ist, verfügt indes über acht Kerne und eine Grafikkartenfrequenz von 1.100 MHz.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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