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Gaming-PC – Komplettpaket kaufen oder selber zusammenstellen?

Wer ungestört zocken will, braucht eine Menge Wumms im Gehäuse. Dazu braucht es eine ordentliche Grafikkarte, den richtigen Prozessor, viel Speicherplatz, eine SSD und viele weitere Komponenten. In den vielen Läden kannst du dir deinen Gaming-PC selbst zusammenstellen. Ist das besser als der Kauf eines Komplett-PCs?

Marke Eigenbau

Damit deine Games flüssig und in bester Bildqualität laufen, brauchst du eine ausbalancierte Zusammenstellung der einzelnen Komponenten. Das setzt eine gute Kenntnis über die Benchmark-Werte dieser Einzelteile voraus. Nur wer weiß, welche Marke welche Leistungen erbringt und worin sich die einzelnen Angebote unterscheiden, kann einschätzen, was derzeit gut und was schlecht ist auf dem Markt.

Wenn du weißt, was und mit welcher Leistung es erhältlich ist, geht es an die nächste Entscheidung. Was brauchst du persönlich für dein Gaming-Erlebnis? Wenn du deinen PC selbst zusammenstellen willst, musst du dir nicht nur im Klaren sein, wie viel Geld du ausgeben möchtest, sondern auch, was für dieses Budget überhaupt erhältlich ist. Schaust du in die Angebotsliste eines Online-Shops, kannst du ungefähr einschätzen, was du für unterschiedlich ausgestattete Gaming-PCs ausgeben musst.

Zu guter Letzt musst du entsprechendes Know-how darüber haben, welche Komponenten gut zueinander passen. Das ist teilweise gar nicht so einfach, zum Beispiel beim Netzteil. Die Crux hierbei: Du musst genau wissen, wie viel Power alles zusammen benötigt. Moderne Netzteile unterscheiden sich erheblich in ihrer Nennleistung. Im Web findest du einen praktischen Netzteil-Rechner, mit dem du bestimmen kannst, welches Netzteil du brauchst. Nicht alle Probleme lassen sich jedoch so leicht lösen.

Vorteile

  • Du bekommst einen PC, der perfekt zu deinen individuellen Ansprüchen passt.
  • Der Kauf einzelner Teile ist billiger als ein Komplett-PC.
  • In vielen Fällen kannst du Komponenten wie Tastatur, Laufwerk oder Maus von deinem alten PC verwenden.

Nachteile

  • Du musst dich mit den einzelnen Komponenten sehr gut auskennen.
  • Du musst wissen, welche Teile gut miteinander harmonieren.
  • Du brauchst technisches Geschick und Zeit für den Zusammenbau.
  • Du hast keinen technischen Support.

Der Komplett-PC

Wie beim Selbstbau musst du dich mit den einzelnen Bestandteilen und Benchmarks auskennen, um zu entscheiden, ob der PC eine gute Wahl für dich ist. Allerdings musst du dir keine Gedanken über die Zusammenstellung und die Balance der einzelnen Komponenten machen. Wenn du dich weniger gut mit Hard- und Software auskennst, solltest du dich für einen vorgefertigten PC entscheiden. Hier findest du eine Liste der aktuell besten auf dem Markt.

Es kann vorkommen, dass fertige Gamer-PCs von großen Verkaufsketten einzelne Bestandteile haben, die qualitativ weniger hochwertig sind. Du solltest also immer in die Produktdetails schauen und abwägen, bei welchen Komponenten du Abstriche machen kannst. In einigen Läden kannst du aber auch aus einem bestimmten Repertoire verschiedener Komponenten wählen und deinen PC zusammenbauen lassen. Das hat den Vorteil, dass Hard- und Software optimal miteinander harmonieren. Zudem kannst du das Gerät besser an deine Bedürfnisse anpassen.

Wer einen Komplett-PC kauft, erhält einen technischen Support. Auch das solltest du bei deiner Entscheidung ob Eigenzusammenstellung oder Fertig-Paket beachten. Fehlersuche und Problemlösung können sehr mühselig sein und setzen immer auch das entsprechende Know-how voraus.

Vorteile

  • Kein technisches Geschick oder Zeit für den Zusammenbau notwendig.
  • Alle Komponenten harmonieren perfekt miteinander.
  • Du erhältst technischen Support.

Nachteile

  • Meist teurer als der Selbstbau.
  • PC passt vielleicht nicht perfekt zu deinen Anforderungen.

Fazit

Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Nur du allein kannst entscheiden, was besser zu dir passt. Mittlerweile findest du großartige Komplett-PCs, die einer individuellen Zusammenstellung in nichts nachstehen. Natürlich kommt es dabei immer auf deine persönlichen Anforderungen an. Größter Vorteil der Komplettvariante ist, dass die Komponenten alle zueinander passen. Dafür musst du beim Preis aber ein bisschen mehr einplanen.

 

Bildrechte: Flickr Cooler Master Hyper 212 EVO into a HAF 912 (AMD) Glenn Batuyong CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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2 Comments

  1. Ein weiterer Vorteil der selbst zusammengebauten Rechner ist der, daß man spätere Upgrades besser vorausplanen kann. Wenn man ein Mainboard mit entsprechendem Chipsatz kauft, ist das System später leicht und günstig aufzurüsten. Gerade Prozessoren oder Grafikkarten kann man dann so meist zunächst im preislichen Mittelfeld kaufen und später dann durch die günstig gewordenen früheren Top-Modelle für die Plattform ersetzen. Komplett PCs sind da meist weniger flexibel, was das Aufrüsten angeht. Manchmal wird das Austauschen der Hardware sogar durch Bordmittel unterbunden oder durch fest eingebaute Stromversorgung erschwert.

    1. Hey Christian,

      selbstverständlich müssen auch spätere Upgrades eingeplant werden. Meine ersten Rechner haben kaum was gekostet und die späteren Teile wurden nach und nach dazu gekauft.

      Grüße Lukas

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