Spiele Testberichte

„Get Even“ im Test – Zwischen Wirklichkeit und Fiktion

Nachdem Get Even rund einen Monat verschoben werden musste, ist das außergewöhnliche Spielerlebnis nun für die Zockergemeinde erhältlich. The Farm 52 schickt euch hierbei auf eine interaktive Reise in die düsteren Überreste einer Nervenheilanstalt. Wir berichten, ob euch eine originelle Spielerfahrung erwartet oder ihr zwischen den Ruinen dem bloßen Wahnsinn verfallt.

Story: Geleitet von einer unbekannten Stimme

Gleich zu Beginn zeigt sich das Game von seiner schonungslosen Seite. Ein junges Mädchen sitzt angsterfüllt auf einem Stuhl, umringt von verfallenen Steinwänden. Die Uhr tickt und es nähert sich dem verheerenden Ende. Dann eine erschütternde Explosion und es kommt zum Szenenwechsel. Nun übernehmt ihr die Rolle von Cole Black und erwacht in einer heruntergekommenen Anstalt. Erinnerungen habt ihr keine und irrt orientierungslos durch die verzweigten Gänge der Nervenheilanstalt. Es dauert nicht lange und ein geheimnisvoller Unbekannter mit Namen Red setzt sich mit euch in Verbindung, um als unsichtbarer Guide zu fungieren. Immer wieder weist er euch an, herauszufinden, was damals wirklich passiert ist und schickt euch kryptische Nachrichten auf euer Handy. Und schon bald ahnt ihr, dass seine Anleitungen euch direkt in den Schlund des Bösen führen. Wer ist der geheimnisvolle Red? Freund oder Feind? Was hat euch an diesen unheimlichen Ort geführt? Ist das alles überhaupt real?

Gameplay I: Der Schlüssel liegt in unserer Erinnerung

Get Even bewegt sich auf einer ganz eigenen Dimension und versteht wie kaum ein anderes Game, die Vorzüge der verschiedenen Genres in sich zu vereinen und ein einzigartiges Spielgefühl zu schaffen. Angetrieben wird das Spielgeschehen stets durch die Frage, was euch zu diesem trostlosen Ort gebracht hat und welche Rolle ihr in dem Netz aus Geheimnissen und Verbrechen spielt. Euer wichtigstes Werkzeug ist ein Smartphone, mit dessen UV-Lampe ihr Blutspuren ausmacht und auch nicht sichtbare Hinweise aufdeckt. Dank einer virtuellen Datenbank ermittelt ihr wichtige Hintergrundinformationen und wertet jedes einzelne Indiz haarklein aus. So durchforstet ihr die Klinik nach Fotos und Zeitungsausschnitten, die sich wie kleine Puzzleteile nach und nach zu einem großen Ganzen zusammenfügen, um schließlich die grausame Wahrheit zu offenbaren. Die dadurch wachgerufenen Erinnerungen dürft ihr zudem selber in Form kleiner Missionen durchspielen. Dabei solltet ihr mit viel Geschick vorgehen, um euch jederzeit ungesehen an den Wachen vorbeizuschleichen.

Mit welchen Waffen ihr ausgerüstet seid, entscheidet die jeweilige Erinnerung, in der ihr euch gerade bewegt. Ein besonders interessantes Werkzeug ist dabei das Um-die-Ecke-Gewehr, mit dem ihr eure Feind über das Smartphone-Display anvisiert und dann per Knopfdruck aus dem Weg räumt. Aber auch das übliche Maschinengewehr sowie eine Pistole stehen euch zur Verfügung, sodass ihr zeitweise ordentlich drauflosballern könnt. Nichtsdestotrotz sind vor allem dezente Schleicheinlagen hier besonders gefragt, um auch stärkere Feinde schadlos zu umgehen. Seid ihr einmal entdeckt worden, hilft euch nur selten ein rettendes Versteck und ein besonders schlaues Vorgehen ist euer einziger Ausweg.

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