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Glasfolie fürs Smartphone – sinnvoll oder überteuert?

Heutzutage sind 500 Euro für ein Handy keine Seltenheit und dennoch kennt jeder Kratzer auf dem Displayglas – womöglich sogar Risse. Zumindest Kratzern kann man mit einer Schutzfolie Herr werden – jedoch verändert sich meist die Haptik, Gleiteigenschaften sind verringert und Blasen unter der Folie verleiden den Anblick.

In den letzten Monaten hat sich ein Angebot deutlich vergrößert – Displayschutz für mobile Hardware in Form von temperiertem Glas. Hier sind Härten von 7-9H [klick] (normale Folie 1-3H) und oleophobe (=fettabweisende) Oberfläche sowie der Hinweis auf besonders leichtes Anbringen Standard.

Was steckt letztlich dahinter? Jeder kennt temperiertes Glas aus der Schulzeit in Form von Reagenzgläsern und die Erfahrung zeigt, dass dieser Werkstoff durchaus haltbar ist. In der Regel erhält man eine solche, meist 0.3 mm starke „Folie“, dann ab 5 Euro zusammen mit alkoholischem Reinigungstuch, Mikrofaser Poliertuch und einen Plastikspatel im Handel.

Das erste Auspacken des neuen Zubehörs ist dann auch eine Überraschung. Als Folie kann man es nicht im eigentlichem Sinne bezeichnen, denn es ist ein Stück dünnes Glas, wenig flexibel und wenn man genau hinschaut, sieht man eine Silikonbeschichtung auf der noch durch Schutzfolie geschützten „Rückseite“.

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Flugs das Handydisplay gereinigt und poliert, kann die Folie bei etwas Sorgfalt in einer möglichst staubarmen Umgebung einfach angebracht werden. Dabei erlebt man die 2te Überraschung – die Folie saugt sich nach Platzierung und leichtem Druck mittels Adhäsion fast von allein vollständig an und viele schaffen erstmals eine blasenfreie Applikation.

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Stefan Bumann

Etwas älter aber seit Jugendzeiten in Sachen Hard- und Software dabei. Studiere aktuell Informatik an der Universität zu Lübeck.Erste Konsole: Atari 2600 Erster Rechner: Amiga 600 Erster PC: 486 SX 25 Erster Handheld: GameBoy Original

8 Kommentare

  1. Dem kann ich nur zustimmen. Gegen die tiefergelegten Buttons schaffen viele Anbieter bereits Abhilfe, indem selbstklebende Buttons mitgeliefert werde. Diese können nach Bedarf auf den Homebutton geklebt werden. Das macht vor allem beim IPhone Sinn. Für alle die keine 10€ ausgeben möchten – Weihnachten steht vor der Tür 😉

    Um eine staubfreie Atmosphäre zu schaffen, empfielt sich die Folie im Badezimmer anzubringen und heißes Wasser laufen zu lassen. Durch die hohe Lufteuchtigkeit legt sich der Staub und wirbelt nicht rum.

    Danke für den Testbericht, Stefan.

  2. Hab ich was überlesen? Was ist denn mit der Flüssigkeit aus der Höhle der Löwen, habt Ihr sie mal getestet? Das würde mich interessieren, was da besser abschneidet.

    Liebe Grüße

  3. Hey, bitte entschuldige die späte Antwort.

    Die haben wir noch nicht getestet. Denke aber, dass wenn bei über 800 Rezensionen bei Amazon mehr als die Hälfte 1-Stern-Negativ sind, das wohl kritisch gesehen werden kann.

    Dennoch werden wir schauen, ob wir einen Test mit in der nächsten Aktualisierung des Artikels bringen können. Danke für den Kommentar.

    VG

    Stefan

    1. Hey,
      ich habe seit gestern auch eines von Artwizz auf meinem Huawei P20 Pro. Bin bei Saturn fündig geworden, aber auch nur auf Nachfrage hin…für das Smartphone findet man sonst überall nur unpassende Folien. Also ja, Artwizz gefällt mir auch ;).

    1. Hätten sie für 5 Euro extra gemacht, aber das war es mir nicht wert. Einfach ein paar Minuten heißes Wasser im Badezimmer laufen lassen, damit der Staub aus der Luft geht, dann kann man das auch sehr gut selber machen.

  4. Ach das ist ja ein cooler Trick, das werde ich dann beim nächsten Mal definitiv ausprobieren. Habt ihr auch schon die Hüllen von Artwizz benutzt? Mit denen liebäugel ich zurzeit, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich generell eine Hülle haben will.

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