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Google Pixel 4 (XL) ab 749 Euro erhältlich

Neben den True-Wireless-Ohrstöpsel Google Pixel Buds hat Google auch zwei neue Smartphones vorgestellt. Das Google Pixel 4 ab 749 Euro mit 5,7-Zoll Display und das Google Pixel 4 XL ab 899 Euro mit 6,3-Zoll Display sind ab sofort über den Google Onlineshop bestellbar. Käufer, die statt 64 GB Speicher 128 GB Speicher benötigen müssen dafür 849 Euro beziehungsweise 999 Euro investieren. Im Gegensatz zum Vorgänger kommen beide Versionen des Google Pixel 4 ohne Notch aus. Zu den größten Neuerungen gehört die neue auf dem Radarsystem Soli basierende Gestensteuerung „Motion Sense“ und der Astro-Modus der Kamera.

Als erstes Google Smartphones verfügen die neuen Pixel 4 Modelle über eine Dual-Kamera, die aus einem 12 Megapixel Weitwinkel Objektiv (77 Grad) und einem 16 Megapixel Teleobjektiv (52 Grad) besteht. Außerdem hat Google einen Spektral- und Flickersensor verbaut. Neben den Kameras sorgt auch die Google KI für eine hervorragende Bildqualität. Unterstützt werden beispielsweise echt wirkende Bokeh-Effekte sowie der sogenannte Nachtmodus, der Bilder mit einer mehrfachen Langzeitbelichtungen erzeugt. Neu hinzugekommen ist der sogenannte Astro-Modus, der speziell zum Fotografieren des Nachthimmels entwickelt wurde.

Gestensteuerung mit Radarunterstützung

Dank des neuen Radar-Chip Soli am oberen Displayrand der Smartphones bieten die Pixel 4 Modelle erstmals die Motion Sense Gestensteuerung. Genutzt wird die Funktion zur Anwesenheitserkennung und zur berührungslosen Steuerung des Smartphones.

Die neu Anwesenheitserkennung sorgt dafür, dass das Display des Smartphones nicht ausgeschaltet wird, solange es der Nutzer in seiner Hand hält. Wenn das Smartphone abgelegt wird, schaltet das Display sobald sich eine Hand in der Nähe befindet wieder automatisch an und aktiviert sofort die Gesichtserkennung zur Entsperrung. In der Praxis ist das Google Pixel 4 so noch schneller entsperrt als Smartphones der Konkurrenz, bei denen das Display erst aktiviert werden muss.

Damit die Gesichtserkennung in allen Position und unter schlechten Lichtverhältnissen funktioniert, verfügen die Google Pixel 4 Geräte neben dem Soli-Chip über einen Helligkeits- und Abstandssensor, eine Leuchte, zwei Infrarot-Kameras und einen Projektor, der für das Auge unsichtbare Lichtpunkte auf das Gesicht des Nutzers einblendet. Einen zusätzlichen Fingerabdrucksensor hat das Google Pixel 4 aufgrund dieses Arsenals an Sensoren und Kameras nicht mehr. Das Unternehmen betont außerdem, dass die biometrischen Daten nur lokal auf dem Smartphone gespeichert werden und nicht in die Cloud gelangen.

Die letzte und wohl innovativste Funktion, die der Soli-Chip bringt, ist die berührungslose Gestensteuerung, die es beispielsweise durch ein Wischen über dem Display ermöglicht bei Spotify zum nächsten Sony zu springen. Nötig ist dafür aber eine Integration des Eingabemethode durch die App-Entwickler.

Offline-Spracherkennung wird durch Update nachgereicht

Bereits vor der Vorstellung des Pixel 4 hat Google Chef Sundar Pichai auf der Entwicklerkonferenz Google I/O erklärt, dass neue Deep Learning Methoden es ermöglichen ein etwa 100 GB großes KI-Modell zur Erkennung von Sprachbefehlen auf etwa 500 MB zu reduzieren. Es ist so möglich die Spracherkennung lokal auf Smartphones durchzuführen, ohne sie wie aktuell nötig zuvor in der Cloud auszuwerten.

Neben dem Datenschutz ist so auch die Reaktionsgeschwindigkeit von Sprachassistenten deutlich höher. Journalisten, die auf der Präsentation der Google Pixel 4 Smartphones anwesend waren, berichten von praktisch verzögerungsfreien Befehlsausführungen.

Aktuell steht diese Funktion leider nur für englische Eingaben zur Verfügung. Im nächsten Jahr sollen die Pixel 4 Geräte aber auch Deutsch verarbeiten können.

Google Pixel 4 noch ohne 5G-Modems

Die Komponenten der Pixel 4 Smartphones sind bis auf das Display weitestgehend identisch. Als SoC kommt der aktuelle Qualcomm Snapdragon 855 zum Einsatz, der aktuell im absoluten High-End-Bereich mitspielt. Ergänzt werden die acht CPU-Kerne durch einen Adreno 640 GPU. Die Pixel 4 Smartphones verfügen somit über dieselbe Ausstattung wie das OnePlus 7 Pro. Der Arbeitsspeicher ist sechs GB groß und damit im Vergleich zum Vorgänger um zwei GB gewachsen.

Ebenfalls anzumerken ist, dass das OLED-Display je nach Anwendung zwischen 60 und 90 Hz Bildwiederholfrequenz wechseln kann. Besonders in Spielen ist so eine ruckelfreie Darstellung garantiert. Die Pixeldichte der Xl-Version liegt bei 537 ppi, die normale Version kommt auf 444 ppi.

Leider hat Google auf ein 5G-Modem verzichtet. Das LTE-Modem bietet mit maximal 1,2 GBit/s im Download und 150 MBit/s im Upload aber auch hervorragende Geschwindigkeiten. Außerdem ist die drahtlose Kommunikation über Wi-Fi 5 (WLAN 802.11ac) und Bluetooth 5.0 sowie NFC möglich.

Der Akku des kleinen Pixel 4 bietet 2.800 mAh Kapazität, die XL-Version verfügt über 3.700 mAh. Geladen wird entweder kabellos per Qi-Standard oder über das beiliegende USB-Ladegerät (18 Watt).

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