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Grundlagenwissen zu LTE (4G) und wertvolle Praxis-Tipps

Unterwegs sind wir alle die Nutzung des mobilen Internets via Handy oder Tablet gewohnt. Allerdings erwarten wir nicht immer und überall stabile Breitbandverbindungen – obwohl uns die Mobilfunkanbieter, allen voran die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica, diese Leistungen in Aussicht stellen und mit attraktiven Tarifen locken. Tatsachlich sind Übertragungsgeschwindigkeiten in bisher unbekannten Dimensionen möglich, doch in der Praxis bisher nur bedingt verfügbar. Wir erklären Ihnen, wo der Teufel im Detail steckt wie Sie alles aus dem Mobilfunk-Signal herausholen können.

Die Theorie der Sendeleistung via LTE

Der Mobilfunkstandard der 4. Generation (4G) trägt den Namen LTE Advanced und wird mit bis zu 375 MBit/s (Telefónica) bzw. 300 Mbit/s (Telekom) oder 225 MBit/s (Vodafone) angepriesen. In der Praxis findet aber bisher lediglich die „abgespeckte“ Variante LTE Anwendung in den Tarif-Angeboten der Netzbetreiber. Via LTE sind theoretisch bis zu 150 Mbit/s möglich. Wenn man den Werbeversprechen von Telekom, Vodafone und Telefónica glauben möchte, werden mittlerweile bereits mehr als 70 % der Einwohner Deutschlands mit LTE versorgt. Mittlerweile wird LTE als das „Internet der Zukunft“ betitelt. Der 4G-Standard soll nicht nur die mobile Nutzung von LTE-fähigen Smartphones um ein vielfaches attraktiver machen, sondern auch zu Hause eine echte Alternative zu DSL und Kabel darstellen. Die Netzbetreiber haben auch bereits große Summen und viel Aufwand in den Ausbau ihrer Netze investiert. Das klingt erst einmal super!

LTE in der Praxis: Technik & Tarife

Vielerorts ist LTE aber noch gar nicht verfügbar und wenn doch, reicht die Signalstärke häufig nicht aus, um innerhalb vom Gebäuden, Autos oder Zügen eine stabile und vor allem schnelle Internetverbindung zu gewährleisten. Da für LTE verschiedene Frequenzbereiche (800 Mhz, 1800 MHz und 2600 MHz, weitere Frequenzen wurden bereits vergeben) von unterschiedlichen Anbietern genutzt und diese teilweise auch schon kombiniert werden (MIMO), sind die LTE-Tarife grundlegend schon einmal nicht vergleichbar! Man muss schon auf Erfahrungswerte von Experten zurückgreifen und sich beraten lassen, wenn man im Detail verstehen möchte, was technisch mit welchen Geräten wirklich möglich ist und wie man den optimalen Empfang erzielen kann.

Wo die maximalen Grenzen der LTE Übertragung liegen, zeigen aber auch schon die angebotenen Tarife. Die Telekom bietet zwischen 16 und 100 MBit/s an. Wenn man die 100 MBit/s ausschließlich mobil mit 4GB Highspeed-Volumen nutzen möchte, kostet der Tarif 44,95 € / Monat (Stand: 03.02.2016). Im Rahmen der Hybrid-Tarife (Magenta 1) kosten die 100 MBit/s bereits 69,85 € / Monat – bei nur 500 MB Highspeed-Volumen (LTE Max). Da kann einem schon mal die Lust vergehen. Vodafone und Telefónica (E-Plus und O²) sind da schon etwas preiswerter, aber auch hier muss genau hingesehen werden. Am besten lassen Sie sich auch hierzu von einem Profi beraten. So prüft z.B. FTS Hennig die LTE Verfügbarkeit und berät Sie zu den Tarifen – und zwar kostenlos.

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Abwärtskompatibilität zu UMTS & Co.

UMTS (3G) war bis etwa 2012 mit seinen Modulationen HSDPA und HSPA+ die einzige Möglichkeit, um mobil ins Internet zu gehen. Es wurden theoretische Geschwindigkeiten von bis zu 42 MBit/s angeboten. Auf Grund der hohen Sende-Frequenzen ist die Reichweite eines Sendemastes allerdings sehr begrenzt. Sobald man sich etwas weiter entfernt, brechen der Empfang und der Datendurchsatz sofort ein. Mit der Weiterentwicklung zum LTE können aufgrund der Verwendung niedrigerer Frequenzen auch wesentlich größere Reichweiten geschaffen werden. In den Städten bleiben die hohen Frequenzen und die Versorgungsflächen allerdings häufig gleich. Somit verbessert sich der Zustand für Tablets & Smartphones in Gebäuden überhaupt nicht. Wände, Fenster, Bäume etc. verhindern eine störungsfreie Übertragung. Wenn das LTE Signal nicht stark genug ist oder die Funkzelle überfüllt ist, wird man ohnehin zu UMTS und seinen Modulationen (HSPA+ usw.) durchgereicht.

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Olaf Hennig

Olaf Hennig gründete 1996, nach seinem Elektrotechnik-Studium an der Uni Dresden und seinem Abschluss als staatlich geprüfter Techniker für Datenverarbeitungstechnik am DAA-Technikum Jena, das Unternehmen Funk & Telefonsysteme Hennig e.K.

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