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Hackerangriff: Millionen Nutzerdaten einer Dating-Plattform veröffentlicht

Sie waren nur auf der Suche nach der großen Liebe und nun müssen sie ernsthafte Konsequenzen befürchten. In einem Forum für Hacker sind umfassende private Daten von 2,28 Millionen Nutzern enthüllt worden. Hierzu zählen laut Betreiber der Webseite zwar keine empfindlichen Zahlungsinformationen, doch für die Nutzer kann es trotzdem zu großen Folgeproblemen kommen.

Kundendaten nur auf den ersten Blick unkritisch

Insgesamt umfassen die veröffentlichten Daten 1,2 GB. Zugang zu diesen haben alle Mitglieder des öffentlich zugänglichen Hackerforums. Der Hacker scheint mit den Daten auf großen Anklang zu treffen. Schließlich wurde der Beitrag mittlerweile bereits mehr als 1500 Mal aufgerufen. Ein Download der Daten ist außerdem noch immer möglich. Downloadzahlen kennen wir hingegen nicht. Zwar handelt es sich bei den enthüllten Daten um keine folgenschweren Zahlungsinformationen, doch die Betroffenen müssen nun trotzdem mit ernsten Problemen rechnen. Sie beinhalten die Namen, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen und Wohnorte der Nutzer. Außerdem gehören persönliche Informationen wie Körperdetails, Familienstand und die IP-Adressen dazu. Obendrein veröffentlichte der Hacker noch Kennwörter und Informationen zu den Facebook-Accounts. Doch nicht alle Nutzer sind von einem Diebstahl aller dieser Daten betroffen.

Nutzer müssen Erpressung befürchten

Laut Aussagen von Betreiber MeetMindful müssen die Nutzer keine weiteren Angriffe befürchten. Das Unternehmen habe das Sicherheitsleck geschlossen und entsprechende Vorkehrungen getroffen. Dennoch sei die Einrichtung eines neuen Kennworts ratsam. Zwar müssen die bestohlenen Nutzer gemäß der Aussagen von MeetMindful nicht um einen Zugriff auf ihre Konten fürchten, finanzielle Gefahren bestehen dennoch. Grund hierfür ist das Risiko, Opfer einer Erpressung zu werden.

Bild: Meetmindful.com

Die Daten, welche durch den Hackerangriff ans Tageslicht gekommen sind, könnten von Kriminellen als Grundlage für eine sogenannte „Sexpressung“ herangezogen werden. Vor allem Bilder oder Videos in sehr freizügigen Positionen sind für Kriminelle gefundenes Fressen. Selbiges gilt für Personen, die sich eigentlich bereits in einer Beziehung befinden und dennoch auf der Dating-Plattform aktiv waren. Ein entsprechendes Lösegeld würde bei den Opfern zu einer großen finanziellen Belastung führen. Es ist also wünschenswert, dass die veröffentlichten Daten schnell wieder aus dem Forum entfernt werden.

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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