PC-Komponenten

Inter-Tech Alseye H240 und H360 – günstige RGB-Wasserkühlungen im Test

Montage und Funktionalität

Die Montage ist schaffbar, wirklich einfach ist jedoch anders. Man steckt zuerst Schrauben in ungekennzeichnete Löcher durch die beiliegende Backplate, dann folgt eine Unterlegscheibe. Dieses Konstrukt schiebt man durch die Montagelöcher im Mainboard, dann erneut eine Unterlegscheibe. Anschließend wird dies durch eine Sechskantmutter fixiert. Darauf folgt dann der CPU-Block, eine Unterlegscheibe und eine Schraube mit Federung.  Vermutlich kann man dem ganzen schlecht folgen, daher ein Bild aus der Anleitung – aber auch mit diesem braucht man einen Moment.

Ist der Einbau geschafft, hat man die größte Hürde hinter sich. Eine RGB-Konfiguration entfällt, die Lüfter und der Pumpenkopf leuchten statisch. Auch dieser Punkt ist Geschmackssache, wir fanden es aber durchaus ansprechend und sind froh, dass hier kein aggressives RGB-Geblinke genutzt wurde. So ist es schlicht und schön – leider jedoch auf dem AM4-Sockel nicht richtig ausgerichtet. Durch die Orientierung der Löcher bleibt einem nichts anderes übrig, als den Schriftzug auf der Pumpe um 90° versetzt anzuschauen.

Somit fehlt jedoch leider auch die Möglichkeit, die LEDs zu deaktivieren. Wer hier etwas schlichteres möchte, sollte zur MAX-Version greifen. Ebenfalls gibt es hier einen kleinen Auslesefehler der Pumpe – diese gibt an, mit etwa 6500 U/Min zu laufen – laut Spezifikationen sollten es max 2600 U/Min sein. Die Schläuche sind mit etwa 30 cm in Ordnung – es sollte in nahezu jedes Gehäuse passen.

Leistung

Um es vorweg zu nehmen – die AiOs schlagen sich sehr gut! Zwar verlieren sie im Test knapp gegen die NZXT Kraken X73, diese spielt jedoch preislich auch in einer anderen Liga. Dafür schlagen sie sich gegen Luftkühlungen sehr gut und sollten sich auch gegen andere Wasserkühlungen zeigen können.

Das Testystem besteht aus einem Ryzen 5 3600, der auf einem MSI X570-A Pro thront. Das Ganze wird mit 16 GB RAM und einer GIGABYTE RX 5600 XT GAMING OC in einem Fractal Design Define 7 verbaut. Für eine gute Gehäusebelüftung wurde durch einige Wing Boost 3 ARGB gesorgt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde überall identische Wärmeleitpaste genutzt – in diesem Fall die Arctic MX-4.

Das Testszenario ist eine hohe CPU-Last durch Prime95 mit den „In-Place FFTs“ – durch diese ist die Last auch konstant und gibt uns vergleichbare Werte aus. Vorab sei zu sagen, dass die 3000er-Serie von Ryzen in dem Szenario trotz Wasserkühlung recht heiß wird. Dies ist der 7-nm-Technologie und den daraus resultierenden Hotspots auf dem Heatspreader geschuldet. Im normalen Gamingbetrieb ist die CPU natürlich deutlich kühler – auch bei niedrigen Drehzahlen. An diesem Testszenario kann man jedoch sehen, wie potent die Kühler sind. Um die Testumgebung vergleichbar zu halten, läuft die CPU mit einem manuellen OC auf 4,1 GHz @1,3V.

Auffällig ist hier, wie deutlich sich H360 von der H240 absetzt – Wer den Platz hat und die Lüfter etwas langsamer drehen lassen möchte, wird hiermit mehr Spaß haben.

Die Pumpe blubbert kurz, wenn man den PC startet, gibt aber sonst nur ein sehr leises Brummen von sich. Generell lässt sich sagen, dass die AiO zwar nicht zu den leisesten CPU-Kühlungen gehört, jedoch von uns nicht als störend empfunden wird. Der Luftstrom der Lüfter wird ab etwa 50% RPM hörbar, dies ist jedoch unvermeidbar und absolut im Rahmen.

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Tom Hackmann

Bereits in jungen Jahren ist Gaming zur Leidenschaft geworden. Durch diesen Einstieg ist mein Interesse an PC-Hardware entstanden - so habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und verfasse nicht nur Testberichte, sondern arbeite auch Vollzeit in der IT.

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