Gehäuse Testberichte

Inter-Tech S-3906 Renegade im Test

Systembau im S-3906 Renegade

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwende ich einen Intel Xeon 1230v3 auf einem Gigabyte H87M-D3H mit 16GB RAM. Der Xeon wird durch eine Arctic Cooling Liquid Freezer 240 All-in-One-Wasserkühlung mit zwei Fractal Design HP-12 PWM gekühlt. Für die Bildausgabe ist eine HD 7850 2GB von Asus zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare be quiet! Pure Power mit 400W

Der Einbau der Hauptkomponenten war schnell erledigt. Vier Abstandshalter waren bereits vormontiert und einer dieser Abstandhalter verfügt über einen leicht höheren Rand, sodass das Mainboard kurzzeitig am Platz bleibt, ohne dass es verschraubt werden muss. Die weiteren Abstandshalter konnten aufgrund der beigelegten Nuss für den Schraubendreher einfach eingeschraubt werden.

Insgesamt bietet der Midi-Tower ausreichend Platz für Hardware. Bei einer maximal unterstützten Höhe von 175 mm dürften derzeit alle gängigen CPU-Kühler ist dieses Gehäuse passen. Beim Einbau von Grafikkarten muss der Käufer allerdings auf etwas Platz verzichten. Verbaute Grafikbeschleuniger dürfen nicht länger als 275 mm sein wodurch diverse Custom-Kühlungen für den Einbau nicht infrage kommen.

Wo wir schon mal bei Wasserkühlungen sind, die verwendete Arctic Liquid Freezer 240 konnte im Renegade in der Front oder auch im Deckel montiert werden. Durch die versetzten Montageschienen im Deckel kommt es mit den verwendeten Komponenten nicht zu einem Konflikt mit den VRM- oder RAM-Kühlern.

Die Verkabelung des ganzen Systems sieht zumindest auf der Vorderseite ordentlich aus und wirkt aufgeräumt. Die Öffnungen für die Kabel sind gut platziert. Unnötige Kabel können gut unter der Netzteilabdeckung versteckt werden. Betrachtet man das Bild der verkabelten Rückseite, so lässt sich schnell erkennen, dass sich die meisten Kabel eher im linken Bereich befinden. Der Grund dafür ist relativ einfach: direkt hinter dem Mainboard ist leider mit 12 mm verhältnismäßig wenig Platz. Das reicht zwar für die dünnen Lüfter- und SATA-Kabel, das 24pin ATX-Kabel passt aber nur in den tieferen Schacht auf der linken Seite.

Verkabelung – Rückseite

Das Renegade unterstützt maximal den Einbau von vier Festplatten. Zwei 3,5″-Datenträger finden unter der Netzteilabdeckung Platz. Zur Montage werden hier vier lange Schrauben und Gummientkoppler verwendet. Für einen möglich Transport des Gehäuses kann die HDD auch zusätzlich mit einer Schraube direkt am Käfig befestigt werden. Zwei weitere Datenträger im 2,5″-Format können auf der Rückseite vertikal über den Festplattenkäfig angeracht werden. Dazu legt Inter-Tech dünne selbstklebende Gummiringe zur Entkopplung bei. Etwas unvorteilhaft ist leider, dass die Festplatten von der Vorderseite verschraubt werden müssen. Plant man den Einbau eines Radiators in der Front, müssen vorher erst die Festplatten eingebaut werden, da man diese sonst nur noch einseitig verschrauben kann.

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im S-3906 Renegade erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 14,5 °C insgesamt 15 Minuten Prime95 und FurMark ausgeführt. Der vorinstallierte Lüfter konnte trotz des angeschlossenen PWM-Anschluss nicht gesteuert werden. Das führt dazu, dass der Lüfter besonders im Idle herauszuhören ist. Die Lüfter auf dem Radiator und die Pumpe wurden mit dem Silent-Profil betrieben. Dies resultierte in Temperaturen von 71 °C für die CPU und 70°C für die GPU wenn der Radiator im Deckel montiert ist. Befindet sich der Radiator in der Front resultierte das in 65 °C für den Prozessor und 74°C für die Grafikkarte.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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