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iOS 13: Das ist neu

Vor einigen Tagen stellte Apple das lange erwartete neue Betriebssystem iOS 13 vor. Wie zu erwarten war, bringt es zahlreiche Änderungen mit sich. Was sich im Detail ändert und womit das neue System punkten will, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Dark Mode: Das iPhone in dunklem Gewand

Der beliebte Dunkelmodus, der auf dem Mac bereits seit vergangenem Jahr verfügbar ist, kommt nun auch auf das iPhone und das iPad. Alle normalerweise hellen Hintergründe und Menüs werden dann durch eine dunkle Version ersetzt. Dieser Verdunkelungsmodus betrifft dabei sowohl den Sperr- als auch den Homebildschirm. Darüber hinaus sind alle Apps, die direkt von Apple kommen, Teil des Dunkelmodus. Für Entwickler anderer Apps will Apple ein Entwicklerkit zur Verfügung stellen, mit dessen Hilfe auch diese Apps an den dunklen Modus angepasst werden können.

Aktiviert werden kann der „Dark Mode“ entweder automatisch mit dem Sonnenuntergang oder zeitgesteuert. Er erleichtert letztlich die Benutzung des Geräts im Dunkeln. Außerdem spart er bei OLED-Displays möglicherweise sogar ein wenig Energie.

Maps: In den USA bald besser

Die Kartenapp genießt bereits seit ihrer Einführung einen schlechten Ruf. Sie steht Googles Maps-Anwendung in beinahe jedem Punkt nach und gilt als schwerfällig, wenig detailliert und im Alltag eher unpraktisch. Apple möchte das nun ändern und hat ein umfassendes Update der Kartenapp angekündigt.

Das Update bringt neues Kartenmaterial und einige neue Funktionen mit sich. So sollen die Karten übersichtlicher und detaillierter werden. Darüber hinaus soll eine Alternative zu Googles Streetview in die Kartenapp integriert werden.

Der Haken an der Sache: Die neue Version wird vorerst nur in den USA ausgespielt werden. Bewohner aller anderen Länder müssen sich also weiterhin mit der alten Version begnügen. Wann hierzulande mit dem Update zu rechnen ist, ist nicht klar. Im Herbst wird iOS 13 ohne die neue Kartenapp ausgespielt werden. Es wird also wahrscheinlich noch vergleichsweise lange dauern, bis Nutzer hierzulande in den Genuss der neuen Kartenapp kommen werden.

Fotos: Mehr Möglichkeiten und neue Sortierung

Die Fotos-App hat seit ihrer Einführung bereits zahlreiche Überarbeitungen mitmachen müssen. Nun steht das nächste große Update an. Apple möchte mit Hilfe maschinellen Lernens eine gewissermaßen kuratierte Fotoanzeige ermöglichen. So sollen die besten Aufnahmen immer im Vordergrund stehen.

Doppelt vorhandene oder sehr alte Bilder sollen zugunsten aktueller und einzigartiger Aufnahmen im Hintergrund verschwinden. Durch diese Maßnahmen soll die App insgesamt aufgeräumter wirken und dem Verhalten des Nutzers stärker entgegenkommen.

Darüber hinaus spendiert Apple seinen Kunden mit iOS 13 einige neue Bildbearbeitungsfunktionen, die dabei helfen sollen, Fotos noch leichter an die eigenen Wünsche anzupassen.

Memojis: Jetzt auch in der Emoji-Tastatur verwendbar

Memojis sind eine nette Spielerei. Es handelt sich bei ihnen um individualisierte Emojis, die dem Nutzer des Geräts ähneln sollen. Mit iOS 13 steigen die Möglichkeiten, derartige Memojis zu erstellen und zu verwenden. So steht die Memoji-Funktion auch Nutzern zur Verfügung, die die Face-ID-Funktion nicht verwenden. Überdies werden die Memojis in die normale Emoji-Tastatur integriert werden.

Akkuoptimierung: Aufladen wird akkuschonender

Die verwendeten Lithium-Ionen-Akkus leiden unter einer sehr populären Auflademethode: Über Nacht hängen viele Nutzer ihre iPhones ans Ladekabel, um am nächsten Morgen ein vollständig aufgeladenes Handy nutzen zu können.

Das ist sehr praktisch, verkürzt die Ladezeit der Akkus jedoch deutlich. Apple steuert nun entgegen und bedient sich dazu eines Tricks, der einigen Nutzern sauer aufstoßen könnte. Werden die Akkus über Nacht aufgeladen, stoppt der Ladevorgang zunächst bei einer Akkuladung von 80 Prozent. Erst kurz vor der gewöhnlichen Aufstehzeit des Nutzers setzt der Ladevorgang wieder ein, sodass der Akku pünktlich zur Aufstehzeit voll aufgeladen ist. Das ist für den Akku wesentlich schonender, als die ganze Nacht mit Strom versorgt zu werden.

Problematisch könnte es werden, wenn die gewöhnliche Aufstehzeit nicht eingehalten wird. Dann steht der Nutzer im Zweifelsfalle mit einem nicht vollständig geladenen Gerät dar, was zwar nicht dramatisch, aber doch ärgerlich sein dürfte. Ob Apple hierfür eine Lösung parat hat – beispielsweise das Einstellen der Aufstehzeit – ist bisher nicht klar.

Erinnerungen: Komplett überarbeitete App

Die Erinnerungenapp wird von den meisten Nutzern eher stiefmütterlich behandelt. Sie gilt vielfach als unübersichtlich und kompliziert. Apple möchte das nun ändern und überarbeitet die App sehr stark. In iOS 13 wird sie völlig anders aussehen als zuvor und soll sich laut Apple intuitiv bedienen lassen.

„Sign in with Apple“: Datenschutzfreundliche Schnellanmeldefunktion

„Anmelden mit Facebook“ und „Anmelden mit Google“ sind sehr beliebte Schnellanmeldefunktionen. Mit nur einem Klick können Nutzer sich so bei diversen Diensten registrieren – ganz ohne ihre persönlichen Daten angeben zu müssen. Leider erteilen sie den Dienstanbietern damit jedoch weitreichende Zugriffsrechte auf das Facebook- bzw. Google-Konto, aus dem diverse sehr persönliche Informationen abgegriffen werden können.

Apple möchte sich nun – auch angesichts der Datenschutzskandale der Konkurrenz – als Bewahrer der Privatsphäre profilieren und präsentiert mit „Anmelden mit Apple“ eine Schnellanmeldefunktion, die weitgehend anonym funktioniert.

Zur Identifizierung nutzt Apple die Apple-ID. Diese wird jedoch nicht an den Dienstanbieter weitergegeben, sodass der Nutzer seine persönlichen Daten schützen trotz Nutzung der Schnellanmeldefunktion schützen kann. Ob der Dienst anschließend nach Daten fragt, kann Apple nicht kontrollieren – es ist jedoch sehr wahrscheinlich, da er sich ansonsten eine lukrative Einnahmequelle entgehen lassen würde.

Apple zwingt indes alle Appanbieter, die „Anmelden mit Facebook“ oder eine andere Schnellanmeldefunktion nutzen und im App-Store vertreten sein wollen, zur Integration von „Anmelden mit Apple“.

Audiosharing: Audios teilen

Wer sich gemeinsam einen Film anschauen oder Musik hören möchte, muss heute – in der Zeit von Smartphones ohne Kopfhöreranschluss – tief in die Trickkiste greifen. Apple möchte das ändern und führt eine Audiosharingfunktion ein. Wer ein zweites Paar AirPods in die Nähe des jeweiligen iPhones halten.

Siri und AirPods: Weitere Neuerungen

Die AirPods erhalten darüber hinaus eine weitere neue Funktion: Über sie können künftig Nachrichten vorgelesen werden. Und zwar alle Nachrichten aus der Nachrichten-App sowie aus Apps von Drittanbietern, die diese Funktion unterstützen. Siri erhält indes eine neue Stimme.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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